Porträt und Interview mit der Dirigentin Anja Bihlmaier
Wenn Präzision und Leidenschaft sich verbinden

Anja Bihlmaier gehört zur raren Spezies von Frauen am Dirigenten-Pult, der es gelungen ist, sich international zu profilieren und deren Können von Orchestern, Publikum, Veranstaltern und Opern-Häusern sehr geschätzt und von Kritikern hoch gelobt wird. Es ist absurd, aber den Umweg übers Ausland hat es offensichtlich gebraucht, um sich nun auch endlich hierzulande einen Namen zu machen. Andrea Richter hat sie im Konzertsaal erlebt und mit ihr gesprochen.


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Ocean Vuongs Roman „Auf Erden sind wir kurz grandios“
Literarische Selbstermächtigung

Mit seinem Debüt „Auf Erden sind wir kurz grandios“ rief Ocean Vuong beachtliche Aufmerksamkeit hervor. Als Kleinkind 1990 von Vietnam in die USA gekommen, überschreitet er in dem Roman die Gattungsgrenzen und entwickelt eine neue Form politischer Literatur, indem er ungeschminkt vom Leben in einer strukturell gewalttätigen und homophoben Gesellschaft erzählt. Die Literaturkritikerin Insa Wilke beeindruckte besonders, dass es dem Autor „nie um reine Darstellung“, sondern um Erkenntnis geht und Gewaltszenen zu Metaphern werden. Das macht für sie das „realitätssüchtige und energiegeladene“ Buch so „stark und souverän“.


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Ausstellung und Katalog: Gerhard Richter in Paris
Es bleiben immer Rätsel

Unter den alten Meistern, die noch leben, steht Gerhard Richter sicher auf einer herausgehobenen, erhabenen Position. Seine unscharfen Abbilder, die die Flüchtigkeit ihrer Objekte fixieren, die klaren Farbkonstellationen, die dynamisch wirkenden, abstrakten Arbeiten umspielen aber auch das Unmalbare, das ohnehin das Unsagbare ist. Martin Lüdke hat die große Richter-Ausstellung in der Pariser Fondation Louis Vuitton gesehen und hat auch gleich den prächtigen Katalog von Schirmer/Mosel mitgebracht, dem wir die Abbildungen entnehmen durften.


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Korngolds Violanta in der Deutschen Oper Berlin
Deckel drauf, Mann allein

Am Sonntag vor dem Holocaust-Gedenktag eine Oper von Erich Wolfgang Korngold, einem Komponisten, der im US-Exil überlebte: Mit seinem Frühwerk „Violanta“ bestritt der seit 17 Jahren amtierende Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin, Donald Runnicles, seine letzte Premiere am Haus und erntete vom Berliner Publikum stürmischen Applaus. Eine neue, besondere Entdeckung im riesigen Kanon der Opernliteratur war „Violanta“ für Andrea Richter


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Auszug aus „Die Schöne und der Papagei“ von Mrinal Pande
Das Universum im Bauch der Kuh

Mit einem satirischen Roman aus Indien beginnt auf TEXTOR ein neuer Themen-Schwerpunkt, der in Kooperation mit dem Litprom-Freundeskreis in loser Folge übersetzte Welten-Literatur vorstellt. Der Roman der indischen Autorin Mrinal Pande stand 2024 bereits auf der Weltempfänger-Bestenliste. Wie wahr oder unwahr eine erzählte Geschichte ist, darüber wird auf der Grundlage uralter Überlieferungen entschieden, den heiligen Veden und den großen indischen Epen. Die Indologin und Übersetzerin Almuth Degener führt in das Werk ein. Eine Passage des Romans gibt Einblick in den – übersetzten – Originalton des Werkes.


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Porträt der schwedischen Schauspielerin Ingrid Thulin
Der schwere Samt des Grases

Die Schwedin Ingrid Thulin gehörte zu den schillerndsten europäischen Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit ihrer darstellerischen Genialität verlieh sie unter anderem dem revolutionären Zeitgeist in Filmen von Ingmar Bergman und Luchino Visconti Gestalt. Vor dem Hintergrund ihres 100. Geburtstags am 27. Januar dreht der Filmemacher Dirk Schäfer derzeit eine dokumentarische Hommage. Seit jungen Jahren von ihrer Ausdruckskraft gepackt, wirft er hier auf Ingrid Thulin einen sehr persönlichen Blick.


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Die Rückkehr der „deutschen Sache“
„Fragile Demokraten” und „rechte Patrioten”

Man muss nicht über die Absichten und Ziele einer rechtsradikalen Partei spekulieren. Sie verhehlt ja nichts. Äußerungen ihrer Repräsentanten sind zu oft von NS-Parolen nicht zu unterscheiden, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit sind die Basis ihres Programms. Begriffe wie „Volk, Volksgemeinschaft und Führer” finden wieder Verwendung – nicht nur im nationalgesinnten Gedankengebräu rechtsextremer „Patrioten“. Helmut Ortner schreibt über Nationalismus, Erinnerungstilgung der AfD – und warum Bundespräsident Steinmeier als Demokratie-Mahner nicht taugt.


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Akustische HAIKU von
Peter Liermann

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Empfehlung: Comicpräsentation und Diskussion Frankfurt am Main
Widerstand – Drei Generationen antikolonialer Protest in Kamerun

Der Comic der Initiative Perspektivwechsel e. V. erzählt die Geschichten von Menschen, die sich früher dem Kolonialismus widersetzt haben. Auch heute wehren sie sich gegen kolonialen Kontinuitäten, die in die kamerunische Gesellschaft hineinwirken. Ihre Geschichten zeigen das Ausmaß der rassistischen Kolonialpolitiken Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens in Kamerun. Veranstaltet von: Africa Alive Festival in Kooperation mit medico international.


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Empfehlung: Literarischer Vorgeschmack auf den Ehrengast Chile der Frankfurter Buchmesse 2027
Rosabetty Muñoz (Chile) im Gespräch mit Karen Genschow

Rosabetty Muñoz ist eine der wichtigsten lyrischen Stimmen Chiles. Neben zahlreichen weiteren Preisen wurde sie 2024 mit dem Premio Iberoamericano de Poesía Pablo Neruda ausgezeichnet. Ihr Werk ist verwurzelt in der Landschaft, den Stimmen und der Kultur Südchiles, insbesondere der Insel Chiloé. Die Autorin und Übersetzerin übernimmt die Moderation.


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Empfehlung: Austellung im Museum für Kommunikation Frankfurt
Die Nazis waren ja nicht einfach weg

Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise.


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