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Mujila, Fiston Mwanza

Fiston Mwanza Mujila wurde 1981 in Lubumbashi / Demokratische Republik Kongo geboren. Ab 2007 Aufenthalte in Belgien und Frankreich, 2009 erhielt er das Stipendium als Stadtschreiber in Graz, wo er seitdem (mit Unterbrechungen, u.a. für Recherchen) lebt. Zurzeit ist er für das Literaturprogramm des Grazer Forum Stadtpark verantwortlich.

Neben seiner Tätigkeit als Autor und Performer (Zusammenarbeit mit Jazz-Musikern) ist er als Vermittler und Herausgeber der Literatur der afrikanischen Diaspora aktiv.

Fiston Mwanza Mujila publiziert vorwiegend auf Französisch, sein Debütroman Tram 83 wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Grand Prix of Literary Associations (2015), dem Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt und dem Peter-Rosegger-Literaturpreis des Landes Steiermark (2018).
Für seinen zweiten Roman La danse du Vilain erhielt der Autor 2021 den Prix Les Afriques. Auf deutsch erschien sein Roman Tanz der Teufel im Jahr 2022.

Fiston Mwanza Mujila. Foto: Ingo Pertramer

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Cornelia Wilß über eine Begegnung mit dem Autor Fiston Mwanza Mujila

Die Wahrheit liegt im Rhythmus

In seinen Texten blickt Fiston Mwanza Mujila stets auf die „alltäglichen Abgründe und Aufschwünge des Menschen“ und spürt den „Grundfragen unserer Existenz und unseres Zusammenlebens“ nach. Für die Alleinjurorin Daniela Seel entscheidender Grund, den Erich-Fried-Preis 2026 an den in Graz lebenden Schriftsteller zu vergeben. Schon für seinen Debütroman Tram 83  mehrfach ausgezeichnet, wird ihm nun im November eine der renommiertesten literarischen Auszeichnungen Österreichs zuteil. Cornelia Wilß stellt den im Kongo geborenen „literarischen Grenzüberschreiter“ vor.

Streifzüge durch die literarische Anthologie von Fiston Mwanza Mujila

Schlüsselorte

14 Kurzgeschichten afrikanischer und afrodiasporischer Autor:innen spiegeln Aspekte urbaner Lebenswirklichkeiten über transkontinentale Grenzen hinweg. Die Stadt ist ein Schlüsselort für eine Szenerie, in der sich Tragik und Komik verflechten. Dann wieder ist sie die Hauptfigur, ein Ort der Sehnsucht und Entwurzelung. Figuren bewegen sich zwischen den Kontinenten, eben InterKontinental – so auch der Name eines Verlages, der sich mutig auf afrikanische und afrodiasporische Literatur spezialisiert hat und kürzlich erst mit dem Berliner Verlagspreis ausgezeichnet wurde. Cornelia Wilß traf den Autor zuletzt beim Textland Festival 2023.