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Der Blick in die Tagebücher eines Verstorbenen spürt nicht selten überraschende Details eines Lebens auf, das einem so ganz anders erschienen war. Und solch ein Befund kann bewirken, dass der Mensch, den man doch zu kennen glaubte, einem so fremd und bedeutsam entgegentritt, dass man selbst seiner Blindheit inne wird. Jamal Tuschick hat mit dem Verleger, Autor, Herausgeber und Antiquar Wolfgang Rüger über sein Engagement als Promoter von Jürgen Ploog und dessen Werk gesprochen.
„Ich wollte (schon als Kind) schreiben, weil mich Schreiben nicht realen Zwängen unterwarf. Schreiben macht Vorgänge und Gefühle handhabbar.” Jürgen Ploog
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„Ein Autor wird nicht durch sein Werk historisch, sondern durch die Organisation seiner Sichtbarkeit in verschiedenen Öffentlichkeiten.“ Wolfgang Rüger
Die Arbeit am Nachlass eines Autors verlangt mehr als philologische Sorgfalt. In manchen Fällen verschiebt sie den Status erheblich. Der tote Schriftsteller tritt nicht unverrückbar in die Geschichte ein. Vielmehr wird er in der Akutwahrnehmung jeder Gegenwart neu gezeugt. Mitunter avanciert eine abgelebte Figur zum Genie, dessen Werk erst im Medium der Edition seine epochalen Konturen gewinnt.
Im Fall von Jürgen Ploog ist eine anhebende Neubewertung seines Werks im Gang. Wo das Schreiben selbst auf Fragment, labyrinthische Selbstbefragung und radikale Einzelposition angelegt war, nimmt das Publikum der unmittelbarsten Jetztzeit die Fährten auf. Der Nachlass ist in diesem Fall nicht bloß eine Hinterlassenschaft, sondern der Rohstoff einer weiteren Produktionsphase – eine, die zwar ohne den Autor, jedoch nicht ohne seine Setzungen auskommt.
Ein historisches Beispiel für solch eine variable postume Wirkungskraft liefert Franz Kafka, dessen Werk ohne die editorische Intervention von Max Brod vermutlich ihren Kassibercharakter behalten hätte. Brods Entscheidung, die Texte (entgegen Kafkas Willen) nicht zu vernichten, sondern sie in eine lesbare Form zu überführen und schließlich zu veröffentlichen, ist keine literaturgeschichtliche Fußnote.
Zumal bei avantgardistischen Schreibweisen lässt sich beobachten, dass der Nachlass oft jene Kohärenz erzeugt, die der Autor zu Lebzeiten seinem Werk verweigert hat. Bei Walter Benjamin etwa ist es die Montage-Struktur der hinterlassenen Materialien, die eine ausdeutende Edition erzwang. Solche Interventionen befeuern die Theorieproduktion. In dieser Perspektive ist der Editor stets Ko-Autor. Er entscheidet nicht nur, was erhalten bleibt, sondern auch, was Werk wird. Besonders deutlich wird das bei Autoren, die sich selbst bewusst peripher positioniert haben. Eine paradoxe Situation zeichnet sich ab. Je stärker ein Autor sich der Einordnung entzieht, desto größer wird die Macht der nachträglichen Einordnung.
Jamal Tuschick: Brinkmann und Ploog – Wann sind Dir die beiden zum ersten Mal begegnet? Das waren bestimmt sehr unterschiedliche Erlebnisse. Auch wenn man heute die beiden so dicht beieinander mühelos stehenlassen kann, zu Brinkmanns rasch endenden Lebzeiten gab es bestimmt unüberwindbare Barrieren der Distinktion nicht zuletzt. Brinkmann war der Prototyp eines freien Autors, Ploog geradezu ein Antipode dieses Typus.
Wolfgang Rüger: Den Büchern von Brinkmann dürfte ich als Gymnasiast Ende der Siebziger begegnet sein. Er war für mich vor allem spannend, weil er als Außenseiter galt. Und dass ACID, das ich unbedingt lesen wollte, für mich in der hohenlohischen Provinz nicht greifbar war, erhöhte diesen Reiz sicher. 1980 habe ich den Paria Verlag gegründet und bin damit in die alternative Literaturszene gerutscht. Ich war dann mit meinen ersten zwei verlegten Büchern auf der Gegenbuchmesse in Frankfurt. 1982 habe ich mit dem Studium in Marburg begonnen und in der Zeit intensiv zu Brinkmann geforscht. Ich wollte einen Materialband zu ihm publizieren.
Ploog war damals schon ein großer Name in der Alternativszene, aber ich kann mich nicht erinnern, welches Buch von ihm ich zuerst gelesen habe. 1985 bin ich an die Uni Frankfurt gewechselt und habe für verschiedene Stadtzeitschriften geschrieben. Da hat es nicht mehr lange gedauert, bis ich Ploog persönlich kennenlernte. Ich stieg schnell zum leitenden Feuilletonredakteur in der Stadtillustrierten Auftritt auf, und Ploog schrieb regelmäßig für mich. Ich wurde einer seiner Kleinverleger.
