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Der Widerspruch ist nicht gänzlich auflösbar. Ist das Theater vom Besuch seines Publikums abhängig, darf es dessen Wünsche nicht ignorieren. Gibt es diesen Wünschen nach, so gibt es tendenziell seine eigene Daseinsberechtigung auf. Erhebt es aber einen künstlerischen Anspruch gegenüber dem Publikum, läuft es Gefahr, sein Publikum zu verlieren. Es muss also unabhängig sein, um die Zeit und die Mittel zu haben, sein ebenbürtig anspruchsvolles Publikum heranzuziehen, oder Verantwortliche, die dem kommerziellen Druck standhalten und dem Besseren, auf das wir mit Thomas Rothschild hoffen, alle Chancen bieten.
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