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Forst, Rainer

Rainer Forst ist Professor für Politische Theorie und Philosophie und Direktor des Forschungszentrums “Normative Ordnungen” an der Goethe Universität Frankfurt; zudem ist er stellv. Sprecher des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (Standort Frankfurt). Er befasst sich u.a. mit Fragen der Gerechtigkeit, Demokratie und Toleranz sowie mit der Fortentwicklung Kritischer Theorie und der Philosophie Kants. 2012 zeichnete ihn die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit dem Leibniz-Preis aus, 2025 verlieh ihm die Stadt Frankfurt die Goethe-Plakette. Er war Theodor-Heuss-Professor an der New School for Social Research in New York und hatte weitere renommierte Gastprofessuren an der Dartmouth University, in Seattle, Michigan und Houston inne. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der British Academy. 2024 erschien eine eindrucksvolle Festschrift zu seinem 60. Geburtstag bei Suhrkamp mit dem Titel „Die Macht der Rechtfertigung“.

Wichtigste Publikationen (alle bei Suhrkamp und in viele Sprachen übersetzt): Kontexte der Gerechtigkeit (1994), Toleranz im Konflikt (2003), Das Recht auf Rechtfertigung (2007), Kritik der Rechtfertigungsverhältnisse (2011), Normativität und Macht (2015), Die noumenale Republik (2021).

Rainer Forst. Foto: Röth

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Trauer um den Religionsphilosophen Thomas M. Schmidt

Meister der Dialektik

Die Dinge des Wissens und der selbstkritischen Reflexion zusammenzudenken mit den Dingen des Glaubens und der Dogmen, also Philosophie und Religion glaubhaft zur Religionsphilosophie zu vereinen, ist mutig und wurde von Thomas M. Schmidt mit einem Selbstverständnis betrieben, das ihm große Anerkennung einbrachte. Am letzten Tag des letzten Jahres ist er plötzlich gestorben. Sein Freund und Kollege Rainer Forst hat ihm einen Nachruf geschrieben.