Brinkmann habe ich als Berserker wahrgenommen, der gegen Gott und die Welt wütete. Ploog war für mich eher der Theoretiker, ein intellektueller Kopf, der mit seinem singulären Schreiben den Literaturbetrieb aufmischen wollte. Die Lebensumstände der beiden spielten für mich damals keine Rolle. Ploog war für mich nie Pilot, er war ein verehrter Autor. Beide gehörten nicht zum Establishment, das war für mich das Wichtigste. Ich war abseits des Mainstreams unterwegs.
Tuschick: Ralf-Rainer Rygulla hat mal gesagt, dass damals, als er und Brinkmann die Begriffe des angloamerikanischen Undergrounds in Deutschland verbreiteten, es in den Ursprungsländern schon nichts mehr gegeben habe, was ernsthaft als vor-offizielle Literatur gelabelt werden konnte. Das war bestimmt eine Zuspitzung. Gleichwohl frage ich Dich, war dieser deutsche Literaturuntergrund nicht doch nur eine in der historischen Verspätung verrottende Angelegenheit?
Ploog, im Dritten Reich geboren, hat sein ganzes Leben lang gegen die Nazi-Ideologie angeschrieben. Er hat große Hoffnung in die Studentenbewegung gesetzt und schon Anfang der Siebziger gesehen, dass das nichts wird mit der Implementierung der Beat-Philosophie. Wie wichtig das gewesen wäre, sehen wir heute. Die weltweite Hinwendung zu Autokraten zeigt ja nur, wie wenig sich politisch geändert hat. Und künstlerisch? Was kam denn wirklich Neues nach Brinkmann und Ploog? Nichts. Brinkmann ist literaturwissenschaftlich gut aufgearbeitet. Ploog hat man in die Schublade Burroughs-Epigone gepackt, sich mit ihm nicht beschäftigt, ihn nicht verstanden. Er ist der große literarische Kontinent, den es noch zu entdecken gilt.
Erstaunlich ist, dass die Beat-Bewegung auch die USA nicht radikal verändert hat, dort aber heute praktisch jedes Kind die Namen von Burroughs, Kerouac und Ginsberg kennt, während in Deutschland die Protagonisten des Undergrounds mehr oder weniger unbekannt sind.
Dass Brinkmann und Ploog ungleich wahrgenommen wurden, stimmt – Brinkmann wurde kanonisiert, Ploog eher marginalisiert. Aber zu sagen, danach sei „nichts Neues" gekommen, greift zu kurz. Autoren wie Oswald Wiener, Hubert Fichte, Rainald Goetz und Thomas Meinecke haben ästhetische Grenzen verschoben. 1960er-Underground und Pop kamen im Mainstream an, wurden absorbiert und Establishment-tauglich. Das sind normale Vorgänge. Deine enttäuschten politischen Wirkungserwartungen mit Bezug auf die ‚Beat Generation', die ja auch nur Gertrude Steins ‚Beaten Generation' folgte, überlasten nach meinen Begriffen die Literatur. Literatur ist ein Spiel mit Möglichkeiten und keine Realo-Arena.
Die Popularität von Burroughs und Ginsberg in den Vereinigten Staaten verdankt sich als Phänomen einem popkulturellen Mythos. In Deutschland erreicht solche Amplituden niemand in diesem Segment. Die Vorstellung eines „unentdeckten literarischen Kontinents" ist reizvoll – aber sie sagt mehr über unsere Sehnsucht nach übersehenen Genies als über das tatsächliche Rezeptionsgeschehen.
Würdest du sagen, dass unser Blick auf Literatur vielleicht zu stark von der Erwartung geprägt ist, dass Radikalität stets an einzelne, exemplarisch performende Protagonisten gebunden sein muss – und dass Ploog deshalb nach wie vor entweder überhöht oder übersehen wird, weil er mit seiner Weltmann-Attitüde die Vorstellungen von einem zeitgenössischen Spitzweg-Poeten untergrub und im Weiteren als sein Werk als Burroughs-epigonaler Abklatsch denunziert wurde?
