Isolde Ohlbaums Langzeitporträt „Peter Handke“
Wie Handke Handke geworden ist

Peter Handke teilt sich mit, indem er unaufhörlich schreibt. In Gesprächen dagegen zeigt er sich oft reserviert. Nun öffnet sich ein anderer Zugang zum Schriftsteller Handke, der seinen Werdegang und seine familiären Verhältnisse sichtbar macht. Die Fotografin Isolde Ohlbaum, die vor allem mit Autorenporträts bekannt geworden ist, hat über ein halbes Jahrhundert hinweg den nahe Paris lebenden, prominenten Autor mit zahllosen Momentaufnahmen abgelichtet und eine Auswahl daraus in Buchform veröffentlicht. Martin Lüdke ist davon beeindruckt.


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Trauer um den Religionsphilosophen Thomas M. Schmidt
Meister der Dialektik

Die Dinge des Wissens und der selbstkritischen Reflexion zusammenzudenken mit den Dingen des Glaubens und der Dogmen, also Philosophie und Religion glaubhaft zur Religionsphilosophie zu vereinen, ist mutig und wurde von Thomas M. Schmidt mit einem Selbstverständnis betrieben, das ihm große Anerkennung einbrachte. Am letzten Tag des letzten Jahres ist er plötzlich gestorben. Sein Freund und Kollege Rainer Forst hat ihm einen Nachruf geschrieben.


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Nachruf auf den Autor Bernhard Bauser
FU

Der Autor, Filmemacher, Medienpädagoge Bernhard Bauser, der auch Co-Vorsitzender des Hessischen Schriftstellerverbandes VS war, verdiente sein Geld als Lehrer und Medienpädagoge. Seine Aktivitäten im alternativen Literaturbetrieb, als Performer auf der Bühne und als Videokünstler überblendeten fast seine stillere Kunst, den Dichter Bernhard Bauser. An ihn, der im Dezember des letzten Jahres unerwartet gestorben ist, erinnert Dirk Hülstrunk.


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Valery Tscheplanowas Roman „Ist es Liebe“
„Wie hatte das passieren können?“

Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Valery Tscheplanowa hat jetzt ihren zweiten Roman vorgelegt. Hier erzählt sie von einer Liebe, die Grenzen sprengt und trotz aller Widrigkeiten zu bestehen versucht. In der Beziehung zwischen einer aus bürgerlichen Verhältnissen stammenden Frau und einem aus Nairobi Geflüchteten ohne Aufenthaltserlaubnis prallen soziale, geografische und kulturelle Welten aufeinander. Beim Lesen des auch von Misstrauen und Vorverurteilung handelnden Buches hat sich Walter H. Krämer bei eigenen Vorurteilen ertappt.


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„Hinter die Kulissen“ der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main
Geht alles glatt weiß niemand, dass es mich gibt

Zum Gelingen einer Theaterinszenierung müssen unzählige Rädchen ineinandergreifen. Um die Wünsche von Regie, Dramaturgie, Bühnenbild und Kostüm zu realisieren, unterhalten die Städtischen Bühnen Frankfurt einen riesigen Apparat mit mehr als eintausend Beschäftigten. Als Bindeglieder zwischen den künstlerischen und den handwerklich-technischen Teams sind am Schauspiel vier Inspizienten zugange. Einer von ihnen ist Robert von Marck, den es reizt, in misslichen Situationen die Nerven zu bewahren, um den reibungslosen Ablauf einer Aufführung zu sichern. Doris Stickler hat mit ihm gesprochen und sich verborgene Welten zeigen lassen.


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Worauf sich MAGA, Trump und Vance stützen
Politische Theologie

Wenn es so ist, dass der Ausnahmezustand die Geltung aller geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze aufhebt, dann leben wir in gefährlichen Zeiten. Der gewaltsame Eingriff in die Souveränität anderer Länder auf der ganzen Erde mit vorgeschobenen Begründungen ist bei Regierungen der Großmächte schlechte Gewohnheit, erreicht aber gerade in Verbindung mit pathologischem Weltenherrscherbewusstsein, Ignoranz, Propaganda und bestürzender Unkenntnis ein alarmierendes Niveau. Matthias Buth zeigt auf die ideologischen Wurzeln solchen Handelns.


