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Englert, Jonas

Jonas Englert schloss 2018 sein Kunststudium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main ab. Zu den wichtigsten Ausstellungen seiner Arbeiten zählen: Simultaneities, Harlan Levey Projects, Brüssel (2025); Looking for Humanity, Kunstmuseum Magdeburg, Magdeburg (2023); Things I Think I Want, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt/M. (2017); Performing Portraiture, Museum of Fine Arts, Boston (2015); Atlas 2013, Bundeskunsthalle, Bonn (2013). Seine Arbeiten sind Teil der Sammlungen des Hirshhorn Museum, Washington, D.C., des Museum of Fine Arts, Boston, und des Kunstmuseum Magdeburg. Darüber hinaus entstanden diverse Arbeiten, unter anderem für das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das Nationaltheater Mannheim, das Staatsschauspiel Dresden, das Staatstheater Hannover, das Theater Bonn, das Berliner Ensemble und das Schauspiel Frankfurt. Englert wird von der Galerie Anita Beckers vertreten.

Jonas Englert. Foto: Alexander Paul Englert

Alle Beiträge

Christina Thümer-Rohr im Video

Am Thema bleiben von Anfang bis Ende

In der Frauen- und Geschlechterforschung leistete Christina Thürmer-Rohr wegweisende Pionierarbeit. Die Professorin an der TU in Berlin rief 1976 hierzu den ersten Studienschwerpunkt ins Leben und kämpfte für die Befreiung der Frauen aus dem Normengefüge des patriarchalen Systems. Ihr Tod am 10. September 2026 fand in den Medien kaum Wiederhall. Jonas Englert gewährt in dem nachfolgenden Video einen ausführlichen Einblick in den Werdegang von Christina Thürmer-Rohr und ihren Einsatz für eine geschlechtergerechtere Welt.

Mara-Johanna Kölmel und Jonas Englert über dessen neue Arbeit „CULT [Zeppelin]“

Aufgeladene Bilder. Ein Arbeitsgespräch

Dieser Text entstand im Zuge eines mehrwöchigen Austauschs von Dezember 2025 bis Januar 2026 zwischen dem Künstler Jonas Englert, zu der Zeit Stipendiat des RE-SEARCH. ZF-Forschungsstipendiums, und Mara-Johanna Kölmel, Leiterin der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum. Es begleitet seine neue Arbeit(1) im Rahmen der Ausstellung „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“ in ihrem Entstehungsprozess. Das Interview versteht sich als Momentaufnahme eines offenen Denk- und Arbeitsraums.

Rita Süssmuth im Video

„Wir haben Rückfallzeiten in Europa.“

Als erste Bundesministerin für Bildung, Familie, Frauen und Jugend setzte sie sich entschieden für die Wahlfreiheit von Frauen zwischen Familie und Beruf ein, vertrat ein liberaleres Abtreibungsrecht, kämpfte gegen die Ausgrenzung von Aidskranken und für die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Süssmuth betonte früh: „Deutschland ist ein Einwanderungsland.“ Mit dieser Position stieß sie auf Widerspruch in den eigenen Reihen. In der Videoarbeit „Zoon Politikon“ von Jonas Englert erzählt Rita Süssmuth über ihr Wirken. 

Einführung zur Ausstellung von Jonas Englert in der Galerie Anita Beckers

Was wissen wir von der Zeit?

In den Werken der Ausstellung „ce qui nous hante“ stellt Jonas Englert die Zeit nicht nur dar, sondern lässt sie sinnlich nachempfinden. Durch langsame oder wechselnde Bildfolgen, Licht- und Materialrhythmen sowie Schichtungen entsteht eine innere Dauer, verdichten sich Gegenwart, Vergangenheit und mögliche Zukünfte zu einem kollektiven Bildgedächtnis. Die Arbeiten machen Zeit zur erfahrbaren Dimension von Sehen, Hören, Oberfläche und Material. Mit der nachfolgenden Rede führte Heike Sütter bei der Ausstellungseröffnung in Jonas Englerts künstlerische „Auseinandersetzung mit dem Vergehen und Überlagern von Zeitschichten“ ein.