Ich kümmere mich ja in meiner Freizeit um das Werk von Ploog. Die Aufarbeitung dessen, was sich in seinem Nachlass befindet, wäre eigentlich ein Fulltimejob. Im Moment bin ich der Einzige, der einen vagen Einblick in Ploogs Nachlass hat. Und da kann ich nur sagen, je tiefer ich blicke, desto größer wird der Autor. Das ist ein unentdeckter Kontinent. Das bisher Publizierte zeigt nur einen Aspekt von Ploog, eben den Cut-up-Autor. Ploog hat Literatur mit politischer Message vehement abgelehnt. Und doch war er ein durch und durch politischer Mensch. Das wird in seinen – bisher überwiegend unpublizierten – Essays und vor allem in seinen Tagebüchern klar. Er wollte eine radikale Veränderung in allen Belangen des Lebens, die ich bei den von Dir genannten Autoren nicht erkennen kann. Vor allem müssen wir unser Bild von ihm revidieren, das für die meisten stark geprägt ist von seinen Attitüden, mit denen er in der Öffentlichkeit aufgetreten ist. Bisher wird er wahrgenommen als der Pilot, der nebenher schrieb. Ploog sah sich selbst aber seit der Pubertät ganz anders. Er war hundert Prozent kompromissloser Künstler, der, wie die allermeisten, nebenher jobben musste, um sich seine Kunst leisten zu können. Viele verdingen sich als Taxifahrer, Lohnschreiber oder Nachtportiers. Ploog wurde zufällig Pilot. Sein Nebenjob war gut dotiert. Er darb fortan nicht mehr in materieller Not. Dieses Zubrot war aber gleichzeitig ein Stigma wie Hadayatullah Hübschs Konvertierung zum Islam.
Ich behaupte jetzt einfach mal: Wäre er Taxi gefahren, würde er heute als einer der wichtigsten Avantgardisten der letzten Jahrzehnte dastehen. Das ist keine Sehnsucht nach einem übersehenen Genie. Ich bin kein Literaturwissenschaftler, ich bin nur ein Amateur. Aber ich habe Texte von Ploog gelesen, da ist es mir kalt den Rücken runtergelaufen ob der intellektuellen Klarheit, der visionären Kraft, der philosophischen Tiefe. Bei Brinkmann verstehe ich jeden Satz, den er geschrieben hat. Bei ihm berührt mich sein Furor, seine Metaphern, seine Wut. Bei Ploog gibt es ganze Passagen, die ich nicht verstehe, weil sie intellektuell zu hoch für mich sind. Ich müsste mir auch Flusser, Virilio, Baudrillard etc. draufpacken, was zeitlich für mich nicht machbar ist, um ihm folgen zu können. In Rollercoaster No.6 unterhält er sich mit dem Hegel-Spezialisten Thomas Collmer auf Augenhöhe, und ich verstehe oft nur Bahnhof. Aber bei all dem Nichtverstehen, spüre ich doch, dass da nicht einer mit heißer Luft handelt, sondern eine große Substanz vorhanden ist.
Ich wollte in jungen Jahren den damals noch weitgehend unbekannten Kontinent Brinkmann erforschen, das haben in der Zwischenzeit andere getan. Jetzt sehe ich meine Aufgabe darin, Voraussetzungen zu schaffen, damit die Wissenschaft den gesamten Kontinent Ploog erobern kann. Er ist es meiner Meinung nach wert, dass man sich mit seinem Werk auseinandersetzt, das zu großen Teilen noch gar nicht publiziert ist, und ihm dem ihm gebührenden Platz in der deutschen Literaturgeschichte zuweist.
Was hier entsteht, ist kein klassisches Interview. Eher handelt es sich um eine camouflierte Kollaboration, in der sich unterschiedliche Rollen überlagern. Die Fragen setzen Begriffe, eröffnen Deutungsräume, legen Fährten. Sie sind gedankliche Angebote, manchmal auch Provokationen. In diesem Sinne liefern sie Steilvorlagen, die verschoben und praktisch gewendet werden können.
Auf der anderen Seite steht ein Editor, der die Vorlagen in operative Entscheidungen übersetzt. Auswahl, Kontextualisierung, Publikationsstrategie. Der Dialog bewegt sich in einem Zwischenraum, in dem sich Reflexion und Handlung gegenseitig antreiben. In diesem Zusammenspiel entsteht eine fortlaufende Rekonstruktion dessen, was Ploog war und was er auf Folien zustimmender Betrachtungen transzendierte. Er erscheint nicht als fixe historische Größe, sondern als Figur, die im Medium von Auswahl, Rahmung und Gespräch eine Statur gewinnt, die ihn postum als das erscheinen lässt, was er auch hätte sein können: eine treibende Kraft des Literaturbetriebs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Edition ist ein aktiver Eingriff in die Bedingungen seiner Wahrnehmbarkeit.
Das Interview wird zum Schauplatz einer Vorstrukturierung von Rezeption. Was hier gesagt wird, zielt bereits auf zukünftige Lektüren, auf Anschlussfähigkeit, auf Kanonisierung. Gespräch und Edition greifen ineinander.
Gab es bei der Sichtung des Nachlasses einen Moment, in dem sich Dein Bild von Ploog und seinem Werk so radikal verschoben hat, dass man fast von einem Zusammenbruch der überkommenen Rezeption sprechen müsste? Eine kosmische Verschiebung gleichsam. Dein kopernikanischer Geistesblitz unmittelbar vor dem Kollaps des ptolemäischen Weltbildes.

