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Fabian Wurm über den Frankfurter Stadtteil Riedberg in der ersten Dekade nach dem Jahrtausendwechsel

Der Bedarf an Wohnungen ist in Metropolen wie Frankfurt am Main sehr hoch. Der sogenannte freie Markt sorgt zwar nicht für Wohnmöglichkeiten, sondern treibt die Preise der vorhandenen unverhältnismäßig in die Höhe. Um Abhilfe zu schaffen, hat die Stadt im Norden schon vor Jahrzehnten ein neues Wohnviertel geplant, auch um Teilen der Universität eine Bleibe zu bieten. Fabian Wurm beschreibt die Entstehung des Stadtteils Riedberg.
Das Jahrzehnt hat viele Namen. Die 2000er, die Einerjahre, die Nullerjahre, kurz die Nuller, auch The '00s, Noughties oder Millennium Years genannt. Allein: Es fehlt ein verbindlicher Begriff. Die Postneunziger, die Neu- oder die Zweitausender? Kaum besser. The Decade From Hell nannte das US-Magazin „Time“ die Jahre zwischen 2000 und 2010, „das Jahrzehnt der Hölle“.(1) Chronisten sind sich einig: In dieser ersten Dekade nach dem Jahrtausendwechsel war von der großen Euphorie, die mit dem Ende des Kalten Krieges verbunden war, nichts mehr zu spüren. Ernüchterung kehrte ein. In New York sank das World Trade Center in Schutt und Asche. In Birmingham und London brannten ganze Straßenzüge. An den Küsten Südasiens und Ostafrikas hinterließ der verheerendste Tsunami seit Menschengedenken eine Spur der Verwüstung. Die Verletzlichkeit von Bauten und Städten, mehr noch: die Zerstörbarkeit des Planeten, wurde allerorts sichtbar – ebenso der demografische Wandel. Im Jahr 2008 lebten weltweit erstmals in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Und der Trend hält an: Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen rechnet mit fünf Milliarden Städtern im Jahr 2030, das sind zwei Drittel der Erdbevölkerung, Tendenz steigend.
Globale Krisen und Verwerfungen schlagen sich in der lokalen Ökonomie einer Metropole wie Frankfurt nieder – auch in der Gestaltung von städtischen Räumen und Siedlungen. Die Stadt der Banker und Kreativen, der Arbeitsnomaden und Arbeitsmigranten ist logistischer Mittelpunkt Kontinentaleuropas, als Finanzzentrum mit der ganzen Welt verknüpft und bleibt die einzige Global City der Bundesrepublik; selbst nach Berlins Kür zur Hauptstadt.(2) Seit den Neunzigerjahren wächst die Bevölkerung, zunächst auch „in Folge der Wiedervereinigung Deutschlands und des Kriegs im früheren Jugoslawien“, wie sich der einstige Planungs- und Baudezernent Martin Wentz erinnert. Damals „kamen innerhalb von vier Jahren über 30 000 Neubürger in die Stadt“.(3) Seit jener Zeit herrscht Wohnungsmangel. Damit ist auch der Bau von Großsiedlungen und ganzer Stadtteile wieder aktuell geworden.

Die Bebauung des Frankfurter Riedbergs begann 2001. Die Planungen indes reichen weit zurück. Im Jahr 1989, als die erste Frankfurter rot-grüne Koalition antrat, „das durch die Stadtpolitik der letzten Jahre aus dem Lot geratene Verhältnis zwischen Ökologie und Ökonomie, zwischen Zentrum und Stadtteilen, Mehrheiten und Minderheiten zu korrigieren“, gewann die Bekämpfung der Wohnungsnot Priorität.(4) Doch in großem Maßstab Wohnungsbau zu betreiben, das habe man „ja erst mal wieder lernen müssen“, so Martin Wentz.(5) In der Hochphase der Postmoderne seien zuvorderst innenstadtnahe Vorzeigeprojekte gebaut worden: Museen, Messebauten und Alte Oper. Die Peripherie hingegen habe man schnöde ignoriert, wie Walter Prigge seinerzeit feststellte: „Der gegenwärtige Wachstumsdruck zwingt allerdings dazu, Überlegungen zur systematischen Stadterweiterung anzustellen: die transitorische Zone zwischen Stadt und Land, die sozialpolitische Brisanz der Vorstädte werden die Themen der Stadtentwicklungsdebatte der kommenden Jahre sein“, prophezeite der Soziologe.(6)
Das Ziel war hochgesteckt, die Zeit drängte. Die neuen Siedlungen am Rande der Stadt, davon waren Dezernent Wentz und die städtischen Planer überzeugt, müssten sowohl mit dem öffentlichen Nahverkehr als auch mit dem Auto schnell zu erreichen sein. Mit nachhaltigen Fern- oder Nahwärmenetzen – dem Müllheizkraftwerk der Nordweststadt etwa – ließen sich, so eine ihrer Überlegungen, Tausende Haushalte auf einen Schlag klimafreundlich beheizen. Um eine soziale Monokultur zu verhindern, sollten moderne Mobilitätskonzepte, Einkaufsmöglichkeiten und Grünflächen gleich mitgeplant – vor allem: sofort – und nicht als sogenannte Folgeeinrichtungen gebaut werden; Schulen und Kindergärten seien dabei vorrangig.
