Dass Gustave Flaubert seine Romane brüllend vorgelesen hat, wie die Brüder Goncourt verraten, oder der zeitgenössische Lyriker Jan Röhnert den Rhythmus seiner Gedichte beim Gehen findet, wie er selbst verrät, sollte uns, die wir, gewöhnlich stumm über die Schrift gebeugt, Verse in unserem Inneren aufführen, zu denken geben. Wie das Singen und Tanzen hat auch das Dichten etwa eine gestische, anstrengende, agogisch-dynamische, kurz: körperliche Komponente. Felix Philipp Ingold erinnert an den Erforscher der organismischen Poetik, André Spire.
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