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Laila Pakalniņas Film „Cat on My Mind“

Atmende Bilder

Ewart Reder


Fimstill aus „Cat on My Mind“

Das Verfahren allein ist dem lyrischen Prozess verwandt. Ein objet trouvé – ein gehörtes, gelesenes Wort oder, wie in diesem Fall, aufgefundene, fremde Fotos – löst Assoziationen aus, Ergänzungen der Phantasie, die mit literarischen Recherchen in der Vergangenheit gestützt werden, erfindet manches hinzu, um plausibel Zusammenhänge zu stiften: So entsteht ein lebendiges Kunstgebilde, das nichts anderes als eben das sein kann. Ewart Reder erzählt vom Film CAT ON MY MIND der lettischen Regisseurin Laila Pakalniņa.

 

Ihr Film sei Poesie, sagt Laila Pakalniņa, Regisseurin des Films „Cat on My Mind“, nach dessen Vorführung im Frankfurter Filmmuseum. Das Filmfestival „Go East“ macht Türen auf nicht nur in geographischer Hinsicht. Poesie unabhängig von Wörtern zu denken bringt dem Verständnis von Poesie näher. Poiesis bedeutet machen – nicht Gemachtes, auch nicht darstellen oder Dargestelltes. Keine starre Form, kein definierter Inhalt kann Poesie sein. Ein Mensch mischt sich ein in ein von ihm Vorgefundenes, bringt es durcheinander, setzt es in Bewegung, verbindet sich damit. Das ist Poesie.

Erstellungsdatum: 30.04.2026