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Milich, Stephan

Stephan Milich ist Arabist und Islamwissenschaftler und lehrt seit 2013 am Institut für Sprachen und Kulturen der islamisch geprägten Welt der Universität zu Köln. Er beschäftigt sich mit moderner und zeitgenössischer arabischer Literatur, insbesondere mit Erzählungen und literarischen Darstellungen von Traumatisierung und politischer Gewalt sowie Flucht-, Exil- und Gefängniserfahrungen. Außerdem interessiert ihn die Geschichte der deutschsprachigen Islamwissenschaft und Orientalistik während des Ersten Weltkrieges, mit der er sich aus einer kolonialismuskritischen Perspektive auseinandersetzt. Weitere Forschungsschwerpunkte sind kulturelles Erbe und heritage-Politik in Syrien, insbesondere die Frage nach der Bedeutung von Stätten des kulturellen Erbes, die mit Ereignissen von Unrecht und politischer Gewalt verbunden sind. 
Von ihm übersetzt erschienen zuletzt der Lyrikband „Geht auf Zehenspitzen, denn die Heimat liegt im Sterben“ (Berlin: Schiler & Mücke 2021) mit ausgewählten Gedichten des syrischen Dichters und Autors Muhammad al-Maghut und der Lyrikteil der Anthologie „Die Augen Inanas II“ (Schiler & Mücke 2020).

Stephan Milich. Foto: privat

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Vorstellung des syrischen Autors Hamed Abboud

Unsere angezogene Geschichte

Die deutsche Redewendung „Wir tragen uns gegenseitig“ weckt bei Hamed Abboud eine völlig andere Assoziation als das gemeinsame Tragen einer Last. Der in Syrien geborenen Lyriker und Autor wuchs in einem Umfeld auf, in dem er mit Brüdern und Vater etwa die Unterhemden teilte. Wie er in seiner nachfolgend zu lesenden Geschichte erklärt, geschah dies nicht aus Armut, sondern aus Liebe zur Kontinuität oder um unnötiges Wegwerfen zu vermeiden. Der Arabist Stephan Milich stellt den Autor und dessen Werk mit all seinen Besonderheiten vor.