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Thomas Meinecke würdigt Barbara Vinken anlässlich ihrer Abschiedsvorlesung an der LMU München

Barbara Vinken hat eine Nachricht geschickt

Thomas Meinecke


Barbara Vinken 2020. Foto: Michaela Melián

Die Autorin und Modetheoretikerin Barbara Vinken sorgt mit ihrer Definition von Weiblichkeit immer wieder für Aufmerksamkeit. An der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hatte sie bis Mitte Juli eine Professur für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanistik inne. Anlässlich ihrer Abschiedsvorlesung hielt der Autor Thomas Meinecke die Laudatio auf eine Frau, die ihn beim Schreiben hinsichtlich Geschlechterrollen stark inspirierte. Er rekapitulierte den Einfluss von Barbara Vinkens Feminismusbegriff auf seine Bücher und die langjährige Zusammenarbeit mit ihr.

 

1992 kam in der edition suhrkamp, altrosa eingeschlagen, ein beinahe fünfhundert Seiten umfassender Reader heraus, der den Titel trug:

Dekonstruktiver Feminismus

Literaturwissenschaft in Amerika

herausgegeben von Barbara Vinken

U4: Entschiedener als die hermeneutisch verharmloste Alterität der Zeiten und Kulturen verlangt die sexuelle Differenz der Geschlechter ein „Verständnis“ jenseits dessen, was Texten nach herrschender literarischer Hermeneutik abverlangt wird.

Ein Jahr zuvor, 1991, war Judith Butlers Gender Trouble, deutsch Das Unbehagen der Geschlechter, in der edition suhrkamp erschienen, – in der neuen Reihe Gender Studies.

Beide Bücher haben gemeinsam, sich stark auf französische Theorie berufen zu haben. Aus amerikanischer Perspektive.

In meinen popistischen Kreisen konnte man damals auf Leute treffen, die sagten: Warum Foucault lesen, wenn Butler ihn für uns gelesen hat?

Und tatsächlich lese ich in diesen Monaten zum ersten Mal gründlich und ausführlich Texte von Luce Irigaray und Monique Wittig, die bei Judith Butler 1990 vorkamen, – im Kontext meines anwachsenden neunten Romans.

Mein Mitte der 1990er Jahre entstehender zweiter Roman, Tomboy, wäre überhaupt nicht denkbar ohne Barbara Vinkens Buch zum Dekonstruktiven Feminismus. Die Einleitung der Herausgeberin macht wie folgt auf:

„Wollen Sie mehr über die Weiblichkeit wissen, so befragen Sie Ihre eigenen Lebenserfahrungen, oder Sie wenden sich an die Dichter, oder Sie warten, bis die Wissenschaft Ihnen tiefere und besser zusammenhängende Auskünfte geben kann.“ Mit diesem für seine männlichen Zuhörer bestimmten Rat schließt Freud im klassischen Topos der Bescheidenheit seinen fiktiven Vortrag über die Weiblichkeit. Von der neugierigen Erforschung dieses Themas, das wie kein anderes Anspruch auf männliches Interesse hat, sind Zuhörerinnen ausgenommen, wie Freud zu Anfang seiner Vorlesung ausführt. Denn sie selbst sind dieses Rätsel, das Freud sich zu lösen hier einmal mehr anschickt. Das Begehren ist erst in der Lösung des Rätsels gestillt. Die Lösung des Rätsels, das Ende des Begehrens, kommt einer Auflösung gleich, einem Aufgehobenwerden, einem spurlosen Verschwinden der Differenz des Weiblichen im Männlichen. Freuds Begehren ist auf das Weibliche als Funktion der Konsolidierung des Männlichen gerichtet, auf eine Bestätigung des Identischen, auf eine Wiederholung des Gleichen.

