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Sommerfestival der Kulturen 2026 in Stuttgart

Sechs Tage lang wird in Stuttgart getanzt, gefeiert, geschnackt und geschlemmt. Stars der internationalen Weltmusikszene begeistern mit mitreißenden Konzerten verschiedenster Genres von Griot über Indie-Rock, Ska und Balkanbeats bis zu Cumbia, Rumba, Flamenco und vielem mehr – und das bei freiem Eintritt.
Sechs Tage, 15 Acts und ein klares Statement für eine offene Gesellschaft: Das Sommerfestival der Kulturen lädt im Juli wieder zum gemeinsamen Feiern, Tanzen und Genießen mitten im Herzen der baden-württembergischen Landeshauptstadt ein. Das diesjährige Musikprogramm bricht Genregrenzen auf und verbindet traditionelle Klänge mit modernem Sound und politischer Haltung. Für kulinarische Highlights sorgen über 50 (post-)migrantische Vereine aus der Region Stuttgart.

Das tägliche Bühnenprogramm im Detail
Schon am Eröffnungsabend, Dienstag, 14. Juli, geht es rasant los: Nach dem Festivalauftakt von Baba Yaga, einer multinationalen Band zwischen Balkan, Klezmer, Swing und Gypsy Jazz, bringen die Bohemian Betyars aus Ungarn mit ihrem wilden Speed-Folk-Freak-Punk den Marktplatz garantiert zum Kochen.
Ein absolutes Highlight wartet am Mittwoch, 15. Juli: Mit Freshlyground kommt eine der bekanntesten Bands des afrikanischen Kontinents nach Stuttgart. Die multinationale Formation aus Kapstadt erlangte weltweiten Kultstatus, als sie gemeinsam mit Shakira den offiziellen Song zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010, „Waka Waka (This Time for Africa)“, aufnahm. Zuvor wird das feministische Kollektiv Las Baklavas aus Stuttgarts Partnerstadt Strasbourg mit seiner kraftvollen Polyphonie électrique den Abend eröffnen.

Der Donnerstag, 16. Juli, steht im Zeichen von Energie und Tiefgang: Die kolumbianische Band Cacao Munch bringt pure Leidenschaft auf die Bühne und lädt am Freitag zusätzlich zu einem besonderen lateinamerikanischen Rhythmus-Workshop ein. Den Abschluss des Abends gestalten Kefaya & Elaha Soroor. Die afghanische Sängerin Elaha Soroor, die zu den „BBC 100 Women 2024“ gehört, floh aus ihrer Heimat nach London, wo sie Kefaya traf. Gemeinsam verbinden sie ihre Stimmen zu einem flammenden Plädoyer für Menschenrechte und Freiheit.
Der Festivalfreitag, 17. Juli, setzt zunächst auf zeitgenössische Sounds: Das Programm startet mit den Stuttgarter Künstler*innen Bobby Sayyar & Emisa, präsentiert vom Projektlabor Haus der Kulturen. Danach übernehmen Da Cruz mit ihren urbanen Afro-Brazilian Beats die Bühne, gefolgt von Selin Sümbültepe, die mit ihrem türkischen Fusion-Folk-Pop im Rahmen der Reihe Caz à la Turca auftritt. Im Anschluss an die Konzerte verwandelt die Silent Disco mit DJ Nazım Sabuncu den Marktplatz in eine Tanzfläche.

Am Samstag, 18. Juli, bringen EYPA hypnotischen arabisch-deutschen Elektroakustik-Sound auf die Bühne. Im Anschluss folgen Šuma Čovjek mit ihrem bosnisch-algerisch-schweizerischen Balkan-Pop-Rock und die preisgekrönte „Artivistin“ Oumy, die eine mitreißende Fusion von Rap & Soul aus dem Sahel präsentiert. Nachfolgend verlängert DJ Almarcito das Sommerfestival mit einer Silent Disco bis in die Nacht.
Das große Finale am Sonntag, 19. Juli, startet traditionell um 11:00 Uhr mit Tänzen und Musik der Welt, präsentiert von (post-)migrantischen Vereinen Stuttgarts. Danach nimmt die italienische Band Sine Frontera das Publikum mit auf einen wilden Ritt aus Folk, keltischen Melodien und irischer Tradition, gepaart mit Balkan, Reggae und Ska. Den krönenden Abschluss des Festivals bilden schließlich Son Rompe Pera aus Mexiko, die mit ihrem einzigartigen Cumbia-Punk und den weltweit bekannten Marimba-Moshpits die Bühne ein letztes Mal zum Beben bringen.
Kultur statt Kicken
Während im Juli parallel die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer läuft, bietet das Sommerfestival der Kulturen das perfekte Gegenprogramm für alle, die eine Pause vom Turniertrubel suchen. Da in diesem Jahr kein städtisches Public Viewing stattfinden wird, verwandelt sich das Festivalgelände in eine komplett fußballfreie Wohlfühloase mitten im Herzen der Landeshauptstadt. Statt Abseitsfalle und sportlichem Druck warten sechs Tage lang mitreißende Global Music, internationale Begegnungen und pure Lebensfreude auf die Besucher*innen.
Erstellungsdatum: 06.07.2026