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32. Ausgabe von Africa Alive in Frankfurt am Main

Das Filmprogramm der 32. Ausgabe von Africa Alive findet im Kino des DFF und dem Filmforum Höchst statt. Dazu gibt es ein Begleitprogramm mit Eröffnungskonzert von Melane am Samstag, 31. Januar, in der Brotfabrik. Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem Regisseur Souleymane Cissé gewidmet, der im Februar 2025 im Alter von 84 Jahren gestorben ist.
Neben Ousmane Sembène gehört er zu den bedeutendsten Pionieren des Kinos auf dem afrikanischen Kontinent. Zu sehen sind etwa DEN MUSO (Das Mädchen, 1975) über eine gehörlose junge Frau, die vergewaltigt wird, und mit ihrer Familie in Schwierigkeiten gerät, FINYÉ (Der Wind, 1982) über ein studentisches Liebespaar, das aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen kommt, und YEELEN (1987), sein bekanntester Film, der von einen Vater-Sohn Konflikt erzählt.
Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Festival auf den Sudan und die Entwicklungen der vergangenen Jahre, die vom Bürgerkrieg und Vertreibungen geprägt sind, und insbesondere in zwei Dokumentarfilmen, KHARTOUM (1925) und SUDAN, REMEMBER US (2024), thematisiert werden.
Einen weiteren Fokus bilden Animationsfilme, die in Kooperation mit dem Weltkulturen Museum und der dortigen Ausstellung „SHEROES. Comic Art from Africa“ gezeigt werden.
Bei den aktuellen Produktionen sind viele Filme zu sehen, die auf internationalen Festivals liefen, darunter PROMIS LE CIEL (Promised Sky, 2025) aus Tunesien, MY FATHER’S SHADOW (2025) aus Nigeria sowie der Gewinner des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO: KATANGA, LA DANSE DES SCORPIONS (2024) von Dani Kouyaté aus Burkina Faso.

Zum Begleitprogramm gehören: die Gesprächsrunde: Afrikanische Perspektiven am Sonntag, 1. Februar, eine Lesung der sudanesischen Autorin Stella Gaitano am Donnerstag, 5. Februar, eine Tanzperformance von AFROTUDEDANCERS im Foyer des DFF am Freitag, 6. Februar, die Comicpräsentation und Diskussion: Widerstand – Drei Generationen antikolonialer Protest in Kamerun bei medico international am Donnerstag, 12. Februar und das Kinderfest mit ADESA am Sonntag, 22. Februar, um 15:30 Uhr.
Lesung:
Stella Gaitano
Geschichten erzählen ist ein Menschenrecht
In Sudan kämpfen Armee und Miliz landesweit um die Macht. Der Krieg hat die Demokratisierungsbemühungen zerstört und eine Hungersnot sowie massive Fluchtbewegungen ausgelöst. Zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit bleiben in Deutschland weitgehend unbeachtet. Umso wichtiger sind Stimmen wie die der preisgekrönten sudanesischen Autorin und Menschenrechtsverteidigerin Stella Gaitano. In dem Band Endlose Tage am Point Zero erzählt sie von (süd)sudanesischen Lebenswirklichkeiten: Gewalt, Flucht, Trennung und Sehnsucht prägen die Kurzgeschichten – poetisch, schnörkellos und von leiser Hoffnung getragen.
Die Autorin lebt seit 2022 in der nordrhein-westfälischen Stadt Kamen im Exil. Stella Gaitano wird aus ihrem Erzählband auf Arabisch lesen; der literarische Übersetzer Günther Orth wird die Texte auf Deutsch vortragen und das anschließende Gespräch moderieren.
Buchhandlung Weltenleser
Oeder Weg 40
60318 Frankfurt a. M.
Donnerstag, 5. Februar
19:30 Uhr
Eintritt: 10 Euro (Wir bitten um Anmeldung)

Erstellungsdatum: 13.01.2026