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Fiktives Interview mit dem armenischen Dichter Tumanyan und Dana Kube

Ein Schnellboot neben dem großen Tanker Bildungssystem

Dana Kube


Ein Blick in die Baustelle des Lernzentrums TUMO

Für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit von jungen Menschen wird in Frankfurt am Main im April ein wegweisendes Leuchtturmprojekt eröffnen. Der Name TUMO des MINT-Lernzentrums geht auf den armenischen Dichter Hovhannes Tumanyan zurück. Die Stadtverordnete und Bildungswissenschaftlerin Dana Kube beschreibt das innovative Projekt für digitale Bildung und wählt dafür die Form des fiktiven Gesprächs mit dem Namensgeber.

 

Szene: Ein heller Raum im NordWestZentrum in Frankfurt – noch riecht es ein wenig nach frischer Farbe. Zwischen großen Bildschirmen, Glasräumen und weichen Bean Bags nimmt der ältere Dichter und Journalist Herr Tumanyan Platz. Ihm gegenüber sitzt Frau Dr. Kube, Bildungs- und KI-Forscherin sowie Vorsitzende des Bildungsausschusses in Frankfurt.


Michael Strauß (KfW), Sahak Artazyan (Förderverein für TUMO Frankfurt), Dana Kube (Stadt Frankfurt), Sylvia Weber (Stadt Frankfurt), Danijel Dejanovic (Volkshochschule Frankfurt)


Tumanyan:
Sie sprechen oft von Chancengleichheit.

Dr. Kube: Ja. Für mich gilt es alle Mittel, die uns zu Verfügung stehen einzusetzen, um den „digital divide” zwischen armen und reichen Schülerinnen und Schülern abzubauen, der in einer Stadt wie Frankfurt – wo jedes 5. Kind von Armut bedroht ist – für viele Kinder den Schulaltag bestimmt. Es gilt darum unsere Existenz als Gesellschaft zu sichern. Kritisches Denken und mündiges Gestalten zu ermöglichen und demokratische Teilhabe zu stärken. Ich erhoffe mir auch insbesondere junge Mädchen für MINT zu begeistern. Denn Zukunft entsteht dort, wo Zugang möglich wird.

Tumanyan: Ein Schnellboot also neben dem großen Tanker Bildungssystem? Wann legen Sie mit diesem Schnellboot denn ab?

Dr. Kube: Am 14. April 2026. Dann öffnen wir die Türen für Frankfurts Kinder. Wir sind sehr gespannt – und voller Zuversicht, dass sich dieses große Projekt lohnt.

Tumanyan (lächelt mild):
Ich muss sagen, Frau Dr. Kube: Gerade weil ich aus einem ganz anderen Jahrhundert stamme, finde ich die Ideen von TUMO faszinierend. Leider werde ich selbst nicht mehr in den großen Hallen der digitalen Entdeckungen wandeln können, freue mich aber als Namensgeber behilflich gewesen zu sein. Es klingt nach einem Ort, an dem Kinder wachsen dürfen. Ein Haus voller leiser Zukunftsmusik. Und vielleicht, Frau Dr. Kube, schreiben die Kinder, die hier lernen, eines Tages Geschichten, die wir beide lesen möchten.

Dr. Kube: Das ist die Idee. 


Szene: Die Glaswände spiegeln ihr Lächeln. Draußen rauscht das Leben der Mall weiter – doch hier, inmitten des Alltäglichen, beginnt etwas, das größer ist als Einkaufstüten: ein Raum für Möglichkeiten.

 

 

Erstellungsdatum: 14.01.2026