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Turandot in der Oper Frankfurt am Main

Giacomo Puccinis berühmte Oper über die grausame Prinzessin Turandot mit der Parade-Arie für Tenöre „Nessun dorma“ hat am 12. April 2026 Premiere im Frankfurter Opernhaus. Inszeniert von Andrea Breth, dirigiert von GMD Thomas Guggeis und stimmlich hochkarätig besetzt, verspricht diese Neuproduktion ein musik-theatralischer Leckerbissen für das Publikum zu werden.
Schön und grausam ist die Prinzessin Turandot. Sie bricht mit allen Konventionen und bietet ihrem Volk ein blutiges Schauspiel. Entgegen dem Wunsch ihres Vaters weigert sich Turandot zu heiraten. Sie stellt eine schier unmögliche Bedingung: Wer sie zur Frau haben will, muss drei Rätsel lösen. Wer jedoch daran scheitert, wird öffentlich hingerichtet. Auch Prinz Calaf, der als Flüchtling nach Peking gelangt, verfällt unmittelbar Turandots Aura. Als es ihm tatsächlich gelingt, alle drei Rätselfragen zu beantworten, wird die Prinzessin in ihren Grundfesten erschüttert. Turandot entfacht einen offenen Machtkampf, der am Ende auch unschuldige Opfer fordert.
Der aus Persien stammende Turandot-Mythos war für Giacomo Puccini eine willkommene Vorlage, um seine Musiksprache an die Entwicklungen der Moderne anzupassen. Seine Partitur besticht neben lyrischem Belcanto und buffoneskem Witz folglich mit rhythmischen Überlagerungen, beißenden Dissonanzen und schwebenden Klangfarben. In den zahlreichen Chorszenen hallt die Brutalität der politischen Massenbewegungen wider, die zur Entstehungszeit des Werkes Anfang der 1920er Jahre immer lauter wurden.
Inhaltlich verfolgten Puccini und seine Librettisten das Ziel, Turandots Wandlung von einer hassenden zu einer liebenden Frau plausibel zu erzählen. Ein Vorhaben, das nicht nur am hartherzigen Charakter der Protagonistin, sondern auch an Puccinis überraschendem Tod im Jahr 1924 scheiterte: Das abschließende Liebesduett zwischen Turandot und Calaf lag zu diesem Zeitpunkt lediglich als Skizze vor, die Oper blieb ein Fragment.
In der Neuinszenierung wird dem Werk ein neu komponierter Prolog aus der Feder von Lucia Ronchetti vorangestellt. Auf subtile Weise vermittelt sich darin das Vorgefühl einer Katastrophe, die schon in den ersten Takten von Puccinis Partitur ihren unaufhaltsamen Lauf nimmt.
Untermainanlage 11
60311 Frankfurt am Main
Premiere
12. April 2026
Weitere Vorstellungen:
16., 19., 25. April,
1., 3., 9., 14., 17., 23., 29., Mai
4. Juni 2026
Erstellungsdatum: 11.04.2026