Als mögliches Stadterweiterungsgebiet rückte rasch der Niederurseler Hang – wie der westliche Teil des Geländes um den Riedberg zunächst genannt wurde – ins Visier. Rund acht Kilometer nordwestlich der Innenstadt, weniger als fünf Kilometer südlich von Bad Homburg gelegen, wurde diese exponierte Anhöhe mit Skyline-Blick gen Süden, Feldbergsicht im Norden, vor allem landwirtschaftlich genutzt. Auch als Naherholungsgebiet. Vom Taunus weht oft eine frische Brise herunter auf den „Spazierberg“ der Bewohner von Niederursel und Kalbach. Zwei Universitätsinstitute, die Fachbereiche Chemie und die Biowissenschaften, hatten sich bereits am Niederurseler Hang angesiedelt; der Bau weiterer Forschungseinrichtungen nebst dem Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ) war bereits geplant. Die Verlagerung der gesamten Universität aus dem angestammten Kerngebiet in Bockenheim ließ Pläne einer Science City im Norden Frankfurts reifen, die mindestens „europaweit wettbewerbsfähig sein wird“, wie Peter Rost, Bevollmächtigter der Universität für die Standortentwicklung, 1994 bekundete.(7)
Doch weder eine „Uni-Kolonie“ noch eine „Schlafstadt“, sondern einen „lebendigen und vielfältigen Stadtteil“, ein Quartier mit „bewusst städtischem Charakter“ hatten die Stadtplaner im Sinn. Trotz seiner peripheren Lage sei die geplante Stadterweiterung mit einer angestrebten durchschnittlichen Bebauungsdichte von 0,9 (GFZ) höher als in den umliegenden Orten und könne folglich beispielhaft sein „für kompakte Strukturen am Stadtrand“, erläuterten die Riedbergplaner Karl Heinz Staab und Jürgen Büttner.(8) Hier in Frankfurts Norden, auf einer Fläche, die mit 267 Hektar in ihrer Ausdehnung ungefähr der Innenstadt entspricht, begrenzt von den Autobahnen 5 und 661, könnten künftig bis zu 30 000 Einwohner leben. Das hatte ein städtebauliches Gutachten ermittelt. Damit war eine Größe anvisiert, die beinahe der benachbarten Nordweststadt entsprach. Die Büro- und Laborgebäude der naturwissenschaftlichen Uni-Dependance böten, auch das hatten die Planer errechnet, 8000 Studierenden und 3000 Uni-Angestellten Platz.