Einige Seiten später kommt Barbara Vinken, via Lacan und Irigaray, zu einer oszillierenden Definition des Weiblichen. Ich zitiere:

Weiblichkeit ist nicht eine biologische oder kulturelle Identität, sondern das differentielle Moment, das Identität erst ermöglicht, in der zustande gekommenen Identität aber verdrängt wird. Weiblichkeit „ist“ somit eine negative Potenz, Figur der Defiguration, Ent-stellung. Weiblichkeit „ist“ deshalb das Moment, das Identität durchkreuzt; „Frau“ der Ort, wo die Fixiertheit des Geschlechtes durch das Spiel von Differenz und Division ver-rückt wird, wo Geschlecht, Bedeutung und Identität gleichzeitig erschaffen und versetzt werden. Weiblichkeit ist „unheimlich“, nicht weil sie das Gegenteil von Männlichkeit ist, sondern weil sie die Opposition von „männlich“ und „weiblich“ unterläuft. Geschlechterrollen entpuppen sich als institutionalisierte Verkleidungen, Travestien, die, durch kulturelle Codes etabliert, Weiblichkeit und Männlichkeit als geschlechtliche Identitäten vorgeben. Der Verräter, der ausgestoßen werden muss, ist das Prinzip der Differenz, das die Frau verkörpert. Männliche Selbstidentität stellt sich als politische und sexuelle Phantasie heraus. Denn identisch kann der Mann nur sein, solange er die Differenz auslagert und als Kastration auf die Frau projiziert. Gegen die Ordnung dieser Repräsentation steht die Ordnung der Zeichen, in der die Differenz lesbar ist. Weibliches Lesen fördert die differentielle Relation zutage, die unterdrückt wird, damit die Zeichen in der Repräsentation Sinn machen können. Weil die Geschlechter „rhetorisch“ verfasst sind, ist der Ort, an dem diese rhetorische Verfassung lesbar wird, der literarische Text.

Und in dieser Schnittstelle, verfasst von einer Frau von 30 Jahren, komme ich als up-and-coming Schriftsteller von 42 Jahren, der für seinen zweiten Roman Vinken und Judith Butler studiert, ins Spiel. Schon meine hamburgische Lehrerin Marlies Ross, hatte uns, im Deutsch Leistungskurs interessanterweise, Simone de Beauvoirs Le Deuxième Sexe lesen lassen, und ich hatte Beauvoir, wie auch, möchte ich hier kurz loswerden, Vita Sackville West, bereits aus dem Bücherregal meiner Mutter gekannt, doch erst dekonstruktiver Feminismus machte mir klar, dass ich kein Mann bin, sondern einen Mann sein tue. Aufmerksam geworden war ich auf den in den USA damals viel gepriesenen Dekonstruktivismus durch die Pop-Diskurse in subkulturellen deutschen Musikmagazinen sowie die Schallplatten feministischer Riot Girl Bands aus dem pazifischen Nordwesten der USA – wie Bikini Kill oder Sleater-Kinney.

Barbara Vinken hatte meinen Roman Tomboy gelesen und war nun sehr neugierig, was das für ein Mann sein könne, der dieses feministische Buch geschrieben hatte. Sie nahm den Kontakt zu mir auf, und, ich denke, es war im Herbst 1998, als mein Buch erschienen war, dass wir uns im Café des Münchner Literaturhauses trafen.

Barbara Vinken trat, wie wir sie alle kennen, aber ich eben damals noch gar nicht, sehr damenhaft auf. Ich versuchte mich, eigentlich on the spot ja nur Fan, in der Rolle eines Gentleman und nahm Frau Vinken ihre Pelz-Stola ab, die, wie ich mich erinnere, an ihren Enden nicht nur Pfoten, sondern auch ein Köpfchen hatte. Wie ich mich auch daran zu erinnern glaube, dass Barbara Vinken ihren Blick in den folgenden Stunden immer wieder in Richtung des Garderobenständers am Eingang schweifen ließ, zu dem ich die Stola feierlich getragen hatte, und an dem sie nun einsam hing.

