Porträt der Künstlerin Gabriele Muschel
Besuch im Atelier

Die Frage „Wer und was bin ich?“ ist für Gabriele Muschel das Leitmotiv ihres künstlerischen Werks. In ihren Arbeiten richtet sich das Augenmerk stets auf das, was sich nicht anders als mit Kunst mitteilen lässt. Hierbei sind ihre Möglichkeiten keineswegs beschränkt. Von der Detailgenauigkeit ihrer Tierbilder bis zur Beschränkung auf das Allernotwendigste in ihren getuschten Arbeiten vermittelt jedes ihrer Werke eine souveräne und beeindruckende Kraft. Marion Victor hat die eigenwillige und willensstarke Künstlerin in ihrem Atelier besucht.


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Porträt des Autors und Herausgebers Ralf-Rainer Rygulla
Der Entdecker

Der Zeit stets voraus, leistet Ralf-Rainer Rygulla in vielen Bereichen Pionierarbeit. So revolutionierte er etwa in den 1960er Jahren mit Übersetzungen amerikanischer Undergroundliteratur den deutschsprachigen Literaturbetrieb, später führte er als DJ im „Cooky’s“ Hiphop und Rapmusik in Frankfurt ein. Seit Anfang der 2000er Jahre widmet sich der frühere Lektor, Textdichter und Drehbuchautor wieder ganz der Literatur. Wolfgang Rüger ist schon lange mit ihm befreundet und gibt Einblick in die bewegte Vergangenheit des Multitalents.


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Eine große Cézanne-Ausstellung in der Fondation Beyeler
Der Berg, die Äpfel und die Frage nach dem Bild

Ein wesentlicher Zug der Moderne bestand im Prozess der Abstraktion von der Realität. Der Künstler löst sich vom Abbild, um das Bild zu erschaffen. In der großen Ausstellung der Fondation Beyeler sind die Überlegungen und Methoden des Malers Paul Cézanne nachzuvollziehen. Zunächst wurde er, wie fast alle Neuerer, verlacht. Erst gegen Ende seines Lebens, als er sich vor dem Unverständnis der Zeitgenossen zurückgezogen hatte, bekam er die Anerkennung für seine Kunst, die Martin Lüdke in Riehen bei Basel aufgesucht hat.


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Das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren. Teil 3
Bella Baxter: If I know the world, I can improve it!

Mit dem Gehirn eines Babys, aber im Körper einer Frau lernt die Protagonistin Bella in Yorgos Lanthimos Oscar-prämierten Film Poor Things die Welt kennen. Aufgrund ihrer Unwissenheit widersetzt sie sich wider aller Erwartungen, die an eine Frau in einer patriarchalen Gesellschaft gestellt werden, den gesellschaftlichen Konventionen. In ihrer Naivität spricht sie Unsagbares schamlos aus und hält der Gesellschaft somit einen Spiegel vor. Leonie Englert analysiert im dritten Teil ihrer Reihe über das subversive Potenzial naiver Frauenfiguren im Film, inwiefern die Erzählung der Figur Bella es bewerkstelligt, ein kapitalistisch-patriarchales System als Ideologie zu entlarven.


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Ein Dokumentarfilm über die Verfolgung von Homosexuellen in Kamerun
„Code der Angst“

Homophobie ist ein weltweites Phänomen, so auch in Kamerun, wo Polizeigewalt gegen Homosexuelle auf der Tagesordnung steht. Der kamerunische Regisseur Appolain Siewe führt in seinem Dokumentarfilm „Code der Angst“ die dortige bedrohliche Lage von queeren Menschen vor Augen. Aus sehr persönlicher Perspektive gedreht, kommen auch namhafte Unterstützer:innen sexueller Minderheiten, wie der verstorbene LGBTQ+-Aktivist Lambert Marc Lamba und die Anwältin Alice Nkom, zu Wort. Die Afrika-Wissenschaftlerin Rita Schäfer hat den inzwischen in Berlin lebenden Filmemacher interviewt.