Das ist mir jetzt zu hochgegriffen. Ich wusste immer, dass Ploog außergewöhnlich ist. Aber wie ich schon öfter erwähnt habe, kannte jeder von uns nur einen Teil von ihm. Die komplette Lektüre seiner vorliegenden Tagebücher hat ihn mir sehr nahegebracht. Ich hatte fast zehn Jahre sehr intensiv mit ihm zu tun. Ich habe zwei Bitter Lemon Hefte mit ihm gemacht, er hat seine besten journalistischen Arbeiten für mich geschrieben, wir haben in engem Austausch das Polytexte-Festival und das Frankfurter 60/90-Treffen vorbereitet. Wenn Kathy Acker in Frankfurt war, hat sie bei mir gewohnt, und wir haben uns zu dritt getroffen. Ich würde sagen, wir haben uns gegenseitig gefördert und gefordert. Als ich Mitte der Neunziger mit dem Journalismus aufhörte, hat er das als eine Art Verrat empfunden. Ich habe an Bedeutung für ihn verloren. Anderen gegenüber hat er sich eher despektierlich über mich geäußert. Ich fühlte mich ihm weiterhin freundschaftlich verbunden und habe die persönliche Begegnung gesucht, wo immer es möglich war. Einladungen meinerseits hat er nicht wahrgenommen. Ich habe das respektiert. Zumal er immer sehr zugewandt war, wenn wir uns sporadisch bei Veranstaltungen getroffen haben.
Bei der Lektüre der Tagebücher habe ich sein Verhalten vollkommen verstanden: er hat seinem Alltag jede kostbare Sekunde für sein Werk abgerungen. Mit mir abends Essen zu gehen, wären wertvolle verlorene Stunden gewesen, in denen er nicht schreiben konnte. Das Pilotendasein hat er gehasst, weil es zu viel Zeit fraß. Als er in Pension ging, schrieb er ins Tagebuch: jetzt fängt das Leben erst richtig an, jetzt geht es nur noch um die Kunst. Aber er war natürlich immer noch Ehemann, Vater und Opa mit all den sich daraus ergebenden Verpflichtungen. Schon ein Handwerkerbesuch konnte ihm den ganzen Tag versauen.
Ploog hat siebzig Jahre lang geschrieben. Schon als Pubertierender hat er jede Woche einen neuen Roman angefangen. Für ihn war schon mit 15 klar, dass er Schriftsteller werden wollte. Und dann hat er geschrieben und geschrieben, ohne vom etablierten Literaturbetrieb wahrgenommen zu werden. Und hat darunter gelitten. Was für eine Lebensleistung, trotzdem immer weiterzuschreiben. Ich habe gerade eine CD gefunden, auf der sich 3 fertige, unpublizierte Buchmanuskripte befinden, darunter der 500seitige Grips-Roman, für den ich vor 40 Jahren ein Gutachten geschrieben habe, mit dem sein damaliger Agent Roberto de Hollanda bei großen und kleinen Verlagen erfolglos hausieren ging.
Glaubst du, dass radikale künstlerische Konsequenz zwangsläufig einen zwischenmenschlichen Preis fordert? Ploog ist ja auch seiner Familie gegenüber distanziert geblieben. Vielleicht war die Unbedingtheit etwas, das ihn absicherte gegen alle Verdächtigungen, sich bürgerlich den Unwägbarkeiten einer radikalen Autorenexistenz entzogen zu haben. Das ist ein weites Feld. Genauso gut könnte man sagen: Da war einer, der nicht nur radikal schrieb, sondern zugleich im mehrheitsgesellschaftlichen Sinne funktionierte – als Ernährer, als jemand, der Verpflichtungen auf hohem Niveau nachkommen konnte. Ich glaube, ohne seine weiten Spielräume wäre Ploog von Burroughs nicht nobilitiert worden. Viele Autoren, die sich als Grenzgänger und Kontributionsverweigerer gerierten, haben gar nicht erkannt, was dazugehört, um in dieser Liga auflaufen zu können.