Unser Gespräch lief auf high speed und – Thomas Bernhard würde sagen: und also – unvergesslich schön ab. Wir nahmen uns anschließend vor, in Kontakt zu bleiben. Die nächste Gelegenheit bot sich wenige Jahre später. Münchens Sammlung Goetz hatte Barbara Vinken um einen Text zu der Ausstellung Just Love Me. Post/Feminist Positions of the 1990s from the Goetz Collection gebeten. Und Barbara Vinken hatte sich entschlossen, diesen Text gemeinsam mit mir in Gesprächsform zu realisieren. Ich war an dem vereinbarten Tag allein zu Hause und eilte, während Rainald Schumacher von der Münchner Sammlung Goetz die Autorin ins oberbayerische Alpenvorland chauffierte, ins Nachbardorf und kaufte noch eben schnell bei Edeka eine Tüte Bahlsen-Kekse. Sie kennen alle diese gerollten kleinen Waffeln, deren eine Hälfte in Schokolade getaucht wurde. Die füllte ich zu Hause sämtlich in eine große Salatschüssel und stellte die mitten auf den Esstisch, auf dem Herr Schumacher auch sein Aufnahmegerät justierte. Ich war dann, glaube ich, der Einzige, der bei unserem abermals sehr gehaltvollen Gespräch in puncto Waffeln ordentlich zuschlug.

Einige Wochen später trafen Barbara Vinken, Anselm Haverkamp und meine Frau Michaela Melián in der Evangelischen Akademie Tutzing bei einer Veranstaltung aufeinander. Barbara Vinken stellte Michaela ihrem Mann mit den Worten vor: Das ist die Frau von dem mit den Bahlsen-Keksen.

In eben diesem produktiven Gefälle bereisten Barbara Vinken und ich in den folgenden Jahren eifrig Universitäten und Literaturhäuser, auch -festivals, und durften uns für Geld über Gender, Mode, aber auch Gott unterhalten. Ich bin ja, akademisch, lediglich Magister der Theaterwissenschaft, aber meine promovierte und habilitierte Gesprächspartnerin machte mir eines der schönsten Komplimente meines Lebens: Ich hätte ein absolutes Gehör für Theorie. Vielleicht ist es auch das, was mir ein alter Freund, seines Zeichens Philosoph, erst kürzlich vorwarf: Du liest Theorie wie Literatur.

Logisch schlagen sich Barbara Vinkens Worte immer wieder in meinen Romanen nieder. Lassen Sie mich diese etwas schiefe Laudatio mit einem Dialog zwischen ihr und mir aus meinem Roman Lookalikes von 2011 beschließen:

Barbara Vinken hat Thomas Meinecke eine Nachricht geschickt

Daß das Begehren nicht natürlich behavioristisch funktioniert, kann man am besten am Fetisch sehen. Denn der Fetisch erregt, aber er ist beliebig gewählt. Das bizarrste Beispiel für einen Fetisch, das ich kenne, ist die Windschutzscheibe eines Traktors: Ein Junge, der auf dem Land wohnte, wurde dadurch erregt. Daran kann man sehen, daß das Begehren konstruiert und nicht automatisch auf Primärreize oder sekundäre Geschlechtsmerkmale reagiert. Die Frage ist, wieso diese Reize doch relativ weit und normativ verbreitet sind. Daß das so ist, heißt nicht, daß das Begehren beliebig konstruiert werden kann oder daß man es nach eigenem Gutdünken verändern könnte. Sondern man erliegt dieser Konstruktion, derer man nicht Herr ist; insofern unterliegt oder erliegt man dem Begehren.

(In meinem Roman ist typographisch markiert, wer redet, hier muss ich es dazusagen.  – Thomas Meinecke:)

Manchmal auch dem Begehren als solchem. Es gibt ja den Fall, ins Verliebtsein verliebt zu sein. Sich zum Begehren zu entschließen, geht ja wahrscheinlich doch nicht. Das Objekt des Begehrens ist doch vorformuliert oder eingeführt.

