
Einführung zu Thomas Bayrles Ausstellung „Fröhlich Sein!“
Die Bezeichnung „Kartenschlägerin“ hat nichts mit der Dame am Pokertisch zu tun, sondern mit einem Beruf, der nur von Frauen ausgeübt wurde: dem Lesen und Herstellen von Lochkarten, zunächst für den somit steuerbaren automatisierten Jacquard-Webstuhl. Claudia Scholtz, Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung in Wiesbaden, bezieht sich in ihrer Einführung zu Thomas Bayrles Ausstellung „Fröhlich Sein!“ auf dieses Gerät, das die mechanische Herstellung großflächiger Webmuster erlaubte, die zum Gestaltungsprinzip des gelernten Webers Bayrle wurden.