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Reichert, Klaus

Klaus Reichert (geb. 1938 in Fulda), Anglist, Übersetzer, Lyriker, Essayist. Nach dem Abitur in Gießen Studium (Philosophie und Sprachen in Marburg, London, Gießen und Frankfurt am Main). Von 1964 bis 1968 Arbeit als Verlagslektor. Von 1975 bis 2003 lehrte er als Professor  für Anglistik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1993 gründete er das Zentrum zur Erforschung der Frühen Neuzeit an der Goethe-Universität und war bis 2006 dessen geschäftsführender Direktor. Von 2002 bis 2011 amtierte er als Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Reichert war der Herausgeber der Werkausgabe (Gesammelten Werke) von Virginia Woolf im S. Fischer Verlag und – gemeinsam mit Fritz Senn – der Frankfurter Ausgabe der Werke von James Joyce im Suhrkamp Verlag. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Klaus Reichert. Foto: Alexander Paul Englert

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Klaus Reichert über die Arbeit mit John Cage

Die Erotik der Stimme

John Cage war die äußerste Provokation für das europäische Musikdenken. Er mied die Intention, den künstlerischen Anspruch, die eigenschöpferische Autorschaft und vor allem die Musik, mit der sich eine Tradition fortsetzt. Der Anglist, Übersetzer, Lyriker und Essayist Klaus Reichert hatte in den 80er-Jahren die Gelegenheit, mit John Cage zusammenzuarbeiten. Seine Erinnerungen an den großen amerikanischen Komponisten sind als Buch mit dem Titel „I welcome whatever happens next” im Wolke Verlag erschienen, woraus wir das Kapitel „Alphabet. Ein Geistertrio“ vorstellen.