(Barbara Vinken:)

Im Begriff des Begehrens schwingt das Erleiden mit. Es stößt einem zu; deswegen wird es oft als Krankheit beschrieben, von der man aber doch nicht geheilt werden möchte, in die man insofern verliebt ist. Es ist wohl ein romantisches Mißverständnis, wenn man glaubt, daß die Liebe an einem bestimmten Individuum hängt. Eher hängt sie, weiß Freud, und nicht nur bei den Neurotikern, an einer Dynamik. Die schönste Beschreibung einer solchen Situation, die kleinkindliche triadische Dynamiken immer wieder fast zwanghaft und resistent gegen alle Erfahrung inszeniert, ist die Geschichte über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne; dieser Mann verliebt sich weniger in eine bestimmte Frau; er sucht immer wieder die gleiche und natürlich ambivalente Dynamik. So daß das Begehren die Wiederholung einer konfliktuellen Konstellation wäre, die man früh erlebt.

Ein anderes Beispiel für diese antiromantische These ist ein ähnlicher Fall für Frauen. Dort beschreibt Freud, dass sexuelle Erfüllung und sexuelles Verbot für die Frau (wir sind hier im 19. Jahrhundert in Wien) so eng verknüpft sind, dass die Erfüllung später an den Ehebruch, heißt ans Verbot, gebunden bleibt.

(Thomas Meinecke:)

Bei Barthes habe ich in Fragments d’un discours amoureux gelesen, daß im Tierreich der Auslöser der sexuellen Mechanik eine Form, ein farbiger Fetisch ist. Das grenzt er gegen das menschliche Begehren ab, wobei ich mich frage, was eigentlich los ist, wenn man eine andere Person über die Entfernung von hundert oder fünfzig Metern, und dabei sogar von hinten, attraktiv finden kann. Das ist ja doch allem, was man theoretisch erlernt hat, entgegengesetzt, aber ich erlebe es. Das ist ein situatives Element und erinnert an die berühmte Vorüberschreitende bei Baudelaire, den Mann in der Menge bei Poe. Das schreibt ja auch Barthes, interessanterweise: daß liebende Männer wartende Männer und also effeminiert sind, wo Objekt und Subjekt durcheinandergeraten.

(Vinken:)

Barthes versucht einen Diskurs des Pathos, nämlich des Liebesleidens, gegen die Mechanik des Behaviorismus zu setzen: Eros, wenn man so will, gegen Sex. Deshalb nimmt er keinen Auslöserreiz an, der unmittelbar eins zu eins funktioniert, wie das der Behaviorismus postuliert. Das pornographische Phantasma nimmt nun, zur Beruhigung aller (sex is just nature, Natur, die einem, wie es bei Woyzeck so schön heißt, einfach kommt), eben dieses behavioristische Szenario des Reiz-Reaktions-Schemas an. Barthes, wie du sagst, setzt dagegen das die passio erleidende Subjekt; deshalb auch Werther als eine der wichtigsten seiner Quellen; in einer eigenartigen Parodie Christi ist die Liebeskrankheit des Werther ja ein Leiden zum Tode.

(Meinecke:)

Hier mal eine Stelle von Barthes:

