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28. Filmtage Globale Perspektiven in Frankfurt am Main

Die 28. Filmtage Globale Perspektiven bieten vom 19. bis 21. Mai 2026 brandneue Filme sowie Rahmenveranstaltungen zu politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den Regionen des Globalen Südens, erstmals im DFF- Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main.
Das Abendprogramm der Filmtage Globale Perspektiven zeigt aktuelle Kinodokumentarfilme zu globalen Themen. Auch das Tagesprogramm präsentiert im Rahmen einer offenen Konferenz neue Spiel- und Dokumentarfilme und regt dazu an, Themen wie Globalisierung, kriegerische Konflikte und Klimafolgen differenziert zu betrachten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Themen Geschlechtergerechtigkeit und Widerstandsbewegungen.
Die Filmtage starten am 19. Mai um 14.30 Uhr mit der deutsch-peruanischen Koproduktion LOVERS IN THE SKY über zwei Transfrauen, die als Köchinnen auf Frachtschiffen des peruanischen Amazonas arbeiten. In KALARI KID (2026) von Maria Kaur Bedi und Satindar Singh Bedi steht das Selbstbestimmungsrecht von Frauen in Indien im Mittelpunkt, während der vielfach prämierte Regisseur Marc Bauder in WHISTLEBLOWER (2026) gefährdeten Informanten folgt, darunter Jean-Jacques Lumumba, dem Großneffen des kongolesischen Freiheitskämpfers Patrice Lumumba. Jens Schanze beleuchtet in MATERIA PRIMA (2026) die Auswirkungen des Lithiumabbaus in Bolivien und Maja Tschumi begleitet in IMMORTALS (2025) den Widerstand junger Menschen nach der Oktoberrevolution im Irak. In Mexiko werden für Tourist:innen illegale Grenzübertritte als Action-Event angeboten; Clara Trischler verwebt das Phänomen in NIGHT OF THE COYOTES (2025) mit den Erzählungen der indigenen Gemeinde vor Ort. Ergänzt wird das ganztägige Filmprogramm durch Filmgespräche mit weiteren Gästen und pädagogisch begleitete Schulvorstellungen.

Filmpreis & Rahmenveranstaltungen
Am 20. Mai 2026 findet um 18.00 Uhr in der Evangelischen Akademie Frankfurt ein Panel statt: Medien Macht und Widerstand: Bilder aus dem Iran mit dem im Exil lebenden Filmemacher Jafar Najafi und der Künstlerin und Aktivistin Parastou Forouhar. Im Anschluss verleiht eine Fachjury sowie eine BJF-Jugend Filmjury den Filmpreis Globale Perspektiven in drei Kategorien.
Die Filmtage ermöglichen in Rahmenveranstaltungen einen tiefergehenden Dialog mit den Filmschaffenden, so in dem transkulturellen Werkstattgespräch „Gemeinsam Filme gestalten“ zu internationalen Koproduktionen zwischen Kreativen aus deutschsprachigen Ländern und dem Globalen Süden. Dies gilt auch für die Masterclass des Dokumentarfilmemachers Robert Krieg, der seit mehr als 40 Jahren Filme im Nahen Osten und Lateinamerika realisiert. Zum Thema Dekolonisierung präsentiert Peter Heller die Filmdatenbank „Afrikas Zeugen“ mit seinen Interviews zur deutschen Kolonialgeschichte, die er in den 1970er- bis 1990er-Jahren in Kamerun, Namibia und Tansania geführt hat. Die AG Globale Perspektiven im Film veranstaltet ein Netzwerktreffen für Filmschaffende und Aktive in der kulturellen und politischen Filmarbeit.
Rahmenprogramm IM FOKUS
Die Filmvorstellungen des Tagesprogramms, Rahmenveranstaltungen und das Programm in der Ev. Akademie sind kostenfrei. Abend- und Schulvorstellungen für angemeldete Teilnehmende im DFF: 5,00 Euro (ermäßigt).
Erstellungsdatum: 05.05.2026