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Vermindertes „bien-être“ in Frankreich
Gemütlich sind sie nicht

Wie für Gott in Frankreich gehört es auch für die dort ansässige französische Menschheit zum guten Leben, sich bei einem kleinen Roten oder einem Café über sich selbst zu verständigen. Studien zeigen nun, dass die Zahl der dafür vorgesehenen Räumlichkeiten, der Bars und Cafés, rapide abnimmt. Wohin soll man gehen, um miteinander zu sprechen? Der Ökonom Hugo Subtil sieht nicht nur das Selbstverständnis der Franzosen gefährdet, sondern auch den politischen Frieden in Frankreich. Jutta Roitsch erklärt den Zusammenhang.


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Vorstellung des syrischen Autors Hamed Abboud
Hamed Abbouds angezogene Geschichten

Die deutsche Redewendung „Wir tragen uns gegenseitig“ weckt bei Hamed Abboud eine völlig andere Assoziation als das gemeinsame Tragen einer Last. Der in Syrien geborene Autor wuchs in einem Umfeld auf, in dem er mit Brüdern und Vater etwa die Unterhemden teilte. Wie er in seiner nachfolgend zu lesenden Geschichte erklärt, geschah dies nicht aus Armut, sondern aus Liebe zur Kontinuität oder um unnötiges Wegwerfen zu vermeiden. Die Übersetzerin von Abbouds Erzählungen, Larissa Bender, stellt den Autor vor. In einem dem ersten Erzählband entnommenen Nachwort analysiert der Arabist Stephan Milich Stil und Kontext des Frühwerks. 


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Evolution im Theater
Selbst die Sintflut

Der Widerspruch ist nicht gänzlich auflösbar. Ist das Theater vom Besuch seines Publikums abhängig, darf es dessen Wünsche nicht ignorieren. Gibt es diesen Wünschen nach, so gibt es tendenziell seine eigene Daseinsberechtigung auf. Erhebt es aber einen künstlerischen Anspruch gegenüber dem Publikum, läuft es Gefahr, sein Publikum zu verlieren. Es muss also unabhängig sein, um die Zeit und die Mittel zu haben, sein ebenbürtig anspruchsvolles Publikum heranzuziehen, oder Verantwortliche, die dem kommerziellen Druck standhalten und dem Besseren, auf das wir mit Thomas Rothschild hoffen, alle Chancen bieten.


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Zum Ausschluss dreier Buchläden vom Buchhandlungspreis 2026
Gemeinsames Statement

Der Ausschluss dreier Buchhandlungen vom diesjährigen Buchhandlungspreis rief bundesweit Empörung hervor. Als Reaktion auf die Proteste sagte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer dann die gesamte Preisverleihung ab. „In Zeiten eines gesellschaftlichen Rechtsrucks Buchhandlungen unter Beschuss zu nehmen, die sich mit ihrem Sortiment und Veranstaltungen antidemokratischen Kräften in den Weg stellen“, kritisieren drei Frankfurter Buchhandlungen als „ungeheures politisches Manöver“. Sie haben ein gemeinsames Statement verfasst, dem das Kulturmagazin TEXTOR nur zustimmen kann.


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Empfehlung: Podiumsdiskussion im Uni-Archiv Frankfurt
Rolf Dieter Brinkmann & Jürgen Ploog – Wider die Tyrannei der Wörter!

Im gerade erschienenen Schreibheft Nr. 106 stehen die beiden führenden Undergroundprotagonisten Rolf Dieter Brinkmann und Jürgen Ploog erstmals gleichberechtigt nebeneinander. Schreibheft-Herausgeber Norbert Wehr hat auch dieses Mal für jedes Dossier einen kompetenten Schreiber gefunden, der die vorgestellten Autoren einführt. Eine Podiumsdiskussion mit Frank Witzel, Johannes Ullmaier und Wolfgang Rüger findet am 27.03. im Uni-Archiv Frankfurt statt (Moderation: Sigrid Fahrer).


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Empfehlung: 4. Iran Filmfestival Frankfurt am Main, Heidelberg und Wiesbaden
Stimmen der Freiheit

Vom 12. bis 22. März 2026 präsentiert das Iranische Filmfestival Frankfurt seine vierte Ausgabe. Unter dem Motto „Stimmen der Freiheit” rückt das Festival gezielt mutige Werke iranischer Regisseurinnen in den Mittelpunkt, die unter staatlicher Zensur und Repression entstehen. Das Programm umfasst Spielfilme, Dokumentationen und eine exklusive Kurzfilmreihe.


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