Nachruf auf Astrid Heligonda Roemer
Kein Mann, keine Frau, nicht schwarz, nicht weiß

Astrid Heligonda Roemer, die Grande Dame der niederländischsprachigen Literatur in der Karibik, ist tot. Sie starb am 8. Januar 2026 im Alter von 78 Jahren in ihrer Heimatstadt Paramaribo, wo sie seit 2019 wieder lebte. Ihr Œuvre, bestehend aus Romanen, Theaterstücken und Gedichten, ist immens, in deutscher Übersetzung liegen drei Romane vor. Die Übersetzerin Bettina Bach würdigt in ihrem Nachruf Leben und Werk von Astrid Roemer und gibt dabei auch einen Einblick in ihre Zusammenarbeit mit dieser beeindruckenden Frau.


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Porträt der Lyrikerin Julia Mantel
Die Wortjongleurin

Es ist das Leichte, das so schwer zu machen ist. Doch einige Künstler:innen haben ein Händchen dafür. Julia Mantel ist sehr erfolgreich mit Gedichten, die die Eitelkeiten unserer Gegenwart, die gnadenlose Geldgier ihrer Reichen, die prekäre Situation ihrer Opfer und die Unmündigkeit der Netzabhängigen aufgreifen. Geschickt pflückt sie die Früchte, die vom Baum der Spruchweisheiten und Redewendungen herabhängen und bringt sie lakonisch-gewitzt ins Sprach- und Denkspiel. Wolfgang Rüger porträtiert die Lyrikerin.


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Netflix-Serie „Emily in Paris“
Schöner Schein

Für jemanden, dem an Literatur, Musik, den bildenden und darstellenden Künsten gelegen ist, ist es herabstimmend wahrzunehmen, wie erfolgreich gerade das ist, was künstlerische Ansprüche vermeidet. Erfolg aber misst sich an hohen Verkaufszahlen, an der eingenommenen Geldmenge. Wer Qualität möchte, kann Erfolg als Betriebsunfall hinnehmen. Rainer Erd berichtet über eine Erfolgsserie.


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Wie die Shoah ihre warnende Kraft verliert
Das Tabu des Vergleichs

Der Glaube, dass das Bewusstsein das Sein bestimme, führt geradewegs zu Manipulationen am Bewusstsein, an der Sprache und ist die Grundlage der Sprachregelung. Dazu gehört das Vergleichsverbot, was die Voraussetzungen der Shoah angeht. In Eran Rolniks Gedanken zum Internationalen Holocaust-Gedenktag heißt es: „In der gegenwärtigen Lage vieler Demokratien darf die Erinnerung an die Shoah nicht ausschließlich als singulär verstanden werden. Der Aufruf Nie Wieder muss als Warnung vor dem Zusammenbruch der Menschlichkeit dienen, der jedem Menschen droht.“


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Rapport zu französischen Muslimen
Über dem Gesetz?

Findet Integration nicht statt, können sich Parallelgesellschaften bilden; und der Wunsch nach sichtbarer Identität wird gegen die Gesetze gewendet, deren Einhaltung ein friedliches Zusammenleben sichern soll. Das zeichnet sich unter jungen Muslimen in Frankreich ab, die, um respektiert zu werden, die Gesetze nicht respektieren. Nach der jüngsten Erhebung des französischen Instituts der öffentlichen Meinung (IFOP) sympathisiert ein Drittel mit dem radikalen Islamismus. Jutta Roitsch berichtet.


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Reiner und Elisabeth Kunze fern von Rainer Maria Rilke
Dichter und Diktatoren

Die immer wieder gern gestellte Frage, ob Literatur in der Gesellschaft etwas bewirken kann, wird meistens mit guten Gründen negativ beantwortet. Aber es gibt eben Ausnahmen (Harriet Beecher Stowe, Jean-Jacques Rousseau etc.). In den Köpfen der Individuen kann sie hingegen einiges anrichten, im besten Fall ein Widerstandspotenzial gegen Falschmeldungen, Propaganda und Sprachmissbrauch entwickeln. Für Matthias Buth gehören die widerständigen Schriften von Reiner und Elisabeth Kunze dazu.


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Rita Süssmuth im Video
„Wir haben Rückfallzeiten in Europa.“

Als erste Bundesministerin für Bildung, Familie, Frauen und Jugend setzte sie sich entschieden für die Wahlfreiheit von Frauen zwischen Familie und Beruf ein, vertrat ein liberaleres Abtreibungsrecht, kämpfte gegen die Ausgrenzung von Aidskranken und für die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Süssmuth betonte früh: „Deutschland ist ein Einwanderungsland.“ Mit dieser Position stieß sie auf Widerspruch in den eigenen Reihen. In der Videoarbeit „Zoon Politikon“ von Jonas Englert erzählt Rita Süssmuth über ihr Wirken.


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Aus dem Notizbuch von Eldad Stobezki
Wie geht es dir? Wie heißt du?

Wenn man sich im Italienischen trifft, heißt das Wort dafür „incontrare“. Da schwingt noch das Konträre, das gegeneinander Gerichtete mit. Das Unvertraute des Aufeinandertreffens wird in Eldad Stobezkis Notizen aber im gemeinsamen Leid aufgelöst und mit selbstironischen Betrachtungen auf eine verbindliche Ebene geschickt. Daran will man sich erinnern.


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Akustische HAIKU von
Peter Liermann

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Empfehlung: Ausstellung Thomas Bayrle in der Schirn Frankfurt
Fröhlich sein!

Die SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT präsentiert eine große Soloschau des in Frankfurt lebenden Künstlers Thomas Bayrle. Zu sehen sind 55 Werke insbesondere aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit.


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Empfehlung: Neu im Kino: Die Schule des Mutes – Rule Breakers
Die Schule des Mutes

Basierend auf der inspirierenden Lebensgeschichte der afghanischen Tech-Unternehmerin Roya Mahboob: In einem Land, in dem die Ausbildung von Mädchen als rebellisch angesehen wird, wagt es eine visionäre Frau, jungen Menschen das Träumen zu lehren. Als ihre Methode weltweit Aufmerksamkeit erregt, weckt ihr Erfolg Hoffnung – und Widerstand. Regie führte der zweifache Oscar-Preisträger Bill Guttentag.


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