Ausstellung „Jardiner, les sciences cachées du jardin.“
Gärtnern, von Paris aus gesehen

„Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten“, soll Rabindranath Tagore gesagt haben. Auch wer dieses unbedachte Ranking bedenklich findet, kann doch kaum das wundersame Verhältnis des Menschen zum Garten leugnen. In Paris ist nun die Ausstellung „Die versteckten Wissenschaften des Gartens“ zu erleben, die mit idealtypischen Gartenprojekten Aspekte des Gärtnerns thematisiert, an die man nicht sogleich denkt. Ruthard Stäblein war dort und berichtet.


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Anna Katharina Fröhlichs Buch „Roberto und Ich“
Grenzenloses Begehren

Die Sonnenseite des Lebens, die wir einzig in der romantischen Literatur aufzufinden glaubten, erhellt überraschenderweise die Buchseiten des sechsten Romans der Autorin Anna Katharina Fröhlich aus dem Jahr 2025. Sie, jung und schön, trifft ihn, den rund 30 Jahre älteren Roberto Calasso, Schriftsteller, Essayist und vor allem, seit 1971, geschäftsführender Direktor der Mailänder Adelphi Edizioni. Calasso stirbt 2021, und Fröhlich schildert ihre Liebesbeziehung über ein Vierteljahrhundert hinweg. Wolfgang Rüger hat sich in die Geschichte hineinbegeben.


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Die Meisterklasse Max Beckmanns
Ehrfurcht vor dem Gegenstand und das Gesetz der Fläche

„Im Schatten eines mächtigen Baumes gedeihen keine saftigen Früchte.“ – Man muss diesen Spruch wohl als Verdacht begreifen, nicht aber als Regel. Denn der Schatten liegt oft genug in den Augen der nachfolgenden Generationen, die nur noch künstlerische Prominenz wahrnehmen. Max Beckmann, dessen zeichnerisches Werk im Städel zu sehen ist, hatte Meisterschülerinnen und Meisterschüler, deren Schaffen und Lebensweg bis hin zu ihren ästhetischen Ab- und Unabhängigkeiten Marion Victor nachzeichnet.


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Ein literarisches Debüt von Emma Cordova
Out of Order

Out of Order erzählt vom Verschwimmen der Grenzen zwischen Realität und fragiler Innenwelt. Auf der Suche nach der eigenen Wahrnehmung und Identität gerät die Protagonistin zunehmend in einen Zustand der Unsicherheit, in dem vertraute Ordnungen und Kontrollmechanismen brüchig werden. Was als funktionierender Alltag beginnt, verliert schrittweise an Stabilität. Wahrnehmungen verschieben sich, zeitliche Bezüge lösen sich auf, und das eigene Erleben entzieht sich eindeutiger Deutung. In dieser Schwebe wird Orientierung prekär, während die Wirklichkeit ihre Verlässlichkeit einbüßt.


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Retter und Gerettete aus Frankfurt am Main in der NS-Zeit
Das Bockenheimer Netzwerk

Das mutige Handeln der im „Bockenheimer Netzwerk“ engagierten Menschen war lange unbekannt. Erst die Soziologin Petra Bonavita fand im Rahmen ihrer Recherchen zu Rettern und Helfern in Frankfurt um die Jahrtausendwende heraus, dass der Theologe Heinz Welke und das Arztehepaar Fritz und Margarete Kahl die Köpfe einer Gruppe von NS-Gegnern waren, die Unterschlupfmöglichkeiten, Fluchtwege und falsche Papiere für Jüdinnen und Juden organisierte. Die Autorin mehrerer Bücher über die NS-Gräuel hat Doris Stickler von ihren Recherchen und von Pfarrer Welke erzählt.


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Ein Zeuge zu viel
Netanjahu weiß von nichts

Hätten Sie’s gewusst? Wissen ist Macht, aber Nicht-Wissen ist noch mehr Macht, wenn man die Macht hat. Ambiguität ist kein Mangel an Kontrolle, sondern eine ihrer raffiniertesten Formen: Verantwortung wird nach unten verlagert, Macht nach oben konzentriert. Vor diesem Hintergrund erscheint Netanjahus Regierungsstil weniger als Anomalie denn als zeitgenössische Variante eines bekannten Musters. Der Psychoanalytiker und Historiker Eran Rolnik beschreibt ein bekanntes Verhaltensmuster der Machtausübung.


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Akustische Gedichte von
Peter Liermann

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Empfehlung: Ausstellung in der Dondorf-Druckerei Frankfurt am Main
„Das Bockenheimer Netzwerk – Zivilcourage und Rettungswiderstand“

Die von der Soziologin Petra Bonavita kuratierte Ausstellung „Das Bockenheimer Netzwerk – Zivilcourage und Rettungswiderstand“ zeigt an ausgewählten Beispielen die Rettung von Menschen, die von den Nationalsozialisten 1933 bis 1945 bedroht und verfolgt wurden. Bei Pfarrer Heinz Welke und dem Arztehepaar Fritz und Margarete Kahl in Frankfurt-Bockenheim liefen die Fäden zusammen (Beitrag „Das Bockenheimer Netzwerk“ siehe oben).


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Empfehlung: Roma und Sinti Philharmoniker im Bockenheimer Depot Frankfurt
Arabesque Symphonique

Mit „Arabesque Symphonique“ eröffnen die Roma und Sinti Philharmoniker ihre Reihe „Roma Romantik“ im Bockenheimer Depot. Unter der Leitung von Riccardo M Sahiti entfaltet das Orchester orientalische Farben und romantische Sinfonik. Zu erleben sind Roger Moreno-Rathgebs orientalischer Tanz aus dem Oratorium „O lungo drom“, Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 und Rimski-Korsakows farbenreiche Scheherazade. 


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