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Litprom auf der Frankfurter Buchmesse 2026

Litprom – Promoting Global Stories


Foto: Litprom

Seit 1984 ist Litprom (jetzt: Litprom – Promoting Global Stories, eine Initiative der Frankfurter Buchmesse) Anlaufstelle für die Förderung von Übersetzungen belletristischer Werke aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der arabischen Welt, Israel und der Türkei ins Deutsche. Das Programm soll den literarischen Kulturaustausch anregen und stärken. 

 

„Des Paradieses Töne“ – Arabische Lyrik in deutscher Sprache
 
Was können uns Gedichte erzählen, die vor rund 1500 Jahren auf der Arabischen Halbinsel entstanden sind? Was lässt sich in vermeintlich bekannten Geschichten wie „Tausendundeiner Nacht“ durch eine neue Übersetzung entdecken? Die klassische arabische Literatur gehört zu den großen Traditionen der Weltliteratur und ist im deutschen Sprachraum dennoch erstaunlich wenig bekannt. Ein Gespräch über die Kunst des Übersetzens und die gesellschaftliche Bedeutung von Poesie; über den verdienten Platz alter arabischer Literatur in unserer Vorstellung von Weltliteratur und welche Rolle Initiativen wie der Sheikh Zayed Book Award dabei spielen.
Mit Claudia Ott, Arabistin, Musikerin, Übersetzerin (u.a. Tausendundeine Nacht bei C.H. Beck)  und Stefan Weidner, Islamwissenschaftler, Autor und Übersetzer, Preisträger des Sheikh Zayed Book Award 2026 in der Kategorie „Arabische Kultur in anderen Sprachen“
Moderation: Christian Junge, Arabist und Islamwissenschaftler 
 

Veranstaltung auf Deutsch, Simultanübersetzung Arabisch (Mustafa Al Slaiman) und Englisch (Carmen Grau).
Veranstalter: Litprom / Frankfurter Buchmesse und Sheikh Zayed Book Award

 

Junko Takase: Richtig gutes Essen. Ein Gespräch mit der Autorin, Akutagawa- und Subaru-Literaturpreisträgerin
 
In Zusammenarbeit mit der Agentur für kulturelle Angelegenheiten der japanischen Regierung hat Litprom in den letzten Jahren japanisch-deutsche Verlags-Matchmakings organisiert. Nun feiern wir gemeinsam einen großen Erfolg dieses Formats: Dumont wurde beim Matchmaking auf Junko Takases Roman „Richtig gutes Essen“ aufmerksam. Er ist dort in deutscher Übersetzung von Yoko Ann Hamann erschienen.
Die Autorin ist auch in der Stadt zu erleben, beim Lesefestival Open Books: Am Freitag, 9.10. um 17 Uhr in der Evangelischen Akademie, Römerberg 9.
 
Eine angepasste Bürokarriere, eine zuvorkommende Frau, richtig gutes Essen – Nitani weiß, worauf es im Leben ankommt. In seinem Büro ist Ashikawa die perfekte zukünftige Ehefrau: liebenswürdig und entschlossen, ihn von seiner Sucht nach Instantnudeln zu befreien. Aber es fällt ihm immer schwerer, sie zu respektieren, da sie sich die Zuneigung ihrer Kolleg*innen durch Backen statt durch harte Arbeit sichert. Seine Kollegin Oshio ist unkonventioneller – sie ist Nitanis Trinkpartnerin. Humorvoll und klug stellt Junko Takase die Frage, warum wir im Leben manchmal falsch abbiegen, und zeigt anhand einer starr reglementierten Bürogemeinschaft die Absurditäten des modernen Zusammenlebens auf. Ein Gespräch über den Schreibprozess, Essen in all seinen Facetten, den Bürokosmos als Spiegel der Gesellschaft – und die Veröffentlichung des Romans in Japan, Deutschland und Großbritannien.
Moderation: Malu Schrader
 
Veranstaltung auf Deutsch, konsekutiv aus dem Japanischen (Masako Tsuno) und simultan ins Englische (Carmen Grau) gedolmetscht.
Gefördert durch die Agentur für kulturelle Angelegenheiten der japanischen Regierung. 
Organisiert von VIPO (Visual Industry Promotion Organization, Japan) und Litprom / Frankfurter Buchmesse.
Im Anschluss finden eine Signierstunde an der Global Stage (14:00 – 14:30) und ein Meet & Greet mit der Autorin am japanischen Stand, Halle 4.2 F34 (15:00 – 16:00) statt.

 

Der menschliche Einfallsreichtum: Wie man unvergessliche Figuren erschafft.