Ich denke, wer ernsthaft schöpferisch tätig ist, wird immer ein Stück weit asozial sein. Große Kunst fordert Zeit, und die muss irgendwo herkommen. Wenn man sich auf familiäre Konstellationen eingelassen hat, wird die Familie zurückstecken müssen. Das führt natürlich zwangsläufig zu Konflikten. Nehmen wir die Ehe von Brinkmann: Die war eine Katastrophe. Kurz vor seinem Unfalltod war die Witwe mit Kind bereits aus der Wohnung ausgezogen. Brinkmann hat rigoros sein Künstlerego ausgelebt. Er war lieber mit Ralf Rainer Rygulla und später mit Henning John von Freyend unterwegs, als mit der Ehefrau. Maleen musste zu Hause das behinderte Kind hüten, während er mit seinen Künstlerfreunden ins Kino oder zu Lesungen ging oder um die Häuser zog. Die Familie Brinkmann lebte in bitterer Armut, da stand der Gerichtsvollzieher alle paar Tage vor der Tür. Als Ernährer war Brinkmann ein Totalausfall. Ploog, fünf Jahre älter als Brinkmann, steckte da mehr in bürgerlichen Konventionen. Pilot ist er nur geworden, weil er auf der Suche nach einem Job war, der ein Auskommen garantierte. Ende der fünfziger Jahre lebte er auch mit kleinem Budget. Aber ein Leben in Armut wäre für ihn nicht akzeptabel gewesen. Ich sage mal so: Wenn du Geld hast, kannst du damit soziale Defizite ausgleichen. Ploogs Familie fehlte es materiell an nichts. Seine Ehefrau und seine Kinder haben ihn schon berufsbedingt nicht jeden Tag gesehen. Ploog entstammt einem gutbürgerlichen Elternhaus, seiner Kinderstube konnte er nicht entfliehen. Er war sich seiner Verantwortung als Ernährer der Familie bewusst und hat deshalb hier Kompromisse geschlossen. Zähneknirschend. Im Tagebuch klagt er immer wieder, dass sein sehnlichster Wunsch (Vier Wände, ein Tisch, ein Stuhl und unendlich Zeit) nicht in Erfüllung geht. Wenn man den Aussagen der Familienangehörigen glauben darf, war er ein fürsorglicher Ehemann, Vater und Großvater. Abstriche mussten alle außerhalb der Familie machen. Sein Umfeld hat er gnadenlos auf Abstand gehalten. Wen er nicht für nützlich hielt, wurde ignoriert. Anna, seine Frau, hat ihm in der Familie den Rücken freigehalten. Sie hat zu seinen Gunsten ihren Beruf aufgegeben. Das war damals Konvention, würde heute wahrscheinlich nicht mehr so ohne Weiteres gehen.
Im Moment ist das Ehepaar Auster/Hustvedt in aller Munde, ich habe den Film noch nicht gesehen, es würde mich aber schon interessieren, wer im Hause Auster gekocht, geputzt und den Abwasch gemacht hat. Große Kunst entsteht nicht in einem 9 to 5-Alltag und wird in der Regel von Menschen erschaffen, die dafür auch bereit sind, über Leichen zu gehen. Einfach, weil sie es machen müssen. In diesem Sinne war Ploog ein wahrhafter Schreiber. Er hat geschrieben, weil er ohne Schreiben nicht hätte leben können.
Jetzt habe ich einen Titel für das Interview: „Der kontrollierte Radikale” – Das war Ploog. Jemand, der äußerlich funktionierte, sich aber innerlich jeder Einhegung entzog. Mich würde interessieren, ob hinter dieser Haltung nicht auch eine Form von Angst stand – weniger vor sozialem Scheitern als vor einer bürgerlich in Schach gehaltenen, vielleicht auch nur grundlos befürchteten inneren Haltlosigkeit. Ich meine, ich hätte Einschlägiges gelesen. Ploog war ja auch in seiner Anders- und Einzigartigkeit asozial im Verhältnis zu den konventionellen Interpreten der Kulturbetriebsgepflogenheiten. Es gibt da ein Wort von Flaubert über George Sand. Er fand ihre Amoralität spießig. Wahrscheinlich fand Ploog die Beat-Epigonen unserer Generation auch lächerlich angepasst an die Partynorm. Und waren sie das nicht auch mit ihrem Gesamtschulhorizont? War seine eigene Strenge auch eine Abgrenzung gegen solche Formen verkappter Bürgerlichkeit?
Da gehen wir jetzt tief ins Psychologische. Das kann ich eigentlich nicht beantworten. Vielleicht nur so viel: Wie Burroughs hat er Gruppen generell abgelehnt. Die 60/90-Treffen zum Beispiel waren für ihn läppisch. Zeitverschwendung. Am 19.7.1989 notierte er im Tagebuch: „Daneben sind 60/90-Ansätze Störfelder. Vergangenheit ist nur lästig. Weg von ihr (übrigens waren meine frühen Jahre in D. geprägt vom: Weg vom Jetzt, weg vom Hier). Ein Zurückgehen gibt es nicht.” Auch wenn er immer wieder klagte, keine wirklichen Freunde zu haben (was definitiv nicht stimmte, er hat sie nur nicht gesehen oder gelten lassen), war er ein Einzelkämpfer. Burroughs war umgeben von Leuten, die fast wie Kletten am ihm hingen, und doch war er mit keinem einzigen befreundet. Für ihn gab es keine Freunde, nur Komplizen. Diese Attitüde hat Ploog meiner Meinung nach auch gepflegt.
