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Gedicht von Elisa Edler

Linienführung

Elisa Edler


 

Gebetsbücher der Gräser geblättert,

herbem Zauber ganz hingegeben.

Schattenstill, scheu. Es stiehlt sich

später Herbst ein, hausse de tristesse.

 

Sonnenuntergänge verwelken in

Wolkennetzen gefangen, beerenrot.

Rare Krähenrufe plagiieren ergraute

Verse aus ferner Oberiuten-Werkstatt.

 

Licht, unstet. Luftströme, zerstreut.

Lust, allein Aquarell auf kahles Papier

zu tupfen, sediert per se im Duktus

dieser nebelig geneigten Sequenz.

 

 

 

Erstellungsdatum: 23.04.2026