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Stäblein, Ruthard

Ruthard Stäblein
geb. 1953 in Mellrichstadt, Studium der Romanistik, Germanistik und Komparatistik in Berlin, Tübingen, Toulouse und an der Sorbonne in Paris. Danach Dozent und Lektor in Paris und Nancy. Publikationen zur Wiener Moderne und zur französischen „décadence“. Herausgeber einer Reihe über Moral, erschienen bei Fischer und Insel. Artikel in FAZ, FR, taz, usw. Literaturredakteur im HR bis 2018. Hörbücher: „Briefwechsel zwischen S. Unseld und Th. Bernhard“; Herta Müllers „Atemschaukel“, Musils „Mann ohne Eigenschaften“, Kurzeck, Haratischwili, Stendhal, Schopenhauer, Nietzsche, Camus, usw.

Ruthard Stäblein

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Erinnerung an den Denker der Wunschmaschinen

Die Sandale des Gilles Deleuze

Ob die „Mille Plateaux“, die in Frankreich 1980, in Deutschland 1992 erschienen, überhaupt gelesen wurden, ist ungewiss. Aber die Idee der Rhizomatik, die allen Ordnungsvorstellungen widersprach, elektrisierte das informierte Publikum, ebenso wie „Differenz und Wiederholung“ aus dem selben Jahr. Der Autor Gilles Deleuze, der solche weiterwirkenden Begriffe in die Welt setzte, wurde im Januar 1925 geboren und starb im November 1995. Ruthard Stäblein erinnert an den großen Philosophen.

Zum Briefwechsel Thomas Bernhard – Siegfried Unseld

Höher als der Verlag

Wer weiß, ob es die unabhängigen Verleger noch gibt, die sich hinter ihre Autoren stellen. Siegfried Unseld jedenfalls machte diesen Anspruch für sich geltend und wagte es, anspruchsvolle Literatur und zeitgenössische Theoriediskussion gegen die Bedürfnisse des noch lesenden Publikums zu publizieren. Bei der Veranstaltung „Salon kontrovers“ im Frankfurter Holzhausenschlösschen zum hundertsten Geburtstag des Verlegers entwarf Ruthard Stäblein dessen Persönlichkeitsbild und bezog sich dabei auch auf den Briefwechsel Thomas Bernhard und Siegfried Unseld.