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Die kunst berauschte uns: der teufelstriller
Prall lag der satansbraten auf dem teller
Besprang ein dämon je die saiten schneller –
Ist kunst verkuttet gläubiger je stiller?
Sie sind stets was uns auftritt namen schwanen
Wem gebt ihr schuld wenn wir stupide hören
Die sich das zittern lehrten vor schamanen
Statt innen still zu wachsen sich verstören?
Dann folgten wir dem kurs der kantilene
Die uns in bögen wachsend überstieg
Wir spürten sie in uns: als fiebervene
Bis ihre ankunft uns durchfuhr wie sieg –
Auch sie rührt eins nur: einen strang der gene
Doch minder wahrer nicht als das was schwieg
Aus: Wolfgang Kaußen: Quadriga. Brandenburgische Sonette 1990. Leier verkehrt. Verlag S.P.Q., Frankfurt am Main 1992
Erstellungsdatum: 23.02.2026