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Wollmann-Fiedler, Christel

Christel Wollmann-Fiedler

Geboren in Untersuhl Kreis Eisenach in Thüringen, aufgewachsen im Harz, Schulbesuch in Goslar am Harz, anschließend praktische fotografische Ausbildung in Braunschweig, Besuch der Fachschule für Fotografie und Grafik in Hamburg, Praktikum in München bei Agfa. Als Fotografin an der Freien Universität Berlin gearbeitet, später über dreißig Jahre in der Universitätsstadt Tübingen gewohnt, seit 2003 als Freie Fotografin, Autorin und Journalistin in Berlin. Die Schwarz-Weiß-Fotografie ist „ihre“ Fotografie, die „Literarische Fotografie“ erfand sie nach der Öffnung der Grenzen in Deutschland. Seit Jahrzehnten schreibt sie für deutschsprachige Zeitungen und Internetforen im Ausland Artikel und Rezensionen mit unterschiedlichen, meist jüdischen Themen. Zeitzeugengespräche mit überlebenden jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in Israel führt sie seit Jahren.

 

http://www.wollmann-fiedler.de

Christel Wollmann-Fiedler, Foto: privat

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Eine Unterhaltung mit Micha Ullman

Wo man Bücher verbrennt

Wenn die Sonne die Seiten umblättert und die Lücken zwischen den Skulpturen sich zu Buchstaben formen, sind wir bei Micha Ullman. Der Künstler, der 1939 in Tel Aviv geboren wurde, in Jerusalem und London studierte, in Düsseldorf und Haifa lehrte, in Berlin lebte und von 1991 bis 2005 eine Professur für Bildhauerei in Stuttgart innehatte, schuf in Berlin das Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung und in Jerusalem das Buchstabenfeld. Christel Wollmann-Fiedler unterhielt sich mit ihm über seine Herkunft und seine Arbeit.

Erinnerung an Klaus Voigt

Mein „Nonantolafreund“

Der Historiker und Philosoph Klaus Voigt, der 2021 in seiner Heimatstadt Berlin gestorben ist, befasste sich für seine Doktorarbeit über den Humanismus mit dem Ablasshändler Marinus de Fregeno und seiner Beschreibung der deutschen Lande. Seine Forschungen führten ihn zur Villa Emma bei Nonantola in der Emilia-Romagna. Dort fanden 1942 jüdische Kinder Schutz vor der Verfolgung durch die Nazis. Christel Wollmann-Fiedler erinnert an den Exilforscher Voigt und seine Arbeiten zur Fluchtgeschichte in Italien 1940-45.

Bukowinisch-galizische Literaturstraße

Dichtung und Denkmäler

Die Bukowina, einst Heimat von Rose Ausländer und Paul Celan, gehört zu den Regionen, deren Grenzen seit dem Ende der Donaumonarchie oft gewaltsam hin und her verschoben worden sind. Das Ausmaß an Entwurzelung und Leid aber auch widerständiger Kultur haben die Künstlerin Helga von Loewenich und der Literaturwissenschaftler Petro Rychlo im Rahmen des Kulturprojekts „Bukowinisch-Galizische Literaturstraße“ erforscht. Christel Wollmann-Fiedler hat mit Helga von Loewenich über den Werdegang und die Dokumentation dieser Forschungsarbeit gesprochen.

Jan Koneffkes „Im Schatten zweier Sommer“

Handkuss und Verbeugung

Es gibt einige Schriftsteller, die diese Gabe besitzen: das Einfühlen in eine historisch gegebene und dennoch konkret zu erfindende Situation, den phantasievollen Nachvollzug dessen, was hätte sein können. Jan Koneffke ist in seinem neuen Roman durch Orte und Zeiten gereist, um die Wege des großen Reiseschriftstellers, Erzählers und Romanciers Joseph Roth zu kreuzen. Christel Wollmann-Fiedler hat sein Buch begeistert.