Elitäre Netzwerke
Innenansichten aus deutschen Herrenzimmern

Wie männliche Machteliten allzeit mit sich selbst schwanger gehen, und was sie sich dabei alles zu tun erlauben. Volker Breidecker wirft einen Blick hinter die Fassaden der Macht: Wie einflussreiche Eliten in Deutschland über Jahrzehnte hinweg Netzwerke knüpfen, sich gegenseitig schützen und selbst schwerste Vergehen relativieren. Von NS-Verbrechen bis zu zeitgenössischen Missbrauchsskandalen zieht sich ein roter Faden aus Korpsgeist, Loyalität, Schweigen und Selbstgerechtigkeit – und wirft Fragen nach Schuld und Mitschuld auf, nach Verantwortung und Mitverantwortung.


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Zu Erinnerungen des Autors Alexander Kluge an die eigene Kindheit
Der Zuhörer unter dem Tisch

„Dass ein Lebenslauf ein Text ist, daran habe ich keinen Zweifel.“ – Alexander Kluge ließ allerdings auch keinen Zweifel daran, dass er es ist, der diesen Text erfindet. Insofern musste er auch die Trennlinie zwischen Realität und Erfindung als erfunden auffassen. Und so ist auch plausibel, dass das Mögliche in seinen unzähligen kurzen Erzählungen dem Gewussten stets die Krone aufsetzte. Wolfgang Kaussen, langjähriger Lektor Kluges, hat einige der erhellenden Texte des großen Intellektuellen und Künstlers ausgesucht und eine Einführung dazu geschrieben.


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Jürgen Habermas‘ Handgemenge
Der Denker als Lebensform

Hat ein Philosoph einmal das Arcanum gefunden, das, was die Welt im Inneren zusammenhält, lässt sich daraus kein Element brechen, ohne dass das Ganze in sich zusammenfällt. Nicht so bei Jürgen Habermas. Seine Arbeitsweise legt nahe, dass es auch einen stetigen Strukturwandel der Philosophie gibt, wenn der Philosoph ihn zulässt. Arno Widmann hat dessen Arbeit lesend verfolgt und ihm zugewandte Erinnerungen nachgerufen.


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Eine Debatte zweier toter Philosophen
Diskursethik versus Metaphysik

„Ich bin alt, aber nicht fromm geworden“, soll Jürgen Habermas geäußert haben. Sein Diskurs über Glauben und Wissen, auf den wir in TEXTOR noch zurückkommen werden, war aber für ihn auch eine Geschichte der Philosophie. Dass der 2011 verstorbene Philosoph und Kenner der Scholastik, Karl Heinz Haag, ihm zustimmte und ihm doch in vielem widersprach, bringt Peter Kern in Anschlag: eine Debatte zweier toter Philosophen.


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Kurzerzählung von Fredie Beckmans
Aufbewahrungsort

Einen Menschen, den man nicht riechen kann, sollte man nicht an sich binden. Das olfaktorische Signal warnt uns, – wovor, ist im Laufe der Menschheitsgeschichte verloren gegangen. Und doch gibt uns die Nase da, wo sie jemanden gut riechen kann, Hinweise zur Partnerwahl. Je fremder der angenehme Geruch wirkt, desto besser ist man vor inzüchtigen Gefahren geschützt, heißt es. In Fredie Beckmans’ kurzer Erzählung finden die verschiedensten Gerüche einen gemeinsamen Treffpunkt.


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Kommunalwahl in Frankreich 2026
Was wollen die Franzosen?

Die Gepflogenheiten der Franzosen bei den verschiedenen Wahlgängen folgen eigenen Regeln, die bewirken, dass niemand sicher sein kann, was dabei herauskommt. Bedrängt von den erstarkenden Rechtsextremen und der radikalen, aber uneinigen Linken, versuchen die Protagonisten der bürgerlichen Mitte ihrer eigenen, heillosen Parteilichkeit zu entkommen und probieren vergebliche Schachzüge aus. Jutta Roitsch beschreibt die Situation nach den Kommunalwahlen 2026.


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Calixto Bieito inszenierte die Oper „Fidelio“ an der Bayerischen Staatsoper
Beethoven und Florestan – Brüder im Geiste

Es passierte wohl hin und wieder – man denke an die Weiber von Weinsberg – dass Frauen ihre Männer retten und nicht – Ich Tarzan, du Jane – umgekehrt. Gleichwohl muss Leonore sich als Mann verkleiden und mit dem Kerkermeister arbeiten, um ihren Mann Fidelio zu befreien. Merkwürdigerweise trägt die Vorlage zu Beethovens Oper den Titel „Leonore oder die eheliche Treue“. Eine Freiheitsoper, die sich auf eheliche Treue bezieht? Margarete Berghoff war in München und sah, wie Regisseur Calixto Bieito damit umgegangen ist.


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Empfehlung: Ausstellung im Deutschen Romantik Museum Frankfurt a. M.
Goethe und der französische Bildhauer Pierre Jean David d’Angers

Pierre Jean David d’Angers (1788 – 1856) besuchte vom 21. August bis zum 9. September 1829 Weimar, um Johann Wolfgang von Goethe zu bitten, eine Kolossalbüste von ihm ausführen zu dürfen. Ihre Gespräche über Literatur und Kunst sowie deren Entwicklung in Frankreich überzeugten den Dichter und Staatsmann. Goethe erkannte eine Geistesverwandtschaft mit dem französischen Bildhauer David d’Angers in ihrem gemeinsamen Verständnis von Kunst als Mittel der Verständigung. Laufzeit bis 14.05.26


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Empfehlung: Ausstellung im Musée du Luxembourg Paris
Leonora Carrington

Als avantgardistische Künstlerin, Feministin und Umweltschützerin, als Frau, Mutter, Migrantin, von psychischen Erkrankungen betroffene und sich ständig weiterentwickelnde Suchende hinterließ Leonora Carrington ein ebenso frappierendes wie radikales Vermächtnis. Die Ausstellung im Musée du Luxembourg beleuchtet das außergewöhnliche Vermächtnis dieser unermüdlichen Reisenden, die stets auf der Suche nach Selbsterkenntnis war.


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