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Marin, Mariana

Mariana Marin (1956-2003) war eine rumänische Dichterin, eine der talentiertesten und kompromisslosesten Stimmen der 1980er-Generation. Nach der Trennung ihrer Eltern im Alter von drei Jahren wuchs sie bei ihrer Mutter und Großmutter auf. Sie studierte Philologie an der Universität Bukarest und schloss 1980 ab. Anschließend arbeitete sie fast ein Jahrzehnt als Grundschullehrerin, zunächst in einem Dorf am Donauufer, später in Bukarest. Ihr Debüt gab sie 1981 mit dem Band „Un război de o sută de ani“ (Ein Hundertjähriger Krieg), der den Debütpreis des Rumänischen Schriftstellerverbands erhielt. 1982 erschien sie in der Anthologie „Cinci“ (Fünf) unter der Schirmherrschaft von Nicolae Manolescu. Ihre regimekritischen Gedichte, wie in „Aripa secretă“ (Der geheime Flügel), führten zu einem Publikationsverbot unter Ceaușescu bis 1989. Nach dem Fall des Kommunismus lebte sie abwechselnd in Paris und Bukarest, schrieb für die Zeitschrift „Contrapunct“ und nahm an europäischen Literaturfestivals teil. Zu ihren späteren Werken zählen „Mutilarea artistului la tinereţe“ (Die Verstümmelung des Künstlers in der Jugend), das mehrere Preise gewann, und die Retrospektive „Zestrea de aur“ (Das goldene Erbe, 2002). Marin erhielt Auszeichnungen wie den Preis des Schriftstellerverbands (1981, 1999), den ASPRO-Preis (1999) und den Virgil-Mazilescu-Preis (2001). Ihre Lyrik thematisierte menschliches Leid, politische Unterdrückung und persönliche Kämpfe.
 

Mariana Marin

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3 Gedichte von Mariana Marin (deutsch/rumänisch)

M.M.