Zum Tod des haitianischen Autors Frankétienne
Flaschenpost für planetaren Wandel

Frankétienne, viele Jahre Anwärter für den Literaturnobelpreis, hat sich stets geweigert, seine Heimat Haiti zu verlassen. Hier hat er ein dichterisches Werk entwickelt, das planetare Relevanz entfaltet hat. Zerstörungen, wie sie Erdbeben und von Menschen verübte Gewalt bewirken, setzte er die Hoffnung auf eine Kultur der „Mondialité“ entgegen, die reich ist an archaischer Spiritualität und Großzügigkeit. Mit 88 Jahren ist Frankétienne nun in Haiti gestorben. Aus diesem Anlass veröffentlicht Textor ein Interview, das Andrea Pollmeier im Mai 2010 mit dem Autor und Maler geführt hat.


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Händels „Agrippina“ an der Oper Zürich
Sex, Crime and Politics bei den Mächtigen

Ein echter Wurf gelang mit Agrippina dem Opernhaus Zürich in mehrfacher Hinsicht: musikalisch maßstäblich, als Parabel auf die Machtspiele superreicher Oligarchen aktuell und vor allem ungeheuer witzig und hintersinnig inszeniert. Andrea Richter amüsierte sich bei der Premiere aufs Vortrefflichste und erlebte dort vor allem eine bis ins Letzte ausgefeilte Version des frühen Werks des barocken Opern-am-Laufband-Komponisten Georg Friedrich Händel, an der das exquisite Sänger- und Musikerensemble offensichtlich selbst viel Spaß hatte.


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Zur Souveränität der Nationen
Westliche Werte, Seltene Erden

Es war der amerikanische Philosoph und liberale Theoretiker des Völkerrechts, John Rawls, der den Begriff der „outlaw states“ prägte – was wir mit „Schurkenstaaten” übersetzen. Und es waren traditionelle US-Republikaner, die schon früh eine „schurkische Supermacht“ unter der Regierung von Donald Trump prophezeiten. Ein großer Teil der Europäer sieht sich nun von mindestens zwei dieser Supermächte bedroht, und Repräsentanten deutscher Parteien und Meinungsmedien versuchen sich in neuer Parteilichkeit. Peter Kern setzt seinen Kommentar, den er mit „Wirrwarr auf hohem Niveau“ (TEXTOR, 28. Februar) begann, fort.


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Radikaler Wandel im Bauen
Zur Nachahmung empfohlen!

Es fühlt sich nach dem richtigen Moment an, Gewohnheitsstränge zu verlassen und neue Allianzen einzugehen. Wie die Ausstellung „ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN! erkundungen in ästhetik und nachhaltigkeit“ (ZNE!) zeigte, vermögen interdisziplinäre Fördermodelle Netzwerke zu schaffen, die mehr im Sinn haben als die Unterwerfung unter herkömmliche Kriterien wie Produktorientierung und Outputzwang, schreibt Adrienne Goehler.


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Erinnerung an Klaus Voigt
Mein „Nonantolafreund“

Der Historiker und Philosoph Klaus Voigt, der 2021 in seiner Heimatstadt Berlin gestorben ist, befasste sich für seine Doktorarbeit über den Humanismus mit dem Ablasshändler Marinus de Fregeno und seiner Beschreibung der deutschen Lande. Seine Forschungen führten ihn zur Villa Emma bei Nonantola in der Emilia-Romagna. Dort fanden 1942 jüdische Kinder Schutz vor der Verfolgung durch die Nazis. Christel Wollmann-Fiedler erinnert an den Exilforscher Voigt und seine Arbeiten zur Fluchtgeschichte in Italien 1940 bis 45.


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Lothar Schirmer/Magdalena Kröner: „Die Bienenkönigin nährt am Ende alle …“
Ein langes Leben mit der Kunst

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und mit der richtigen Nase das Potential des ganz Unbekannten aufzuspüren, das macht den erfolgreichen Kunstsammler aus. Wenn er sich dann noch als sorgfältiger Verleger mit der Verbreitung von Kunst Verdienste erwirbt, wird ihn zu Lebzeiten schon ein Nimbus umgeben, der Neugier erregt. Lothar Schirmer hat, um dieser Neugier entgegenzukommen, mit Magdalena Kröner Gespräche über ein langes Kunst-Leben geführt, und Walter H. Krämer hat sich darin vertieft.


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Gedichte von
Jane Wels

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Empfehlung der Redaktion
Netzwerk kulturschaffender Frauen

Das Frankfurter Kranz Journal ist eine Porträtgalerie im Netz, die Frauen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sichtbar macht. Das Journal porträtiert Kolleginnen aus Literatur, Musik und Bildender Kunst, aus Architektur, Design oder Kulturmanagement, freiberuflich wie angestellt und stellt deren Projekte und Ideen der Öffentlichkeit vor.


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