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Stäblein, Ruthard

Ruthard Stäblein
geb. 1953 in Mellrichstadt, Studium der Romanistik, Germanistik und Komparatistik in Berlin, Tübingen, Toulouse und an der Sorbonne in Paris. Danach Dozent und Lektor in Paris und Nancy. Publikationen zur Wiener Moderne und zur französischen „décadence“. Herausgeber einer Reihe über Moral, erschienen bei Fischer und Insel. Artikel in FAZ, FR, taz, usw. Literaturredakteur im HR bis 2018. Hörbücher: „Briefwechsel zwischen S. Unseld und Th. Bernhard“; Herta Müllers „Atemschaukel“, Musils „Mann ohne Eigenschaften“, Kurzeck, Haratischwili, Stendhal, Schopenhauer, Nietzsche, Camus, usw.

Ruthard Stäblein

Alle Beiträge

Ausstellung „Jardiner, les sciences cachées du jardin.“

Gärtnern, von Paris aus gesehen

„Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten“, soll Rabindranath Tagore gesagt haben. Auch wer dieses unbedachte Ranking bedenklich findet, kann doch kaum das wundersame Verhältnis des Menschen zum Garten leugnen. In Paris ist nun die Ausstellung „Die versteckten Wissenschaften des Gartens“ zu erleben, die mit idealtypischen Gartenprojekten Aspekte des Gärtnerns thematisiert, an die man nicht sogleich denkt. Ruthard Stäblein war dort und berichtet.

111 Actionszenen der Weltliteratur

Unerhörte Episoden

Unerhörte Begebenheiten aus dem Leben von Schriftstellerinnen und Schriftstellern sind nur möglich, wenn diese ihren Beruf gerade nicht ausüben, sondern zu Lande, zu Wasser und in der Luft unterwegs sind, kegeln, musizieren, auf der Jagd oder einer Party auffallen, kurz, wenn sie das tun, was andere Menschen auch tun – wenn Weltliteraten also von der Grundannahme, keine normalen Menschen zu sein, abweichen. Ruthard Stäblein schreibt, warum und wie die „111 Actionszenen der Weltliteratur“ zu lesen sind.

Erinnerung an den Denker der Wunschmaschinen

Die Sandale des Gilles Deleuze

Ob die „Mille Plateaux“, die in Frankreich 1980, in Deutschland 1992 erschienen, überhaupt gelesen wurden, ist ungewiss. Aber die Idee der Rhizomatik, die allen Ordnungsvorstellungen widersprach, elektrisierte das informierte Publikum, ebenso wie „Differenz und Wiederholung“ aus dem selben Jahr. Der Autor Gilles Deleuze, der solche weiterwirkenden Begriffe in die Welt setzte, wurde im Januar 1925 geboren und starb im November 1995. Ruthard Stäblein erinnert an den großen Philosophen.

Zum Briefwechsel Thomas Bernhard – Siegfried Unseld

Höher als der Verlag

Wer weiß, ob es die unabhängigen Verleger noch gibt, die sich hinter ihre Autoren stellen. Siegfried Unseld jedenfalls machte diesen Anspruch für sich geltend und wagte es, anspruchsvolle Literatur und zeitgenössische Theoriediskussion gegen die Bedürfnisse des noch lesenden Publikums zu publizieren. Bei der Veranstaltung „Salon kontrovers“ im Frankfurter Holzhausenschlösschen zum hundertsten Geburtstag des Verlegers entwarf Ruthard Stäblein dessen Persönlichkeitsbild und bezog sich dabei auch auf den Briefwechsel Thomas Bernhard und Siegfried Unseld.