In den Quartieren „Altkönigblick“, „Westflügel“, „Schöne Aussicht“, „Ginsterhöhe“, „Mitte“ und „Bonifatiusbrunnen“ sollte Wohnraum geschaffen werden, der auch für junge Familien bezahlbar ist. Doch mit den Großsiedlungen vergangener Zeiten würde der Riedberg, davon waren seine Planer überzeugt, nichts gemein haben. Auch in der Finanzierung galt es, andere Wege zu gehen. Die großen Wohnungsgesellschaften, die den Bau der Frankfurter Siedlungen einst mitgeplant und finanziert hatten – angefangen von Ernst Mays Vororttrabanten über die Nordweststadt (9) bis hin zum Bügel im Nieder-Eschbacher Ben-Gurion-Ring –, verloren 1990 ihre Gemeinnützigkeit. Der Skandal um die Neue Heimat bot einen Anlass, keine Steuervergünstigungen mehr zu gewähren. Damit war dem öffentlich geförderten Wohnungsbau eine wesentliche wirtschaftliche Grundlage entzogen. Städtische Planungspolitik konzentrierte sich in der Folge auf Projekte, die ökonomisches Potenzial versprachen und mit denen sich privates Kapital akquirieren ließ. „Einflussreiches Investmentkapital konnte immer häufiger ganze Stadtareale weitgehend nach eigenen Interessen formen“, konstatierte die Historikerin und Stadtforscherin Adelheid von Saldern.(10)
Um überhaupt im großen Stil bauen zu können, nutzten die findigen Riedberg-Planer erstmalig ein Instrument, das im Baugesetzbuch den sperrigen Namen „städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“ trägt.(11) In der Umsetzung heißt das konkret: Der Bodenpreis der anvisierten Ackerflächen und landwirtschaftlich genutzten Wiesen wurde auf dem Niveau vor der Planung eingefroren. Jede private Spekulation gelte es zu verhindern. Die Rechnung war simpel: Die Grundstückseigentümer – immerhin 110 an der Zahl – mussten ihren Grund und Boden für 45 Mark (damals 23 Euro) je Quadratmeter hergeben, andernfalls drohte Enteignung. Die Stadt verkaufte dann den neu parzellierten und mit Baurecht versehenen Boden an private Investoren ab 500 Euro pro Quadratmeter und finanzierte so die Straßen, Schulen, Kitas, und Parks des neuen Stadtteils.
Alle Klagen der betroffenen Landwirte halfen nichts: Im Juni des Jahres 2000 stufte der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel die bauliche Entwicklung des Riedbergs als rechtmäßig ein, und im August wurde der Bebauungsplan verbindlich. Damit waren aber keineswegs alle Probleme, die einem zügigen Bau des Stadtteils bis dato entgegenstanden, beseitigt. Entgegen allen Annahmen der Planer blieb das Interesse von potenziellen Investoren zunächst aus. Auch die verbliebenen Wohnungsgesellschaften, die ABG und die Nassauische Heimstätte etwa, waren nicht als Pionier-Investoren zu gewinnen.(12)

Folglich rückte das Bauen auf kleinen Parzellen in den Blick. Für die südöstlich gelegene Teilfläche unter der Bezeichnung „Am Bonifatiusbrunnen“ führte die Stadt eigens ein einfacheres Bebauungsplanverfahren durch. Hier entstanden standardisierte Reihen- und Doppelhäuser mit Carport und Gärtchen. Mal hellblau, mal rosa oder hellgrün verputzt, mit Satteldächern und Fensterläden versehen. Die Architektur dieser putzigen Eigenheime gibt vor, sich wahlweise an der Baukultur Spaniens, Frankreichs, Italiens und der Schweiz zu orientieren, die Straßen tragen Namen französischer Künstler wie Renoir und Gauguin. Ziel sei es, die „Eintönigkeit herkömmlicher Wohnsiedlungen“ gar nicht erst entstehen zu lassen, proklamierte Investor Christian Krawinkel.(13) Das Resultat: Mehr Prätention als Architektur. Aller vermeintlichen Individualität zum Trotz eben doch vorgefertigte Massenware, allerdings ohne Sinn für Form und Tradition, kaum anders als die viele Bausparkassenheime. Kritiker sprachen von „Investoren-Städtebau“, gar von einer Gated Community (14), einem Wohlstandsghetto, und fragten sich, ob diese Reihen- und Doppelhäuschen im pseudo-mediterranen Stil nicht besser zu einer Ferienanlage passten als zu einer kompakt gebauten Vorstadt. Der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler holte zu einer Generalkritik aus, sprach von „erschreckender Rückwärtsgewandtheit“. Die Haltung My home is my castle habe sich überlebt. Die Häuser des ersten Riedberg-Viertels seien „viel zu wenig städtisch“, die Straßenquerschnitte wiederum zu breit. „Wo bleibt“, so lautet Mäcklers aus diesem Befund abgeleitete Frage, „eigentlich der Gestaltungswille der kommunalen Behörden?“(15)

