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Magda Szpecht im Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt

In „She Stands in the Middle of a Battlefield“ sucht die polnische Theaterregisseurin Magda Szpecht Worte und Formen für das Gefühl, eine Freundin und Schwester in den Krieg ziehen zu sehen – und ihr dennoch Halt geben zu wollen. Vom Alltag an der ukrainischen Front erfährt sie über Text- und Sprachnachrichten.
Und auch davon, wie sich Kameradschaftlichkeit, Idealismus und Sexismus überlagern. Innerhalb einer vielschichtigen Partitur mit neuen Bildern des Krieges, Fragmenten aus Open-Source-Recherchen, persönlichen Briefen und klanglichen Landschaften öffnet sich ein Resonanzraum für das, was oft ungehört bleibt. Das Stück changiert zwischen der bitteren Erkenntnis, als Frau in einem hyper-patriarchalen System, dem Militär, gefangen zu sein, und der gleichzeitigen Unumstößlichkeit dieser Entscheidung. Madga Szpecht erzählt hier von einer Künstlerin, die zur Soldatin wird. Sie tastet sie sich durch den Alltag des Krieges, rekonstruiert Rituale, Widersprüche, Erschöpfung – und stellt die alles durchziehende Frage: Wer beansprucht ihren Körper?
Regie, Text: Magda Szpecht
Dramaturgie, Text: Szymon Adamczak
Bühne, Licht, Kostüm: Karolina Pawelczyk
Video: Karolina Pawelczyk, Michał Rogulski
Musik, Sound Design: Krzysztof Kaliski
Produktionsleitung: Michał Rogulski ÆFEKT
Performance: Agata Różycka
Eine Produktion von ÆFEKT, Bazaar Festival Prague und Drama Theatre, Warsaw in Kooperation mit dem Adam Mickiewicz Institute.

Maryna Shevtsova ist Senior Postdoctoral FWO Fellow an der KU Leuven. Ihre Arbeit konzentriert sich auf LGBTQ+-Politik, Anti-Gender-Mobilisierung, Nationalismus und Geopolitik in Osteuropa und im postsowjetischen Raum. Sie hat zahlreiche Publikationen zu Sexualität und Sicherheit, feministischen Methodologien und Zivilgesellschaft unter autoritären und konfliktreichen Bedingungen veröffentlicht. Shevtsova ist Autorin und Herausgeberin mehrerer Bücher und Sonderausgaben, darunter der Sammelband Feminist Perspectives on Russia's war in Ukraine: Hear Our Voices (Lexington Books 2024). Sie ist außerdem Mitbegründerin der Equal Opportunities Platform, einer ukrainischen NGO mit Sitz in Dnipro, die sich für die Bekämpfung von Diskriminierung und die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter einsetzt. Im Jahr 2022 erhielt sie für ihre Arbeit als feministische Wissenschaftlerin und Menschenrechtsaktivistin den Emma-Goldman-Preis.
Waldschmidtstr. 4
60316 Frankfurt am Main
Freitag
20. Februar 2026
20:00 Uhr
Einführung um 19 Uhr
Gespräch im Anschluss
Samstag
21. Februar 2026
20:00 Uhr
Einführung um 19 Uhr
Erstellungsdatum: 11.02.2026