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Martin, Marko

Marko Martin lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Neben einem Essayband zur israelischen Literatur und einer Tel Aviv-Hommage erschienen in der Anderen Bibliothek seine Bücher Schlafende Hunde und Die Nacht von San Salvador sowie 2019 der Essayband Dissidentisches Denken. Mit Das Haus in Habana. Ein Rapport stand er auf der Shortlist des Essayistikpreises der Leipziger Buchmesse. Bei Tropen erschienen: Die verdrängte Zeit (2020) Die letzten Tage von Hongkong (2021) und Es geschieht jetzt (2024). 

Marko Martin. Foto: Privat

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Marko Martin über Iwan Heilbuts Exilroman „Zugvögel“

Es ist noch nicht zu Ende

Wie alle deutschstämmigen Ausländer wurde Iwan Heilbut in Frankreich bei Beginn des Zweiten Weltkriegs zum feindlichen Ausländer erklärt und interniert. Zusammen mit seiner Frau und beider Kleinkind gelang dem Journalisten und Schriftsteller die Flucht über die Pyrenäen nach Lissabon, von da 1941 in die USA. Als der Erfolgsautor der 20er- und ersten 30er-Jahre 1950 nach Berlin zurückkommt, kennt ihn niemand mehr. 1943 hatte er in New York seinen Roman Birds of Passage veröffentlicht, der jetzt mit dem Titel Zugvögel von Peter Graf herausgegeben wurde. Marko Martin schreibt über den Exilroman.