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Reginas Gäste: Regina Heidecke im Gespräch mit Michel Friedman in Langen

Wohin driftet Deutschland?


Foto: Siegfried Heidecke

Der Philosoph Michel Friedman ist zu Gast bei der Journalistin Regina Heidecke in der Veranstaltungsreihe „Reginas Gäste“ in der Neuen Stadthalle Langen. Seine Bücher tragen Titel wie „Schlaraffenland abgebrannt“, „Judenhass“, „Fremd“ oder „Mensch“ und schon daran erkennt man die Energie und Obsession, mit der der Autor das Leben um sich herum wahrnimmt. 

 

Dazu braucht er den Austausch, das Gespräch, und wenn es sein muss, auch die streitbare Auseinandersetzung. Spätestens nach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt und dem politischen „Erdbeben“, das es ausgelöst hat, stellt sich die Frage: Wohin driftet Deutschland? Im Gespräch mit Regina Heidecke wird es darum gehen: Wie lassen sich Angriffe auf die Demokratie in unserem Land verhindern, inwieweit ist die Streitkultur geeignet, Menschen wieder zusammen zu bringen, statt sie weiter zu spalten? Emotionen und Argumente, wie passen sie zusammen, oder ist das alternativlos? Und welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft?

Regina Heidecke hat in Frankfurt Soziologie, Germanistik und Philosophie studiert und war seit 1978 Redakteurin der Kulturredaktion beim Hessischen Rundfunk, von 2001 bis 2014 Schlussredakteurin der Sendung Kulturzeit bei 3sat.  Als Filmemacherin realisierte sie für den Hessischen Rundfunk, arte und 3sat Feature und Porträts in den Bereichen Theater, Tanz und Ballett, aber auch Magazinbeiträge zu gesellschaftlichen und politischen Themen, sowie Reisefilme. Daneben war sie viele Jahre als Ballettkritikerin für HR2 tätig. Als Redakteurin bei Kulturzeit hat sie sich vermehrt den Themen Politik, Bildung, kritischer Journalismus, sowie Fragestellungen zum Islam und dem Nahen Osten zugewendet. Ganz besonders am Herzen lag ihr die Ausbildung und Betreuung von jungen Journalisten und Filmemachern aus Ländern wie dem Irak, Tunesien, Pakistan, Afghanistan in Kooperation mit ifa – Institut für Auslandsbeziehungen. In Workshops hat sie mit dem Goethe Institut in Syrien, mit dem IWPR – Institute for War and Peace Reporting im Nordirak, sowie mit dem SES – Senior Expert Service in Indonesien zusammengearbeitet. Seit 2015 ist Regina Heidecke freie Journalistin.


Michel Friedman. Foto: Nicci Kuhn

 

Michel Friedman wurde 1956 in Paris geboren, studierte Jura und promovierte und arbeitet seitdem als Rechtsanwalt. Außerdem studierte er noch Philosophie und machte seinen Doktor in diesem Fach. Von 1987 bis 1997 war er Stadtverordneter für die CDU in Frankfurt. Aufgrund der Spendenaffäre verließ er 2000 die CDU Hessen und schloss sich dem Landesverband Saar an. 2025 trat er dann komplett aus der CDU aus. Der Moderator ist überall präsent, meldet sich zu Wort, mischt sich ein und fragt nach. Er hat auch allen Grund dazu, abgesehen davon, dass er Nachkomme von Holocaust-Opfern ist, geben die Zeiten, in denen wir leben, genügend Anlass zur Einmischung. Diese sind beunruhigend, mitunter gefährlich, je nach dem Standort und von welcher Seite man die Verhältnisse betrachtet. Friedmans Engagement ist vor allem gegen Antisemitismus und Rassismus gerichtet. Seine vielen Ehrenämter in Gremien lassen sich kaum aufzählen, genauso wie seine Initiativen gegen Rechtsextreme oder für Flüchtlinge sowie seine zahllosen juristischen Auseinandersetzungen gegen jede Form von Rechtsextremismus.

 

 

Neue Stadthalle Langen

Südliche Ringstraße 77
63225 Langen

Sonntag, 11.10.2026
19:30 Beginn 
18:30 Einlass

Erstellungsdatum: 28.09.2026