Gleichzeitig war er sich seines Status innerhalb der Szene bewusst und wollte dann doch dabei sein und sich programmatisch einbringen, weil er tatsächlich die meisten der Nachrücker für „kleinkariert” hielt. Vermutlich hat ihm die Rolle des Vordenkers auch geschmeichelt.
Was ihm vollkommen fremd war, ist das Nostalgische. Er war total zukunftsorientiert. Über ein Treffen mit Hadayatullah Hübsch notierte er am 6.8.1990 im Tagebuch: „4 Stunden diskutieren wir in der Hitze des Bahnhofcafés Vitesse. Er enthüllt sein Motiv für ein Schriftstellertreffen als Herzenssache. Ein schlimmeres Motiv kann ich mir nicht vorstellen. Es ist, als wäre alles plötzlich stehengeblieben.” In seinem „Statement zum Frankfurter Treffen 60/90" hat er auf 3 Seiten seine Poetologie komprimiert zusammengefasst. Dort kann man lesen: „Das Set des realen Raums, die sogenannte Realität, in der uns die Realpolitiker, die Funktionäre, Technokraten wie in einem linearen Getto von Ursache & Wirkung festhalten wollen, ist abgegrast. Mein Ziel als Schriftsteller ist es, über diesen Raum hinauszudenken & mir ist jedes Mittel recht, um dieses Ziel zu erreichen....” (der komplette Text findet sich in „Ploog West End”)
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine kleine Notiz, die ich im Nachlass gefunden habe. Dort rechtfertigt er seine Teilnahme an den 60/90-Treffen folgendermaßen: „Wenn es einen Nenner für Treffen wie diese gibt, dann ist er im Verhältnis zur Öffentlichkeit zu suchen. Ohne Öffentlichkeit führt ein Autor eine sehr beschränkte Existenz, was wiederum eine verdammt ambivalente Aussage ist.” Er charakterisiert sich in diesem Text als einen „Vertreter einer unsichtbaren Generation”, die hier die Chance hat, sich zu artikulieren. „Das Prinzip der Verweigerung hat viel für sich, aber es kann kein Programm sein. Es gibt einen Beitrag zur kulturellen Misere dieser Gegenwart, es kommt darauf an, ihn zu artikulieren. Jetzt oder nie...”
Lass uns mal kurz Abstand nehmen von den sehr interessanten psychologischen Ploog-Deutungen und uns der editorisch-kulturgeschichtlichen Verortung Deines gewissermaßen uferlosen Nachlasssichtungsprojekts zuwenden.
Was macht dieser Nachlass mit der Literaturgeschichte?
Das ist doch ein Abenteuer. Du kanonisierst einen Autor mit Potential. Es ist ja fast alles erst noch zu entdecken. Da wird einer nicht mit allen Ehren und für alle Zeiten beerdigt. Vielmehr läuft das, was Du da treibst, auf eine editorische Wiederauferstehung hinaus. Jeder einschlägige Vergleich kommt nicht aus mit einem Hinweis auf Max Brods Rettungen im Zusammenhang mit Kafkas Werk. So ein Liebesdienst macht vieles überhaupt erst sichtbar. Brod hat aus Kafkas Nachlass einen Kosmos geschaffen. Was versprichst du Dir von Deinen Bemühungen?
Die, die den Namen Ploog kennen, verbinden mit ihm Cut-up. Für David, Jürgens Sohn und Rechteinhaber des Nachlasses, ist sein Vater eher ein Philosoph. Wir haben einen gemeinsamen Schlachtplan entworfen. Erst einmal weg vom Cut-up-Image. Mit unserer ersten Publikation, „Ploog West End“, wollten wir ein Lesebuch vorlegen, das neugierig auf einen vielseitigen Autor macht. „Schreibheft 106“ ist durch eine glückliche Fügung entstanden. Ich wollte Ploog in einer etablierten, renommierten Zeitschrift unterbringen, habe Norbert Wehr kontaktiert und erfahren, dass er gerade an einem Heft mit Brinkmann arbeitet. Brinkmann und Ploog zusammen in einer Publikation, das war für mich wie ein Sechser im Lotto. Die beiden für mich wichtigsten Avantgardisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gleichberechtigt nebeneinander, besser hätte es nicht laufen können. Ich wollte Ploog auf jeden Fall mit Texten vorstellen, die niemand mit ihm in Verbindung gebracht hätte. Statements über Thomas Mann, Hans Sahl, Nabokov, Stefan Zweig, Adorno, Borges, Goethe, Kästner, Kafka, Pessoa, Sebald, Twain, Christa Wolf. Das Schreibheft ist eine Institution und wird in den etablierten Literaturkreisen wahrgenommen. Ich konnte also ein Publikum erreichen, das den Schriftsteller Ploog vermutlich bisher nicht gekannt hat. Die Reaktionen nach Erscheinen des Heftes waren durch die Bank euphorisch. Michael Krüger schrieb z.B.: „Das Tagebuch von Ploog ist eine fulminante Entdeckung. Mit dieser Veröffentlichung zeigt sich ein überragender Denker und Leser.“
Obwohl ich selbst, wie bereits erwähnt, bisher nur einen vagen Einblick in den Umfang des Nachlasses habe, ist mir in den letzten zwei Jahren der Gedanke gekommen, dass es sich mit Ploog ähnlich wie mit Fauser verhalten könnte. Fauser war ein herausragender Journalist, als Romanschreiber halte ich ihn für überbewertet. Ploog hat die Cut-up-Schiene konsequent verfolgt, und da auch Außergewöhnliches, zumal in deutscher Sprache, geleistet. Trotzdem ist sein Meisterwerk „Straßen des Zufalls“, das Buch über Burroughs. Ich denke, überragend ist er in seinen theoretischen Schriften. Er war der Vordenker des Undergrounds. Brinkmann und Ploog waren Seelenverwandte, Brüder im Geiste, die Ähnlichkeit ihres literarischen Wegs, den sie unabhängig voneinander gegangen sind, ist frappierend. Mit einem gravierenden Unterschied: Ploog ist Brinkmann intellektuell haushoch überlegen.
