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Reder, Ewart

Ewart Reder, geboren 1957 in Berlin, lebt in Maintal bei Frankfurt. Seit 1998 erscheinen literarische Texte von ihm, verstreut und in Buchform. Martin Lüdke kommentiert: „Ewart Reder hat sich spät, dafür aber umso eindrucksvoller in unsere gegenwärtige Literatur eingeschrieben.“ Freie Mitarbeit für die Zeitschrift Der Literat (1999 bis 2008), Kritisches Lexikon der Gegenwartsliteratur, neues deutschland, Ossietzky, zahlreiche Beiträge für die Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allgemeine Zeitung u.a., Begründer und Redakteur der Literatursendung WortWellen bei Radio X, Ffm (seit 2001). Letzte Buchveröffentlichungen: Reise zum Anfang der Erde. Roman, Ffm 2016, Die hinteren Kapitel der Berührung. Gedichte, Ludwigsburg 2021, komisch, dass wir nicht merken, dass wir komisch sind. Possen und Glossen, Ludwigsburg 2025. Zahlreiche Auszeichnungen. Mitglied des VS.

Ewart Reder. Foto: Kornelia Boje

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Axel Dielmanns Kunsterzählung „Triz. Baumchronist“

Eine Wohnung – drei Welten

Es ist schwer genug, sich mit gewöhnlichen Mitmenschen zu verständigen. Wie soll das aber mit Autisten gehen, die eine besondere Wahrnehmung haben, deren Konsequenzen für uns andere kaum zu begreifen sind? Wie kann man da Kontakt aufnehmen oder gar sich austauschen? Axel Dielmann erzählt in seinem Buch „Triz. Baumchronist“ von einem Ehepaar, das einen Zugang zu seinem Sohn sucht. Ewart Reder hat sich eingelesen.

Ein Satire-Sampler lacht und trauert über Judenhass

Ich bin kein Existenzrechtsexperte

Pogrom, Holocaust, Antisemitismus, Hamas – das Entsetzen darüber lädt nicht gerade dazu ein, damit Scherz zu treiben. Was aber können Satiriker anderes tun? Das Nadelöhr, durch das sie finden müssen, ist winzig, und der Grat ist fadenschmal. Im Berliner Satyr Verlag ist ein Sammelband erschienen, dessen Texte auf diesem Weg balancieren. Und Ewart Reder hat ihn gelesen.

Aleida und Jan Assmanns „Gemeinsinn“

Eine Welt, die jedermann umfasst

Dass das Wort „gemein“ im Deutschen so eine ambivalente Bedeutung hat, verdankt sich sicher einer uralten Erfahrung, die den Widerspruch im sprachlichen Gedächtnis festhielt. Nun, da die Gemeinheiten die Gemeinschaften zu zersetzen drohen, erscheint ein Buch, mit dem Aleida und Jan Assmann, der inzwischen verstorben ist, den Gemeinsinn geltend machen. Ewart Reder hat das Buch kritisch gesichtet.

Zigarre und Joint bei der Inter Tabak

Mein Rauch ist besser

„Dieses Kraut reinigt Gaumen und Haupt, vertreibt die Schmerzen und Müdigkeit, stillt das Zahnweh, behütet den Menschen vor Pest, verjagt Läuse, heilet den Grind, Brand, alte Geschwüre, Schaden und Wunden“, zitierte der Weinbauforscher August Wilhelm von Babo aus einem Kräuterbuch von 1656. Gemeint war der Tabak, der mit Kolumbus nach Europa gelangt war, und nicht das Cannabis-Kraut, dem seit der Antike ähnliche Heilwirkung zugesprochen wurde. Ewart Reder berichtet von einer Messe, auf der beides ungleich angeboten wurde.