Francois Ozons Verfilmung „Der Fremde“ von Albert Camus
Ca m’est égal

Wer ist hier der Fremde? Der Araber, weil er kein weißer Franzose ist? Das ließe ein rassistisch-nationalistisches Motiv zu. Oder ist es das gesamte Ambiente samt toter Mutter? Das deutete auf eine autistische Persönlichkeit. Oder ist der Fremde Mersault selbst, der wegen völlig fehlender Empathie keine menschlichen Beziehungen kennt? Gleichgültigkeit ist in Albert Camus‘ „Der Fremde“ nicht nur ein philosophisches Problem. Claus Leggewie schreibt über François Ozons aktuelle Verfilmung des Romans.


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„Antigone“, Tragödie nach Sophokles von Roland Schimmelpfennig am Staatstheater Wiesbaden
Wir wollen leben!

Auf deutschen Bühnen hat derzeit „Antigone“ nicht ohne Grund Konjunktur. In seiner Tragödie thematisiert Sophokles den Zerfall von Moral und Verantwortung der Herrschenden und die Ohnmacht der Bürgerinnen und Bürger. Im vergangenen September brachte Selen Kara das Stück am Schauspiel Frankfurt auf die Bühne, im Oktober Mikheil Charkviani am Staatstheater Wiesbaden. Walter H. Krämer ist besonders von Mikheil Charkvianis Inszenierung begeistert. Seinem Urteil nach versteht es der georgische Regisseur mit theatralen Mitteln die Figur und ihren Widerstand gegen staatliche Willkür mit deutlichem Gegenwartsbezug zu erzählen.


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Lew Tolstoj in seinen letzten Tagebüchern
Weiterschreiben, um zu überleben

In seinen Tagebüchern soll sich der Satz finden: „Es gibt etwas, was ich mehr als das Gute liebe: Ruhm.“ Lew Tolstoj hat deshalb stets auf seine Außendarstellung als moralische Autorität größten Wert gelegt. Der Graf im Bauernkittel hatte sich nach siebzehn Büchern und seinen beiden monumentalen Werken „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ seinen dauerhaften Ruhm erschrieben. Danach verfasste er noch über 70 Werke: Ruhm will erhalten und genutzt werden. Der Vater des realistischen Romans war, wie Felix Philipp Ingold berichtet, eine widersprüchliche Persönlichkeit.


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Fiktives Interview mit dem armenischen Dichter Tumanyan und Dana Kube
Ein Schnellboot neben dem großen Tanker Bildungssystem

Für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit von jungen Menschen wird in Frankfurt am Main im April ein wegweisendes Leuchtturmprojekt eröffnen. Der Name TUMO des MINT-Lernzentrums geht auf den armenischen Dichter Hovhannes Tumanyan zurück. Die Stadtverordnete und Bildungswissenschaftlerin Dana Kube beschreibt das innovative Projekt für digitale Bildung und wählt dafür die Form des fiktiven Gesprächs mit dem Namensgeber.


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Nicht die Kunst, sondern die Ökonomie spielt in großen Orchestern die erste Geige
Das Pausenproblem

Es ist verblüffend, auf welche Weise sich gesellschaftliche Verhältnisse in einem großen Orchester widerspiegeln. Zuweilen glaubt man sogar einen Ständestaat en miniature vor sich zu haben. Der Schein einer verschworenen Frackgemeinschaft, die die bestmögliche Realisierung welcher Musik auch immer anstrebt, verblasst bei näherem Besehen. Rainer Erd hat sich die Struktur dieser musikalischen Repräsentationskollektivs angesehen.


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Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz
„Reichtum verpflichtet“

In Berlin und Rom gedachte man Johanna und Eduard Arnholds, Unternehmer, Kunstsammler und Mäzene bis in die 20er Jahre des vorletzten Jahrhunderts hinein. In der römischen Villa Massimo wird man sich mit der Geschichte und Bedeutung ihres Gründers und seiner Frau beschäftigen; in Berlin wurde die Piazetta vor dem Kulturforum auf den Namen des Ehepaares getauft. Christel Wollmann-Fiedler hat anlässlich des hundertsten Todestages Eduard Arnholds die Arbeit der vermögenden Stifter skizziert.


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3 Gedichte von
Mariana Marin

Übersetzung: Alexandru Bulucz


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Empfehlung: 32. Ausgabe von Africa Alive in Frankfurt am Main
Africa Alive Festival

Das Filmprogramm der 32. Ausgabe von „Africa Alive” präsentiert sowohl aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme als auch Filmklassiker. Dazu gibt es ein Begleitprogramm mit Eröffnungskonzert von Melane am Samstag, 31. Januar, in der Brotfabrik. Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem Regisseur Souleymane Cissé gewidmet, der im Februar 2025 im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Festival auf den Sudan und die Entwicklungen der vergangenen Jahre, die vom Bürgerkrieg und Vertreibungen geprägt sind, und insbesondere in zwei Dokumentarfilmen, KHARTOUM (1925) und SUDAN, REMEMBER US (2024), thematisiert werden.


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Empfehlung: 70 Jahre Mozartwoche in Salzburg
Mozart: lux æterna

Vom 22. Januar bis zum 1. Februar 2026 findet in Salzburg das weltweit bedeutendste Mozart-Festival unter dem Motto „Mozart: lux æterna“ statt. Neben der Neuproduktion von Die Zauberflöte wird das umfangreiche Jubiläumsprogramm komplettiert durch kunstvolles Marionettentheater mit Livemusik, Performance, Kino mit frühen Filmraritäten rund um Mozart, Lesungen, Künstlertalks, ein Pubquiz, Familienkonzerte und vieles mehr.  


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