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Englert, Leonie

Leonie Englert, aufgewachsen in Frankfurt am Main, studierte zunächst Sozialwissenschaften an der Universität Leipzig, zwischendurch ein Jahr Geschichte an der University of Crete und begann nach dem Abschluss ihres Bachelors 2017 freiberuflich als Filmemacherin zu arbeiten. Im Rahmen ihres im Jahre 2020 aufgenommenen Regiestudiums an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF schrieb und inszenierte sie diverse dokumentarische und fiktionale Kurzfilme. Im Sommer 2025 schloss sie mit ihrem Film „Life Life Balance“, einer Koproduktion mit dem RBB, den Bachelor ab und begann anschließend den Master in Spielfilmregie. 

Leonie Englert. Foto: Elias Michael

Alle Beiträge

Das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren. Teil 4 und Fazit

Kimmy Schmidt: I have hope! 

Die als Kind entführte Kimmy holt sich in der Netflix-Serie Unbreakable Kimmy Schmidt ihr Leben zurück. Tina Fey und Robert Carlock erzählen in dieser Sitcom die Geschichte einer Frau, die trotz traumatischer Erfahrungen hartnäckig an das Gute im Menschen glaubt, an Solidarität appelliert und Optimismus zu ihrer Überlebensstrategie in einer brutalen Realität erklärt. Leonie Englert analysiert im letzten Teil ihrer Reihe über das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren im Film, wie Kimmys Naivität im Sinne eines radikalen Optimismus das pessimistische Menschenbild des Neoliberalismus dekonstruiert und einen Möglichkeitsraum für solidarische Zukunftsentwürfe öffnet.

Das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren. Teil 3

Bella Baxter: If I know the world, I can improve it! 

Mit dem Gehirn eines Babys, aber im Körper einer Frau lernt die Protagonistin Bella in Yorgos Lanthimos Oscar-prämierten Film Poor Things die Welt kennen. Aufgrund ihrer Unwissenheit widersetzt sie sich wider aller Erwartungen, die an eine Frau in einer patriarchalen Gesellschaft gestellt werden, den gesellschaftlichen Konventionen. In ihrer Naivität spricht sie Unsagbares schamlos aus und hält der Gesellschaft somit einen Spiegel vor. Leonie Englert analysiert im dritten Teil ihrer Reihe über das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren im Film, inwiefern die Erzählung der Figur Bella es bewerkstelligt, ein kapitalistisch-patriarchales System als Ideologie zu entlarven.

Das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren. Teil 2

Barbie – Can I meet the woman in charge?

Greta Gerwigs Film Barbie löste eine heftige Debatte über die Frage aus, wie feministisch der Film tatsächlich ist. Die Regisseurin Leonie Englert sieht in der Protagonistin Barbie zwar das Potenzial zur Gesellschaftskritik, stuft den von Barbiepuppen-Hersteller Mattel finanzierten Film jedoch gleichzeitig als Beispiel für einen markttauglichen Feminismus ein, der letztlich eine kapitalistische Ideologie reproduziert. Im zweiten Teil ihrer Reihe über das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren im Film analysiert sie eine mit Ambivalenzen reich bestückte Kinoproduktion.

Das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren

Das Comeback der Naivität

Aufbauend auf der Beobachtung, dass in den letzten Jahren ein Comeback der naiven Frauenfigur in Film und Fernsehen stattgefunden hat, geht Regisseurin Leonie Englert der Frage nach, ob und inwiefern die Naivität dieser Figuren als Mittel zur Subversion fungieren kann. Beispielhaft anhand der Protagonistinnen von Barbie, Poor Things und Unbreakable Kimmy Schmidt analysiert sie das Potenzial der Naivität, eine gesellschaftliche Ordnung als historisch und veränderbar zu kennzeichnen und damit die vorherrschenden Ideologien des Zynismus und des patriarchalen Neoliberalismus zu dekonstruieren. Dies ist die theoretische Einleitung der Analyse und der erste von vier Beiträgen.