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Überlegungen zum Mord an Rob und Michele Reiner
Der Mord am Regisseur und die Rückkehr des Urvaters

Das beschönigende Wort Deregulierung lässt vergessen, dass Regeln unser Zusammenleben sichern. Wenn Eltern von ihrem Sohn getötet werden, ist das auch eine öffentliche Angelegenheit. Rob Reiner war nicht nur ein Vater, der ermordet wurde. Er war ein Künstler, dessen Lebenswerk sich mit Vaterschaft, Autorität und der fragilen Möglichkeit von Reparatur beschäftigte. In diesem Sinn – zugegebenermaßen mit einer gewissen Überzeichnung – lässt sich sein Tod, schreibt der Psychiater und Psychoanalytiker Eran Rolnik, auch als eine Art politischer Mord lesen.


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Benny Morris und Joseph Croitoru zur Geschichte Israels
Wie kann es im Nahen Osten weitergehen?

Historiker stützen sich auf ausweisbare Quellen, aufgrund derer sie Geschichte beschreiben, zuweilen auch deuten. Das Deuten, da es interessengeleitet sein mag, bringt die Vergangenheitsexperten oft gegeneinander auf. Und oft, widerspricht ihr Befund der staatlichen Propaganda, werden sie als „umstritten“ gekennzeichnet. Was die Geschichte Israels anbelangt, herrschen unter Historikern des Landes sehr unterschiedliche Meinungen. Die neuesten Veröffentlichungen lassen Jutta Roitsch an einer Lösung der Probleme zweifeln.


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Aus dem Notizbuch von Eldad Stobezki
Übersetzen, Erinnern, Verstehen

Das italienische Wortspiel tradurre=tradire unterstellt, dass, wer übersetzt, zum Verräter wird. Tatsächlich irrt, wer denkt, eine Sprache ließe sich adäquat in eine andere übertragen. Spätestens, wenn es um literarisches Übersetzen geht, gar um poetisches, werden die Differenzen unausweichlich. Das Verstehen, das Eldad Stobezki nicht nur in seinen Aufzeichnungen anstrebt, geschieht womöglich in einer Nachdichtung. Da feiert sich der Verrat auf das Allerschönste.


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Gedicht von Miedya Mahmod
der kopf eines nagels oder: wir reden werkzeug ohne hand herbei

Der Lyriker und Übersetzer Alexandru Bulucz stellt mit Miedya Mahmod eine wichtige literarische Stimme der jungen Generation in Deutschland vor. Miedya Mahmods assoziationsreicher Mix aus Spoken Word, Kurzgeschichte, Lyrik sowie der schnelle Wechsel von einer Sprache in die andere machen ihre Lyrik-Performance zum Erlebnis.


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Empfehlung: Eine performative Recherche in der AusstellungsHalle 1A in Frankfurt am Main
buback komplex

1977 wird Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe ermordet. 2007 erfährt sein Sohn Michael Buback, dass für das Attentat die Falschen verurteilt wurden. 2010 wird das Verfahren in Stuttgart neu eröffnet, das frühere RAF-Mitglied Verena Becker wird wegen dreifachen Mordes angeklagt, dann lediglich wegen Beihilfe zum Mord verurteilt. Autor Wolfgang Spielvogel hat den Prozessverlauf akribisch verfolgt und in dreizehn Gesänge gefasst. Eine performative Recherche von und mit Emilie Škrijelj (Akkordeon), Nicole Horny (Sprache) sowie den Stimmen und Klängen von Ruth Fühner, Beate Jatzkowski, Sopo Kashakashwili, Cornelia Niemann u.a.


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Jahres-Rückblick auf TEXTOR-Beiträge
Wer ihn verpasst hat

In einem Sonder-Newsletter blickte TEXTOR am 30.12.2025 auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Eine chronologisch geordnete Auswahl von Beiträgen aus den Bereichen Literatur, Philosophie, Kunst, Theater, Gesellschaft und Politik wird ergänzt durch Erinnerungen an bedeutende Jahrestage und an verstorbene Persönlichkeiten, die den Kulturbetrieb und gesellschaftliche Entwicklungen nachhaltig prägten. Besondere Reden zu Veranstaltungen wie dem Bergener Stadtschreiberfest, den Frankfurter Römerberggesprächen oder der Verleihung des Bettina-Brentano-Preises sind ebenfalls dabei. Die Links auf Videomitschnitte und Audios des vergangenen Textland Literaturfests dürfen im Rückblick ebenfalls nicht fehlen.


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