Der Philosoph und Poet Fuad Rifka
Fuad Rifka dichtete das Morgenland

Offensichtlich haben unterschiedliche Kulturen auch unterschiedliche Auffassung davon, was und wie wichtig Poesie ist. Jede Übersetzung ist Interpretation. Das sei ein Problem, das nicht lösbar ist, sagte der syrisch-libanesische Philosoph, Lyriker und Übersetzer Fuad Rifka: „Jeder Übersetzer muss ein Dichter sein. Denken und Dichten bauen die Brücken.“ Fuad, der zu den Erneuerern der arabischen Lyrik gehörte, verstarb am 14. Mai 2011 mit 80 Jahren. Matthias Buth stellt den Dichter mit seinen Versen vor.


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Politik und Religion (I)
Bedrängte Natur, beschränkte Religionskritik

Der mittelalterliche Theologe und Philosoph Jean Roscelin bestand auf dem kategorialen Unterschied zwischen dem Allgemeinen und dem Konkreten, zwischen dem Unwirklichen und dem Wirklichen, zwischen Physik und Metaphysik. Das widersprach kirchlichen Dogmen und ist, wie wir heute wissen, Ausgangspunkt des säkulären Staates. Auch im 21. Jahrhundert ist der Universalienstreit noch nicht beendet. Peter Kern sieht in seinem mehrteiligen Traktat Rationalität und Metaphysik untrennbar vereint. Hier ist der erste Teil.


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Der gottlose Staat
Verfassung first!

Der Staat ist ein Gebilde, das so organisiert sein will, dass niemand zu Schaden kommt. Eine repräsentative Demokratie, wie die unsere, muss Gleichheit der Chancen anstreben. Das liegt in der Verantwortung seiner Volksvertreter und Repräsentanten. Wir leben in keinem Gottes-Staat, sondern in einem Verfassungs-Staat. Es herrscht Glaubensfreiheit. Gläubige, Andersgläubige und Ungläubige müssen miteinander auskommen. Der Staat selbst aber muss gottlos sein. Es gilt, schreibt Helmut Ortner, die Grundsätze des säkularen Staates zu verteidigen.


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Zur Evolution der poetischen Techniken
Poesie als Muskelspiel

Dass Gustave Flaubert seine Romane brüllend vorgelesen hat, wie die Brüder Goncourt verraten, oder der zeitgenössische Lyriker Jan Röhnert den Rhythmus seiner Gedichte beim Gehen findet, wie er selbst verrät, sollte uns, die wir, gewöhnlich stumm über die Schrift gebeugt, Verse in unserem Inneren aufführen, zu denken geben. Wie das Singen und Tanzen hat auch das Dichten etwa eine gestische, anstrengende, agogisch-dynamische, kurz: körperliche Komponente. Felix Philipp Ingold erinnert an den Erforscher der organismischen Poetik, André Spire.


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Aus dem Notizbuch von Eldad Stobezki
Unterwegs

Wer reif für die Insel ist, will abgeschieden sein vom Alltag, vom Dienst. Das mittelhochdeutsche urloubede, aus dem unser Urlaub kommt, bedeutete die Erlaubnis zu gehen, die Verabschiedung. Das klingt endgültig und wird gegenwärtig mit der Verabschiedung ins Rentnerdasein auch so gesehen, spätestens dann, wenn Menschen anfangen, die toten Bekannten zu zählen. Aber Eldad Stobezki auf der Insel Baltrum hat auch Sinn für Weihnachtsmärchen, Fliegen, Schildkröten und Getreide.


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Lyrik von Frauen aus Mittel- und Osteuropa
Daniela Hivešová

Diese Poesie ist in mehrfacher Hinsicht erlesen. Denn sie wird durch die Stimme und Gestaltungskunst einer einzigartigen Rezitatorin versinnlicht und zugleich inhaltlich reflektiert. Birgitta Assheuer hat in ihrer Reihe „Handverlesen“ 25 Gedichte aus 16 Ländern ausgewählt und gelesen, Lyrik von Frauen aus Mittel- und Osteuropa. Zugewandt und klug kommt uns ihre Dichtung entgegen, und wir müssen nur hören. Hier „(Ich hab mich lange vorbereitet)“ von Daniela Hivešová.


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Gedicht von
Ria Endres

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Empfehlung: Frankfurter KunstSäule
Mit Zeichnungen von Daniel Hartlaub

Die Frankfurter KunstSäule ist beim diesjährigen Saisonstart am 5.9.2025 ab 19 wieder dabei. Daniel Hartlaub plant mit dem englischen Musiker Keith Rodway einen Film über seinen als Zeichner und Schriftsteller bekannt gewordenen Onkel Felix Hartlaub (1913 – 1945): Vanished -The Curious Life and Death of Felix Hartlaub. Der Film wird eine animierte Imaginationsebene haben, für die etliche Zeichnungen entstanden sind. Die Zeichnungen werden auf der KunstSäule präsentiert.


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