Ich begegne in meinem Leben Millionen von Leibern; von diesen Millionen kann ich nur einige Hundert begehren; von diesen Hunderten aber liebe ich nur einen. Der Andere, dem meine Liebe gilt, bezeichnet mir diese Besonderheit meines Verlangens. Diese Wahl, die so streng ist, daß nur der Eine, Einzige übrig bleibt, macht, sagt man, den Unterschied der analytischen und der liebenden Übertragung aus; die eine ist universal, die andere spezifisch. Es hat vieler Zufälle, vieler überraschender Koinzidenzen bedurft (und wahrscheinlich vielen Suchens), bis ich das Bild finde, das, unter tausend anderen, meinem Verlangen entspricht. Da liegt ein tiefes Rätsel verborgen, für das ich den Schlüssel niemals auffinden werde: Warum begehre ich gerade ihn? Warum begehre ich ihn unablässig, sehnend? Begehre ich ihn als Ganzes (eine Silhouette, eine Form, ein Gesichtsausdruck)? Oder nur einen Teil dieses Körpers? Und was ist in diesem Falle dazu ausersehen, an diesem geliebten Körper für mich zum Fetisch zu werden? Welcher vielleicht unglaublich kleine Teil, welche unwesentliche Eigenschaft? Die Kuppe eines Fingernagels, ein etwas abgeschrägter Zahn, eine Haarsträhne, eine bestimmte Art, beim Reden, beim Rauchen, die Finger zu spreizen? Von allen diesen Falten des Körpers gelüstet es mich zu sagen, daß sie anbetungswürdig sind. Anbetungswürdig soll heißen: das ist meine Begierde, soweit sie je einzelne Begierde ist: Das ist es. Genau das ist es (was ich liebe). Dennoch, je deutlicher ich die Besonderheit meiner Begierde erlebe, um so weniger kann ich sie benennen; der Präzision der Zielscheibe entspricht ein zitterndes Schwanken des Namens; das Eigentümliche der Begierde kann nur die Uneigentlichkeit der Aussage hervorbringen. Von diesem sprachlichen Mißlingen bleibt lediglich eine Spur erhalten: das Wort anbetungswürdig. Anbetungswürdig ist die flüchtige Spur einer Müdigkeit, einer Müdigkeit der Sprache. Von Wort zu Wort mühe ich mich ab, von meinem Bild das Gleiche anders zu sagen, das Eigentümliche meiner Begierde uneigentlicher: eine Reise, an deren Ende meine letzte Philosophie nur darauf hinauslaufen kann, die Tautologie anzuerkennen und zu praktizieren. Anbetungswürdig ist, was anbetungswürdig ist.

(Meinecke:)

Dieses tautologische Moment finde ich interessant, und es schlägt sich wahrscheinlich auch in Liebeskorrespondenzen nieder, die nichts anderes aussagen können als: Ich liebe Dich.

(Vinken:)

Das Ende der Sprache, von dem Barthes hier spricht, ist eine Sprache, die nur noch tut und nichts mehr bezeichnet; deshalb wird die Sprache der Liebe bei Barthes als reines Performativ beschrieben. Was Barthes versucht, ist eine Absetzung eines erhabenen Diskurses der Liebe von einem Diskurs des Sexus, der nach bestimmten Reizen viele Körper begehrt. Liebe ist bei Barthes an diese vollkommene Exklusivität des Einzigen gebunden, der alle andern ausschließt. Unsere Präferenz ist gerade keine der Vollkommenheit (er war schön wie ein junger Gott), sondern eine der Unvollkommenheit, der abgeschrägte Zahn, oder, um es mit Benjamin zu sagen, die Laufmasche (Tomboy, erste Seite). Es ist die Unvollkommenheit des Anderen, die Lücke, die Unzulänglichkeit, an der sich die Liebe kristallisiert. Es ist ein Diskurs der Entleerung des Subjektes an jemanden Anderen, der wesentlich in der Sprache liegt.

(Meinecke:)

Deswegen ist es reizvoll, über dieses Thema zu schreiben, was dann so wie ein Tanz der Sprache ist, der die Sache nicht be-, sondern in unendlichen Annäherungen nur umschreiben kann. Deswegen braucht das Begehren eine Bühne, auf der ein tautologisches Gespinst ausgebreitet ist. Alles, was im klassischen Sinn Handlung ist, wird hier zum kinky Beiwerk: Lotte, Brot schneidend.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

 

 

LMU, 15. JULI 2026 – LAUDATIO FÜR BARBARA VINKEN

 

 

 

Dekonstruktiver Feminismus
Herausgegeben von Barbara Vinken

Suhrkamp Verlag 1992 / 2015

ISBN: 978-3-518-11678-4

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Erstellungsdatum: 21.07.2026