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Lutz Rathenow, 1952 in Jena geboren, gründete und leitete ab 1973 den „Arbeitskreis Literatur und Lyrik“ im Kulturhaus Jena-Neulobeda bis zu dessen Verbot 1975. 1977 Übersiedlung nach Ostberlin, galt nach dem ersten nur in der Bundesrepublik publizierten Buch (1980) fortan als Netzwerker zwischen DDR-Opposition, literarischen Szenen und West-Journalisten. Der Band „Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten“ (2022) und die Gedichte „Früher ist morgen“ (2025) versammeln Texte aus allen Zeiten – auch der als Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (2011–2021). Der Gedichtband „Zangengeburt –. Gedichte aus einem anderen Jahrtausend“ erschien (2026) als Replik auf die Erstausgabe 1982 (Piper) im Verlag Ralf Liebe. Als Ansporn zur kritischen Hinterfragung – wie in einem angehängten Gespräch zweier KIs.

Lutz Rathenow. Foto: gezett / Gerald Zörner