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30 Jahre kaleidoskop Hessen

kaleidoskop bringt seit 1996 darstellende Kunst in kleinere Gemeinden in Hessen. Die Vision seit 30 Jahren: Jedem Kind und Jugendlichen einmal pro Jahr ein spannendes, hautnahes Theatererlebnis zu ermöglichen – auch jenseits des urbanen Raums. kaleidoskop feiert seinen 30. Geburtstag gleich zwei Mal:
einmal mit der Eröffnung des diesjährigen kaleidoskop-Programms am Freitag, 11. September, 15 Uhr, im Seligenstädter Stadtteil Niederfeld mit einer großen Geburtstagstorte und Jana Korbs furioser Allwetter-Performance „RegenLeiter“; zum anderen am Dienstag, 22. September, 10 bis 17 Uhr, in der Jungen Theaterwerkstatt am Zoo, Bernhard-Grzimek-Allee 1, Frankfurt, mit dem Fachtag für junges Publikum in ländlichen Räumen „Zukunftsmodell TOURING?“
Eröffnung am 11.9. in Seligenstadt
Zum kaleidoskop-Auftakt mit Geburtstagsfeier am Freitag, 11. September 2026, 15 Uhr, in Seligenstadt-Niederfeld (Spielplatz zwischen den Hochhäusern in der Berliner Straße 28 – 32) tritt die Luftartistin Jana Korb auf. Auf dem Programm steht ihre furiose Allwetter-Performance mit luftartistischen Höhenflügen „RegenLeiter“. Außerdem darf sich das Publikum auf gemeinsame Spielaktionen und leckeren Geburtstagskuchen freuen. In der Performance „RegenLeiter“ dreht sich alles um das Thema „Wetter“: Schon mal versucht, das Wetter vorherzusagen? Gar nicht so einfach, wenn man nicht die passenden Instrumente hat. Lieber Sonnencreme oder den warmen Pulli einstecken? Das weiß vielleicht die Luftartistin Jana, die mit ihrer mobilen Messstation unterwegs ist. Mit Wetter-Mess-Geräten im Gepäck kann sie auch leichte Schwankungen geschickt auf ihrer Trapezleiter ausbalancieren. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.
Neun Stücke in 13 Gemeinden
2026 gastiert kaleidoskop mit neun Produktionen für Kinder und Jugendliche vom nordhessischen Bad Arolsen bis zum südhessischen Mainhausen in 13 kleineren hessischen Gemeinden. Die kaleidkoskop-Gastspielorte sind in diesem Jahr: Bad Arolsen, Treysa, Stadtallendorf, Gladenbach, Lauterbach, Lich, Schotten, Weilmünster, Friedberg, Friedrichsdorf, Bad Homburg, Seligenstadt und Mainhausen. „Wir freuen uns sehr, dass Bad Arolsen nach einer längeren Pause wieder dabei ist und dass wir Treysa und Friedrichsdorf als neue kaleidoskop-Gastspielorte gewinnen konnten", sagt Heike Scharpff, Projektleiterin von kaleidoskop und fügt hinzu „Einige Gemeinden bedauern sehr, wegen ihrer klammen Kassen in diesem Jahr nicht teilnehmen zu können.“ Zum diesjährigen Programm gehören sowohl Inszenierungen von jahrelangen Wegbegleiter*innen, überregional renommierten Gruppen als auch jungen Künstler*innen aus der freien Kinder- und Jugendtheaterszene. Das kaleidoskop-Team freut sich besonders, dass die "wunderbar rebellische Inszenierung" (kaleidoskop-Jury) "Unsere Grube" der Kölner Gruppe "pulk fiktion" über Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen im Rahmen von kaleidoskop 2026 zur Aufführung kommt, ermöglicht durch die Förderung des Fonds Darstellende Künste. Die Künstler*innen sorgen dafür, dass es vom 11. September bis zum 4. Dezember auf hessischen Bühnen bunt und laut wird, es geht um Tiere; bekannte Geschichten, die neu erzählt werden; Figuren, die sich mit brennenden Fragen zu Liebe und Identitätssuche auseinandersetzen und das alles mit dem Zauber einer Melodie – denn Musik spielt in fast allen Stücken eine prägende Rolle. Am 4. Dezember geht die kaleidoskop-Saison in Stadtallendorf mit einer Aufführung von „Momo“ zu Ende.