Der preisgekrönte ägyptische Autor Ashraf Elashmawy im Gespräch mit dem Übersetzer Peter Daniel

Der ägyptische Autor und Gewinner des Sheikh Zayed Book Award 2026 in der Kategorie „Literatur“ erschafft Charaktere, die sich mit Einfallsreichtum und Beharrlichkeit in einer von gesellschaftlichen Umbrüchen geprägten Welt behaupten. Das preisgekrönte Werk „Geburten im Zoo“ (arab. Original bei Al Dar Al Masriah Al Lubnaniah 2024) ist ein Triptychon aus sozialsatirischen Novellen. In „The Lady of Zamalek“ (engl. Übersetzung Peter Daniel, Hoopoe 2021) entsteht durch fünf Erzählfiguren ein Epos des modernen Ägypten und auch in „The House of the Coptic Woman“ (engl. Übersetzung von Peter Daniel, Hoopoe 2023) sind die Protagonisten die treibende Kraft der Geschichte. Ein Gespräch über die Entstehung der Figuren, den arabischen Realismus und die dokumentarische Perspektive eines fesselnden literarischen Werks.
Mit Ashraf Elashmawy (Autor, Ägypten, Sheikh Zayed Book Award 2026) und Peter Daniel (Übersetzer zweier Werke von Ashraf Elashmawy ins Englische) 
Moderation: Cornelia Wegerhoff, Kulturjournalistin
Veranstaltung auf Englisch, Simultanübersetzung Deutsch (Carmen Grau) und Arabisch (Mustafa Al Slaiman).
Veranstalter: Litprom / Frankfurter Buchmesse und Sheikh Zayed Book Award

 

Zwischen Krieg und Erinnerung: Wer erzählt die Geschichte? Literarische Stimmen aus dem Sudan

Aktuelle literarische Perspektiven auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Sudan: Schon im vierten Jahr tobt dort ein Krieg, der als Machtkampf begann und sich zu einer der größten humanitären Krisen unserer Zeit entwickelt hat. In dem Gespräch geht es um die Frage, wer diese Realität erzählt – und wie. Welche Stimmen prägen das Bild des Landes? Welche Geschichten bleiben ungehört? Und mit welchen Mitteln und Medien wird Erinnerung, Gegenwart und Zukunft literarisch verhandelt?
Mit Yassmin Abdel-Magied (Autorin, Sudan / Australien) und Stella Gaitano (Autorin, Sudan / Deutschland)
Moderation: Cornelia Wegerhoff, Kulturjournalistin
 
Veranstaltung auf Englisch.
Veranstalter: Litprom / Frankfurter Buchmesse

 

Afrikanische Comics: Die Dekolonisierung des Bildes
 
Verleger aus Afrika diskutieren mit einer Expertin für afrikanische Comics zentrale Fragen: Wie lassen sich koloniale Bildwelten und tradierte Erzählmuster im Medium Comic aufbrechen – und wie entstehen dabei neue Perspektiven? Im Gespräch geht es um Machtverhältnisse im Storytelling: Wer erzählt für wen – und unter welchen Bedingungen? Welche Bilder, Figuren und Narrative prägen die Darstellung afrikanischer Lebensrealitäten, und wo setzen Künstler*innen und Verlage bewusst Gegenbilder? 
Mit Suyru Njoka (ZEBRA, Kamerun) und Bourahima Zongo (Éditions Grenier, Burkina Faso)
Moderation: Joëlle Epée Mandengue, Comiczeichnerin, Kuratorin und Festivalgründerin
 
Suyru Njoka und Bourahima Zongo sind Teilnehmer am Internationalen Förderprogramm Frankfurt Global Network, das von Litprom organisiert wird. Ihre Bücher sind am Gemeinschaftsstand in der Halle 3.1, E53 zu finden.
 
Veranstaltung auf Englisch.
Veranstalter: Litprom / Frankfurter Buchmesse und Weltkulturen Museum Frankfurt

 

 

 

 

Frankfurter Buchmesse 

Litprom: Halle 3.1, E53. 

Freitag, 9.10.2026 | 17:00 – 18:00 | Dialogue Stage, Halle 4.0 Foyer
„Des Paradieses Töne“ – Arabische Lyrik in deutscher Sprache

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Samstag, 10.10.2026 | 13:00 – 14:00 | Global Stage, Foyer Halle 5.1/6.1
Junko Takase: Richtig gutes Essen. Ein Gespräch mit der Autorin, Akutagawa- und Subaru-Literaturpreisträgerin

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Samstag, 10.10.2026 | 16:00 – 17:00 | Dialogue Stage, Halle 4.0 Foyer
Der menschliche Einfallsreichtum: Wie man unvergessliche Figuren erschafft. Der preisgekrönte ägyptische Autor Ashraf Elashmawy im Gespräch mit dem Übersetzer Peter Daniel

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Sonntag, 11.10.2026 | 12:00 Uhr – 13:00 Uhr | Global Stage, Foyer Halle 5.1/6.1
Zwischen Krieg und Erinnerung: Wer erzählt die Geschichte? Literarische Stimmen aus dem Sudan

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Sonntag, 11.10.2026; 13:00 – 14:00; Global Stage, Foyer Halle 5.1/6.1
Afrikanische Comics: Die Dekolonisierung des Bildes

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Erstellungsdatum: 29.09.2026