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Engelhardt, Elke

Elke Engelhardt lebt als Verwaltungsangestellte und Dichterin in Bielefeld. Sie machte eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin, holte ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und studierte Soziologie. Statt zu promovieren wurde sie Mutter. Bis 2020 Rezensionen beim Onlinefeuilleton Fixpoetry.

Im Herbst 2023 erschien im Elif Verlag ihr dritter Band „Einhundert sehr kurze Gespräche“.

Elke Engelhardt, Foto: Elke Kampeter

Alle Beiträge

Johanna Hansens „Schamrot“

Ort der glücklichen Einsamkeit

„So tief kann man nur auf dem Land schweigen. Worte zerplatzen auf der Oberfläche der Tage, in denen alles ausgespart wird, was sich nicht aussprechen lässt. Sie werden straff über die Dinge gezogen, hochgebogen wie Bohnenranken am Spalier.“: Es sind ungewöhnliche Sprachbilder, die Johanna Hansen anbietet, um die Eindrücke, die sie seit ihrer Kindheit bewahrt hat, zu vermitteln. Es ist ihr also in dem Maße um Genauigkeit zu tun, das ihre Schilderung vom Erwartbaren entfernt. Sie schlüpft in die Poesie. Elke Engelhardt hat Johanna Hansens „Schamrot“ gelesen.

Bess Dreyers Gedichtband „vom aufziehbaren blechhuhn“

Lebensfrohes Memento mori

Dass alles, was entsteht, wert ist, dass es zugrunde geht, sagt Mephisto zum Doktor Faust, der immer strebend sich bemüht. Die Spannung zwischen dem aggressiv eingesetzten Realitätssinn und dem überschreitenden Möglichkeitssinn ist das Feld der Poesie, die zwischen beiden Polen oszilliert. Im Buch „vom aufziehbaren blechhuhn“ hat Bess Dreyer dieses Feld abgelesen, und Elke Engelhardt hat sich die Gedichte genauer angesehen.