Zur Buchmesse 2026 wollen wir einen Materialband über Ploog herausbringen, der endlich Futter für die Literaturwissenschaft zur Verfügung stellen soll. Für nächstes Jahr ist ein Band „Ausgewählte Essays“ geplant. Ploog wird also weiterhin präsent sein. Wenn man in naher Zukunft von dem Autor Jürgen Ploog spricht, ohne den Zusatz Cut-up, dann hätten wir erreicht, was wir uns vorgenommen haben.
Das ist beinah schon ein editorisches Manifest. Deine Edition soll den Autor vom Cut-up-Label befreien und ihn als historische Figur neu erzeugen. Du deklarierst den Nachlass als aktives Werkfeld, in dem Ploogs philosophische und theoretische Dimensionen erschlossen werden. Ploog wird in Auswahl, Kontext und Vergleich neu konfiguriert. Wo liegt die Grenze zwischen editorischer Erschließung und nachträglicher Konstruktion? Beobachte ich gerade – als vorgeschobener Posten des Betriebs – die Entstehung eines zweiten Autors: den Ploog der Edition?
Ich sage immer: Mein Vorteil ist, dass ich einen toten Autor habe, der mir nicht mehr dazwischen pfuschen kann. Jetzt geht es nur noch ums Werk. Klar können wir durch den Editionsplan die Rezeption etwas lenken. Aber letztlich sind es immer noch die Ploogschen Texte, die wir auf den Markt werfen. Ob sie Bestand haben, ob sie etwas taugen, müssen dann andere entscheiden. In der jüngeren Literaturwissenschaft, die sich mit der deutschen Alternativliteratur, sagen wir mit der Zeit von 1965-1995, beschäftigt hat, taucht der Name Ploog auf, erhält auch den richtigen Stellenwert und spielt doch nur eine untergeordnete Rolle, weil es bisher praktisch keine Sekundärliteratur zu ihm gibt. Das wollen wir als nächstes ändern. Es müssen sich ja immer ein paar aus dem Fenster lehnen, damit andere nachziehen. Es braucht Reibungsmaterial.
Natürlich stellt sich mir auch die Frage, warum Ploog gerade das publiziert hat, was bis jetzt publiziert ist. Da liegt der Fokus ganz klar auf der Cut-up-Prosa, die er immer weiter entwickelt hat. Am letzten Teil der Flieger-Trilogie, „Spätvorstellung“, hat er laut Tagebuch fast 20 Jahre lang gefeilt. Er war seinen eigenen Büchern gegenüber sehr kritisch. Das ein und andere hat er sofort nach Drucklegung verworfen, nach der Lektüre bemängelt, daß die Komposition, die er im Kopf hatte, doch nicht funktioniert. Was ihm zeitlebens gefehlt hat, war ein guter Lektor seines Vertrauens. Er war nicht beratungsresistent, aber hatte hohe Ansprüche, denen keiner aus seinem Umfeld genügen konnte. Wenn er einen starken Lektor gehabt hätte, wäre die Editionspolitik schon zu Lebzeiten wahrscheinlich eine andere gewesen.
Mir geht es nicht um Legendenbildung, die mir Wondratschek in seinen Mails latent unterstellt („Jürgen als Ikone, als sich mehr und mehr verklärende Legende, ein Monolith.“). Ich will einen Autor erst einmal wieder ins Gespräch bringen, der es meiner Meinung nach verdient hat, lebendig zu bleiben. Ploog ist doch ein unglaublich moderner Autor. David meint, mit seinen Cut-ups der ideale Autor für die Tiktok-Generation. Das war auch der Grund, warum ich mich vor einem Jahr mit meinen dilettantischen Videos auf diese Plattform eingelassen habe. Um einen Autor lebendig zu halten, braucht es vor allem junge Leser. Wir werkeln also an verschiedenen Fronten und versuchen, auf der Höhe der Zeit zu sein.
