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Alexandra Grant im Neue Museum Nürnberg

Ein Stern genügt, um an das Licht zu glauben


Grant detail after Cixous1

Das Neue Museum Nürnberg (NMN) zeigt ab 17. Juli 2026 die Ausstellung „Ein Stern genügt, um an das Licht zu glauben“ der amerikanischen Künstlerin Alexandra Grant (geb. 1973). Für das NMN erschafft sie acht große Gemälde auf Basis von literarischen Texten von acht Autorinnen. In ihren Werken werden Literatur, weibliche Weltaneignung und Malerei eins. 

 

Es ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in einem deutschen Museum und ihre zweite in Europa.

Die US-amerikanische Künstlerin Alexandra Grant (*1973) übersetzt literarische Texte in Bilder. Dafür arbeitet sie auf großen Papierbahnen mit farbiger Schrift, die ebenso gelesen wie gesehen werden will. Grant versteht sich als Vermittlerin weiblicher Stimmen, die sie verstärkt, um ihnen Gehör zu verschaffen. Für ihr Projekt im Neuen Museum ist sie auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit und Gegenwart Nürnbergs gegangen. Vier der acht Autorinnen, mit denen sie sich beschäftigt hat, stammen aus oder leben in der Stadt, die sich gerade ihrer Geschichte als Literaturstadt besinnt.


Grant detail after Fueg1

 

Die Ausstellung untersucht exemplarisch die Rolle von Frauen in der Vergangenheit und Gegenwart der deutschen Literatur. Zu den behandelten Themen gehören die Selbstfindung von Frauen durch das Schreiben im Laufe der Geschichte (im Konflikt mit kulturellen und gesellschaftlichen Erwartungen), Migration nach und aus Deutschland sowie innerhalb Deutschlands. Auch spirituelle Erfahrung und Expertise, Depression und Hoffnung, Krieg, Armut und Zugang zu Ressourcen sowie Humanismus und Diskriminierung gehören zum Spektrum. Die Autorinnen erheben ihre Stimmen, zu denen Alexandra Grant ein künstlerisches Echo schafft. Durch Typografie und Komposition, die die Künstlerin für jeden Text spezifisch entwickelt, thematisiert sie weibliche Sprache und weibliche Erfahrungshorizonte.


Grant detail after Ebner1

 

Die Liste der Autorinnen, deren Texte Grant bearbeitet, umfasst Christina Ebner (geb. Nürnberg, 1277–1356), Maria Catharina Stockfleth (geb. Nürnberg, 1633–1692), Gisela Elsner (geb. Nürnberg, 1937–1992), Hélène Cixous (geb. Oran, Algerien, 1937), Fatma Aydemir (geb. Karlsruhe, 1986), Rasha Khayat (geb. Dortmund, 1978), Pauline Füg (geb. Leipzig, 1983, arbeitet in Nürnberg) und Olivia Wenzel (geb. Weimar, 1985). Damit besteht bei vier Schriftstellerinnen ein Bezug zu Nürnberg.

Die Auswahl zeigt aber auch eine inhaltliche Verbindung des weiblichen Kosmos über die Jahrhunderte hinweg. Alle Texte thematisieren Wege in die Dunkelheit, aber auch Licht und Hoffnung.

 

 

 

 

Neues Museum Nürnberg

Klarissenplatz
90402 Nürnberg

17.07.2026
bis 11.10.2026

Erstellungsdatum: 18.07.2026