kaleidoskop-Stücke 2026
Theater Marabu (Bonn) zeigt „Summ Brumm“, ein Musiktheaterstück ohne viele Worte, aber mit viel Musik für Kinder von drei bis sieben Jahren. Im Mittelpunkt stehen zwei merkwürdige Gestalten, die sich mühsam aus ihrem Kokon herausschälen müssen und erst mal herausfinden müssen, wer oder was sie eigentlich sind. In „Die Lizzylothek“ vom Theater Lakritz (Darmstadt) für Kinder von drei bis acht Jahren geht es um zwei quirlige Mäuse, eine Mäusebuchbibliothek und den großen Traum vom eigenen Buch. Die Performance „Angsthasen“ von Hennermanns Horde (Frankfurt) richtet sich an ein Publikum ab vier Jahren: „Wenn das Kontrabass loslegt, wird die Tänzerin lebendig. Sie entdeckt die Beweglichkeit ihres Körpers, springt, strahlt Freude und Lebenslust aus. Bis – ja was eigentlich passiert? Seltsame Geräusche, dunkle Ecken, Lichtveränderungen kommen ihr komisch vor.“ (kaleidoskop-Jury). Die zentrale Frage des Stücks: Was löst Angst aus und wie kann man sich ihr stellen? Die Jury nahm das überzeugende Stück zum zweiten Mal mit in die Auswahl. Der Held in „Hasen pfeifen nicht“ für Kinder von vier bis zehn Jahren von und mit Nicole Gospodarek (Berlin) ist ein kleiner Hase, der unbedingt pfeifen lernen möchte, aber das können nur Murmeltiere … „In dieser liebevoll inszenierten Figurentheater-Erzählung gelingt es, mit Humor und poetischer Bildkraft Themen wie Träume, Zuversicht und Beharrlichkeit erlebbar zu machen.“ (kaleidoskop-Jury).

Warum mischen sich Erwachsene eigentlich immer ein? Warum sind die Spielideen der Erwachsenen oft so langweilig? Wovor haben die Erwachsenen Angst und wo ist es eine berechtigte Sorge? Um diese und viele andere Fragen, geht es in „Unsere Grube“ für ein Publikum von fünf bis zehn Jahren von pulk fiktion aus Köln. pulk fiktion wurde 2025 mit dem Tabori Preis, der bundesweit höchsten Auszeichnung für Freie Darstellende Künste, ausgezeichnet. In „Ein Schaf fürs Leben“ vom Theaterhaus Ensemble aus Frankfurt am Main macht sich ein hungriger Wolf nachts auf den Weg, um etwas Fressbares zu finden und er hat Glück. Ein einsamer Hof und Stall, darin ein einsames Schaf… Das Theaterhaus Ensemble bringt eine humorvolle und musikalische Geschichte ums Fressen und Gefressenwerden für Kinder von sechs bis zehn Jahren auf die Bühne. An ein Publikum ab sieben Jahren richtet sich „Der Struwwelpeter“. Das TheaterGrueneSosse (Frankfurt) zeigt Heinrich Hoffmanns Kinderbuchklassiker in einer Bühnenfassung, die ganz am Puls der Gegenwart ist. Ausgestattet mit Jägersflinte und Tintenfass verhandeln die Performer*innen die Regeln eines Spiels, von denen das Publikum zunächst nicht weiß, wozu sie da sind, die Inszenierung richtet sich an ein Publikum ab sieben Jahren. Alina Jaggi und Joshua Haines von unknown.possibilities (Braunschweig) zeigen „Momo“ nach dem weltbekannten Buch von Michael Ende als Tanztheaterstück für ein Publikum zwischen acht und 15 Jahren. „Dieses Tanztheater überzeugt durch dynamische, bildstarke Choreografien, getragen von sichtbarer Freude an der Bewegung, die auf das Publikum überspringt.“ (kaleidoskop-Jury). Eintrittskarten für die Vorstellungen gibt es jeweils bei den Veranstaltern vor Ort. www.kaleidoskop-hessen.de. Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Erstellungsdatum: 25.08.2026