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Mylo, Ingrid

Ingrid Mylo, geboren im November 1955 in Frankfurt am Main; Studium in Frankfurt: Germanistik, Anglistik, Amerikanistik.

1974–1976 Regieassistenz im Frankfurter „Theater am Turm“ (Rainer Werner Fassbinder); Kurzhörspiele und Features für verschiedene Rundfunkanstalten
. Filmkritiken und essayistische / literarische Texte für den Rundfunk und verschiedene Zeitschriften.
1988–1999 „Kaffeeblüten“ in der Frankfurter Zeitschrift „Strandgut“; 1998–2000 Kolumne „Sidesteps“ in der Zeitschrift „Ballett International/Tanz Aktuell'“; Fortsetzungsroman „Teerstern“ im „Strandgut“
2004–2011 monatliche Kolumne „Druckstellen“ im Internetmagazin glanzundelend.de; 2008 Kolumne „Federlesen“ für die Zeitschrift „literaturblatt“; seit 2011 Kolumne „Fliegenköpfe“ und andere Essays im Internetmagazin getidan.de; seit 2018 Gedichte und Essays im Internetmagazin culturmag.de
Mitarbeit an Filmen, Drehbücher, Texten

Letzte Buchveröffentlichungen:
Ingrid Mylo: Zufälliges Blau (Berlin. Das Arsenal 2018) 
Ingrid Mylo: Überall, wo wir Schatten warfen (Berlin / Dresden. Edition Azur im Verlag Voland & Quist, 2021) – Gedichte

Ingrid Mylo: Die Entfernung der Sterne (Berlin / Dresden. Edition Azur im Verlag Voland & Quist, 2023) – Kurzprosa, Gedichte, Essays 

Ingrid Mylo. Foto: Thea Emmerich

Alle Beiträge

Siri Hustvedt, Tove Ditlevsen und das Leben nach dem Wir

Morgen für Morgen

Wer einen Menschen verliert, mit dem er glaubte, sein ganzes Leben zu verbringen, dem fehlt plötzlich ein Teil seines Selbsts. Er fühlt sich in seiner Identität beschädigt. Dass der Tod ein Skandal ist, leuchtet jedem ein, der ein andauerndes Leben lebt. Das kann man alles wissen; und dennoch ist es kaum möglich, sich in die trostlose Situation eines Trauernden einzufinden, es sei denn, man befände sich in ähnlicher Lage. Ingrid Mylo hat sich der Bücher zweier Autorinnen angenommen, die mit dem Tod konfrontiert wurden.

Über Marie Luise Kaschnitz

Eine Fahne Blattgrün über einem Nichts von Welt

„Alte Bäume sterben/ Und neue wachsen in die neue Zeit;/ In meinem Becken spielen junge Kinder./ Mein Strahl erhebt sich,/ Singt Unsterblichkeit.“ Einen knappen Monat, nachdem sie das schrieb, ist Marie Luise Kaschnitz tot. Dass in diesem Jahr ihre Aufzeichnungen aus der Wiesenau, „Gott und die Welt“ in Frankfurt gelesen werden, trägt sicher zu ihrer Unsterblichkeit bei. Ingrid Mylo aber hat sich mit ihrem literarischen Leben befasst, das darüber hinaus gelesen werden will.

 

Gedicht von Ingrid Mylo

Helle Zimmer