Betânia Ramos Schröder, geboren in Recife, Pernambuco, ist eine brasilianische Autorin, Soziologin und Aktivistin. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Migration, Antirassismus, Dekolonialität und der Kritik an globalen Machtstrukturen. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Literatur und politischer Reflexion. Sie war Kolumnistin bei der Zeitschrift Carta Capital und schrieb dort regelmäßig Meinungstexte und Analysen. Derzeit ist sie aktiv für den Blog Vozes da Diáspora sowie die deutsche Zeitschrift iz3w. Sie initiierte und organisierte das Buch O Legado de Marielle Franco e as Mulheres Afrobrasileiras em Frankfurt e Mainz, das sich mit dem politischen Erbe Marielle Francos und den Erfahrungen afrobrasilianischer Frauen in Deutschland befasst. Das Werk vereint Texte verschiedener Autorinnen und stellt ihre Perspektiven in den Mittelpunkt. Ihre Texte wurden unter anderem in der Performance Corpus d'Água von Bárbara Luci Carvalho aufgeführt. In ihrem Text Der Weg des Wassers untersucht sie die Metapher des Wassers im Zusammenhang mit afrodiasporischen Erfahrungen. Diesen präsentierte sie im Storytelling-Salon 2022 der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD). Ihre Arbeit ist geprägt von verschiedenen kulturellen Einflüssen und internationalen Erfahrungen. Sie setzt sich kritisch mit globalen Machtstrukturen auseinander, hinterfragt koloniale Kontinuitäten und reflektiert persönliche wie gesellschaftliche Entwicklungen in ihren Texten.
Betânia Ramos Schröder. Foto: Privat