Kritik am Riedberg-Projekt hatte es auch zuvor gegeben. Allerdings waren es in der Regel Stadtpolitiker, die im Laufe der immens langen Planungsphase das Vorhaben immer wieder infrage stellten. Mal gingen die Grünen auf Distanz(16), dann verlangte die CDU, eine Reduzierung der geplanten Einwohnerzahl auf weniger als 8000 zu prüfen, die Höhe der Gebäude auf maximal vier Geschosse zu begrenzen.(17) Die Folgen dieser Querelen sind fatal: Die Baudichte des gesamten Riedberg-Quartiers wurde um 25 Prozent reduziert, die angestrebte Einwohnerzahl sank auf 15 000. „Hinter dieser Vorgabe stand ein stärker an einer Vorstadt orientiertes Leitbild mit einer größeren Zahl an Reihen- und Einfamilienhäusern“, bedauert Ex-Planungsdezernent Wentz. „Auch die Mehrfamilienwohnhäuser verloren dadurch ein Geschoss.“ Die daraus resultierenden Nachteile einer geringeren Versorgung mit Einzelhandel, Restaurants und Kneipen, so Wentz weiter, erkenne heute nicht nur der Fachmann.(18)
Erst als 2008 das Zentrum des neuen Stadtteils nach Entwürfen der Architekten Schneider + Schumacher und der Teams Dreissigacker-Haupt sowie Hoechstetter und Partner fertiggestellt wurde, war ein urbaner Akzent auf dem Riedberg gesetzt. Vier längliche Wohnbauten, die eine Mall einschließen, deren Dach aus 21 konoid geformten Shed-Elementen besteht, und ein sechsgeschossiger Solitär mit großer Glasfassade gen Westen, platziert an jener großen Kreuzung, die das Gelenk zwischen dem neuen Universitätsquartier und dem Wohngebiet bildet: Das prägnante Ensemble ist beinahe so etwas wie ein Wahrzeichen des Stadtteils geworden. Hier ist – davon kann sich jeder Besucher überzeugen – Leben eingekehrt. Zwei große Supermärkte finden sich, mehrere Cafés, Drogerien, Spielwarenläden und Bäcker sowie Modegeschäfte. „Das Stadtteilzentrum bringt in die Vorstadtsiedlung den Blockrand und den Mietwohnungsbau“, lobte Dieter von Lüpke, Leiter des Stadtplanungsamtes, den „hervorragenden Entwurf mit klaren Raumkanten.“(19)
Hier wurden städtische Maßstäbe erkennbar. Prägten bislang Reihenhäuser am Riedberg das Bild, wurden fortan im großen Stil Geschosswohnungen geplant. Die Stadt bemühte sich um eine deutliche Verbesserung der städtebaulichen und architektonischen Qualität, indem sie auf Architektenwettbewerbe und Gutachterverfahren für die Entwicklung der einzelnen Parzellen setzte. Das Resultat sind mitunter avancierte Bauten profilierter Architekturbüros: Scheffler und Partner sind dabei, Stefan Forster ebenso die Darmstädter Baufrösche, Cyrus Moser und Daniel Libeskind sowie das berühmte Berner Atelier 5. Selbst Riedberg-Kritiker Mäckler ließ es sich nicht nehmen, im Grünen zu bauen. Zusammengenommen entstand am Riedberg eine beachtliche Ansammlung zeitgenössischer Wohnbauten. Deren kritische Würdigung freilich muss dem kommenden Band dieser Reihe vorbehalten bleiben. Denn ihre Fertigstellung fällt in die Zehnerjahre. Oder muss es die 2010er heißen?
Anmerkungen
1 Auf dem Cover der zweiten Dezember-Ausgabe war ein schreiendes Kind inmitten einer Silvesterdekoration zu sehen. Die Headline lautete: „A Decade from Hell. And why the next one will be better.”, Time Magazine, Vol. 174, No. 2, 7. Dezember 2009.
2 Vgl. Stadt-Welt: Über die Globalisierung städtischer Milieus. Die Zukunft des Städtischen, Band 6, hrsg. von Peter Noller, Walter Prigge, Klaus Ronneberger, Campus-Verlag, Frankfurt am Main, New York 1994.
3 Martin Wentz: „Der Riedberg: Nur eine Etappe der Frankfurter Stadtentwicklung!“; in: Ernst-May-Gesellschaft, May-Brief 43, April 2016, S. 8 ff.
4 Manfred Köhler: „Rot-Grün im Römer 1989: Am Ende desillusioniert“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. April 2021.
5 Martin Wentz: „Erinnerungen und Bewertungen“; in: Die Stadt der Eisenbahn wird zum Europaviertel: Stadt- und Messeplanung in Frankfurt am Main als Prozess, hrsg. von Dieter von Lüpke, Georg Speck, Waldemar Kramer, Wiesbaden 2022, S. 159.
