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Widmann, Arno

Arno Widmann, geboren 1946 im Mittelweg in Frankfurt am Main, seit 1979 Journalist bei taz, Vogue, Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau. Seit August 2020 „Hausphilosoph“ am Maxim Gorki Theater in Berlin.

Arno Widmann, Foto: privat

Alle Beiträge

Jürgen Habermas‘ Handgemenge

Der Denker als Lebensform

Hat ein Philosoph einmal das Arcanum gefunden, das, was die Welt im Inneren zusammenhält, lässt sich daraus kein Element brechen, ohne dass das Ganze in sich zusammenfällt. Nicht so bei Jürgen Habermas. Seine Arbeitsweise legt nahe, dass es auch einen stetigen Strukturwandel der Philosophie gibt, wenn der Philosoph ihn zulässt. Arno Widmann hat dessen Arbeit lesend verfolgt und ihm zugewandte Erinnerungen nachgerufen.

Briefwechsel Bachmann – Henze

Verrückt nach Schönheit

Hans Werner Henze gehörte zu den meist aufgeführten Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Ingeborg Bachmann war die bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin und Prosaschriftstellerin. Nachdem sie sich 1952 auf Burg Berlepsch bei einer Tagung der Gruppe 47 kennenlernten, schrieb ihr der Komponist, wie schön und traurig er ihre Gedichte fand. Das war der Beginn einer Freundschaft, die sich detailliert in ihrer Korrespondenz zur Sprache brachte. Arno Widmann hat ihre Briefe mitgelesen.

Jerry Z. Mullers Biografie von Jacob Taubes

Der Professor der Endzeit

Es ging das Gerücht, Jacob Taubes brauche Bücher nicht zu lesen, sondern könne sich ihren Inhalt durch Handauflegen einverleiben. Denn er konnte mehr erzählen, als er wissen konnte. Die schillernde Figur des Judaisten und Hermeneutikers, der bis März 1987 lebte, hat der einstige Geschichtsprofessor in Washington, Jerry Z. Muller, in „vielen Leben“ beschrieben. Und Arno Widmann, der in Taubes’ Seminaren saß, äußert sich darüber kundig.