Epikrise der russischen Selbstvergiftung
Wie funktioniert Putins Propaganda? „Pop-up-Propaganda – Epikrise der russischen Selbstvergiftung“ ist eine so eindrucksvoll akribische wie düstere Bilanz, was Putins Propaganda mit Russland und seinen Bürgern gemacht hat. Ein abgrundtiefer Blick in die Methoden einer nahezu allumfassenden totalitären Bewusstseinsindustrie. Mit ihrem Buch hierzu hat Irina Rastorgueva den Leipziger Buchpreis gewonnen.
Die Gewalt, die die russische Gesellschaft unerbittlich im Griff hat, ist eine Fortführung der paranoiden Suche nach Feinden, der nächtlichen Verhaftungen, Durchsuchungen und Folterungen sowie der Gulags aus dem Sowjetregime – in grellem, neuem Gewand und verschmolzen mit dem Gangstertum der Neunzigerjahre. In ihrem einzigartigen Ton, der so präzise wie ironisch ist, zeigt Irina Rastorgueva in einer Montage aus Zeitungsfundstücken und unabhängigen
Berichten das Wirken der russischen Selbstvergiftung.
Irina Rastorgueva, Journalistin, Autorin, Berlin
Erstellungsdatum: 02.04.2025