6 Walter Prigge: „Städtebau am Stadtrand heute“; in: Stadtplanung in Frankfurt: Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Die Zukunft des Städtischen, Band 1, hrsg. von Martin Wentz, Campus-Verlag, Frankfurt am Main, New York 1991, S. 98 f.
7 Peter Rost zitiert nach Kerstin Liesem: „Ein neuer Stadtteil gegen Abwanderung“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. April 2004.
8 Karl Heinz Staab, Jürgen Büttner: „Ein Teil der kompakten Großstadt: Das neue Universitätsviertel ,Am Riedberg‘, in: Die Zukunft des Städtischen, Band 11, hrsg. von Martin Wentz, Campus-Verlag, Frankfurt am Main, New York 2000, S. 206 ff.
9 Der berühmte Grafiker, Autor und Städtebaukritiker Otl Aicher attestierte der viel kritisierten Nordweststadt genau jene Qualitäten, die von den Riedberg-Planern angestrebt wurden: „Die Nordwest-Stadt in Frankfurt kehrt das Verhältnis von Flach- und Hochbauten um, die Stadt gewinnt wieder Höhe und Dichte [… ] Es ist eine Stadt für Städter.“ Ders.: „Schluß mit der Zeilen-Siedlung: Frankfurts Nordweststadt – ein Viertel ohne Langeweile“, in: Die Zeit, Nr. 48, 1. Dezember 1967.
10 Adelheid von Saldern: „Gegen Entmischung und Monotonie der Städte“, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Nr. 12, 2015, S. 152.
11 Kommunen dürfen nur dann eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme starten, wenn diese eine herausragende Bedeutung für die weitere Stadtentwicklung hat, insbesondere um einen Mangel an Wohnraum oder an Arbeitsstätten zu beseitigen. Da dieses Planungsinstrument an viele Bedingungen geknüpft ist – das Wohl der Allgemeinheit, zügige Durchführung, mangelnde Finanzmittel der Gemeinde zum Grundstückserwerb etwa –, wurde es von Planern bislang selten angewendet.
12 Vgl. Dieter von Lüpke: „Der neue Stadtteil ,Am Riedberg‘: Ein komplexes Großprojekt mit einer 27-jährigen Planungs- und Baugeschichte“, in: Der Frankfurter Riedberg: Stadtentwicklung für das 21. Jahrhundert, hrsg. von Christian Kaufmann und Michael Peterek für den Deutschen Werkbund Hessen, Jovis Verlag, Berlin 2018, S. 39 und S. 43.
13 Immobilienkaufmann, Vorstand der CKV Vermögensverwaltung.
14 Ursula Baus: „Wohlstand liebt Konvention. Eine Außenansicht auf Wohntypologien im Stadtteil Riedberg“ in: Der Frankfurter Riedberg: Stadtentwicklung für das 21. Jahrhundert, a.a.O., S. 94.
15 Christoph Mäckler: „Das Reihenhaus hat sich überlebt“, in: Frankfurter Rundschau, 23.01.2019. Vgl.: Helga Einecke: „Acker, Bau und Siedler-Charme“, Süddeutsche Zeitung, 17. Juni 2016.
16 In Frankfurt selbst, so teilten die Grünen im Römer mit, gebe es genügend freie Flächen für den Wohnungsbau. Eine Zustimmung zu dem Projekt habe es im Übrigen nie gegeben. Man sei lediglich damit einverstanden gewesen, eine Voruntersuchung für das Gebiet durchführen zu lassen. Immobilien Zeitung Nr. 26/1995 vom 30. November 1995.
17 Thomas Porten: „Diät für Riedberg-Projekt? Parteien diskutieren Verringerung bei Wohnbebauung“, Immobilien Zeitung Nr. 13 vom 14. Juni 1996.
18 Martin Wentz: „Der Riedberg: Nur eine Etappe der Frankfurter Stadtentwicklung!“, a.a.O., S. 10.
19 Dieter von Lüpke zitiert nach: Christoph von Schwanenflug: „Neuer Investor und alter Streit“, Immobilien Zeitung Nr. 12 vom 26. Mai 2006.

Architekturführer Frankfurt 2000–2009
Hrsg.: Freunde Frankfurts e.V.,
Wilhelm E. Opatz
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Junius Verlag Hamburg, 2024
Erstellungsdatum: 09.06.2026