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Musik und Texte aus dem Ghetto Kinderoper Brundibar Mörfelden-Walldorf

Der bekannte Schauspieler Roman Knižka liest Texte und Erinnerungen an das Ghetto. Das Bläserquintett Opus 45 (Mitglieder der Hamburgischen Staatsoper, Dresdner Philharmonie u.a.) spielen Musik von dort inhaftierten Komponisten. 40-50 Schüler:innen der Bertha-von-Suttner-Schule übernehmen den Sprechchor aus der Kinderoper "Brundibar"
Edith Erbrich, die als Kind nach Theresienstadt deportiert wurde, spricht zum Schluss über ihre eigenen Erinnerungen. Hochqualifizierte Musiker, ein hervorragender Sprecher, eine Holocaustüberlende und die Mitwirkung von vielen Jugendlichen aus Mörfelden-Walldorf. Eine Erinnerung an das Ghetto Theresienstadt, in dem 140.000 Jüdinnen und Juden zwischen 1941 und 1945 inhaftiert waren. Darunter waren 15.000 Kinder - nur 132 von ihnen überlebten.
Es scheint kaum vorstellbar, dass sich in Theresienstadt trotz katastrophaler Lebensbedingungen, zermürbender Zwangsarbeit, ständigem Hunger, Krankheit und der allgegenwärtigen Todesangst ein reges kulturelles Leben entwickelte: Organisiert von den Inhaftierten gab es Vorträge, Theater- und Opernaufführungen, Kabarett, Kammermusikdarbietungen.
Über fünfzig Mal wurde allein die Kinderoper „Brundibár“ des deutsch-tschechischen Komponisten Hans Krása (1899 - 1944) mit großem Erfolg aufgeführt.

Vom Singen im Chor bis hin zur Gestaltung des Bühnenbilds wirkten Kinder und Jugendliche an der Inszenierung maßgeblich mit.
Für junge Menschen waren die künstlerische Betätigung und der Unterricht, den jüdische KünstlerInnen und PädagogInnen im Lager organisierten, von großer Bedeutung. Beides enthob, zumindest für einen Augenblick, von den Grauen des Alltags. Wie vielfältig die Kreativität junger Menschen in Theresienstadt war, dokumentieren zahlreiche Texte, Gedichte und Zeichnungen.
Knižka liest aus Werken u.a. von Ruth Klüger, Zvi Cohen, Leo Strauss, Jana Renée Friesová ... Gedichte und Texte von Kindern und Jugendlichen, die in Theresienstadt inhaftiert waren, kommen ebenso zu Gehör, wie Lyrik der in Theresienstadt als Kinderkrankenschwester arbeitenden Schriftstellerin Ilse Weber.
Das Bläserquintett OPUS 45 spielt Kompositionen u.a. von Roman Pavel Haas, Hans Krása, Viktor Ullmann und Gideon Klein. In Theresienstadt inhaftiert und von den Nationalsozialisten ermordet, geriet das Werk dieser bedeutenden Komponisten nach Ende des Zweiten Weltkriegs lange Zeit in Vergessenheit.
Edith Erbrich (in Ffm geb.) war 7 Jahre alt, als sie im Februar 1945 von Frankfurt nach Theresienstadt deportiert wurde.
Horváth-Zentrum
Familie-Jürges-Weg 1
64546 Mörfelden-Walldorf
Samstag, 25 April 2026
um 19 Uhr
Anmeldung unter:
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oder Tel.: 06105/406 33 77
Erstellungsdatum: 21.03.2026