Anna, Jürgens Frau, war anfangs gegen unsere Social-Media-Aktivitäten. „Jürgen hätte das nicht gewollt.“ David hat einen jungen Mann eingestellt, der sich nur um Social Media kümmert. Auf Instagram (ploog_literatur) postet Ludwig regelmäßig neue, qualitätsvolle Filmchen. Mittlerweile ist auch Anna begeistert. Das ist eine Schiene. Nicht meine, dafür bin ich zu oldfashioned. Ich kümmere mich um das alte Medium Buch und den etablierten Literaturbetrieb, der wirklich eine harte Nuss ist. Es gibt ja heute weit und breit kein Feuilleton mehr, das spannend wäre.
Ich subsumiere das jetzt unter produktiver Provokation. Deine letzte Antwort zeigt klar, wie Editionsarbeit heute als Mix aus Kanonpolitik, Medienstrategie und Literaturvermittlung funktioniert.
„Mein Vorteil ist, dass ich einen toten Autor habe, der mir nicht mehr dazwischen pfuschen kann.“
Das ist eine klare Setzung. Du hast die Kontrolle über die Präsentation und natürlich auch die Verantwortung dafür. An Dir ist es, einen literaturgeschichtsmächtigen Werkbegriffs zu etablieren.
„Es müssen sich ein paar aus dem Fenster lehnen, damit andere nachziehen. Es braucht Reibungsmaterial.“
„Mir geht es nicht um Legendenbildung“
Aber gleichzeitig passiert genau das strukturell stets. Die Leitgestirnbegriffe Ikone und Monolith drängen sich förmlich auf. Während Du entmythologisiert, entsteht ein Mythos für die nächste Generation.
Du erwähnst die fehlende Sekundärliteratur. Sind wir nicht dabei, diese Lücke zu schließen?
Wenn Rezeption heute nicht mehr nur im Literaturbetrieb, sondern parallel dazu auch in sozialen Medien und neuen Öffentlichkeiten entsteht – verändert das nicht auch die Rolle des Editors? Ist er noch primär Bewahrer eines Werkes oder bereits Architekt unterschiedlicher Sichtbarkeitsregime eines Autors?
Unser Leben hat sich in den letzten 25 Jahren grundlegend verändert. In den frühen neunziger Jahren, als ich Bitter Lemon gemacht habe, war für alle Kleinverlage das größte Problem der Vertrieb. Als die Wenigsten wussten, was das ist, hat Ploog schon voll auf das Internet gesetzt. Ich war ungläubig, Ploog vollkommen überzeugt. Heute ist tatsächlich alles nur noch einen Mausklick entfernt. Geblieben ist das Problem, wie erfährt der potentielle Interessent von meinem Produkt. Die Lösung heißt jetzt: Follower. Ohne Social Media und/oder eigene Webseite geht heute gar nichts mehr. Und zwar für einfach alle. Außer mir hat heute praktisch jeder ein Handy. Selbst Autoren, die in Großverlagen publizieren, brauchen einen Internetauftritt. Ich habe mir sagen lassen, dass ich als Newcomer die größten Chancen habe, verlegt zu werden, wenn ich mit der Manuskripteinreichung die Anzahl meiner Follower angebe.
Früher hat sich der Underground-Interessierte im Ulcus Molle oder im Newsletter von Pociao’s Bookshop informiert. Heute werde ich Follower, um auf dem Laufenden zu bleiben. Früher hat es Monate gedauert, bis ein neues Heft oder ein neuer Newsletter kam, heute werde ich in Echtzeit informiert. Ich könnte, wie das z.B. Julia Mantel oder auch Du machen, meine neuesten Texte auf meiner Webseite hochladen und meine Fans so topaktuell an meiner Produktion teilhaben lassen.
Wir sehen das Internet hauptsächlich als Werbeplattform und setzen nach wie vor (noch) auf das gedruckte Buch. Es hängt vom Projekt ab. Der größte Schatz im Nachlass von Ploog sind seine Tagebücher. Es ist vollkommen unrealistisch, daß wir einen Verlag finden, der die komplett in gedruckter Form veröffentlicht. Hier müssen wir also auch nach anderen Publikationsformen suchen. Die Internetseite einer renommierten Universität könnte eine Möglichkeit sein.
Also ja, wie jeder Autor muss ich auch als Herausgeber mein eigener Werbemanager sein und alle Wege nutzen, die mir zur Verfügung stehen.
Wird fortgesetzt.
Erstellungsdatum: 19.04.2026