MenuMENU

zurück

Stickler, Doris

Doris Stickler hat Ethnologie, Religionsphilosophie und Islamkunde studiert. Sie lebt in Frankfurt am Main und arbeitet als freie Journalistin in den Bereichen Zeitgeschichte, Kultur, Kirche und Religion. Neben Beiträgen für Printmedien wirkte sie an Dokumentarfilmen über die NS-Zeit und dramaturgisch an Tanztheater-Inzenierungen mit.

Doris Stickler, Foto: privat

Alle Beiträge

Die Theologin Katharina Staritz

Was Frauen möglich war

In der evangelischen Kirche war Frauen bis 1950 das Pfarramt verwehrt. Diesen Missstand beendete der Theologe Martin Niemöller mit Schaffung der deutschlandweit ersten Planstelle für eine Theologin, die er vor 75 Jahren mit einer außergewöhnlichen Frau besetzte. Doris Stickler gibt Einblick in das Leben von Katharina Staritz, die sich weder im NS-Regime noch im männerdominierten Nachkriegsdeutschland mundtot machen ließ.

Gendergerechtes Lexikon

Equalpedia

Frauen, queere Personen und andere marginalisierte Gruppen geraten in der digitalen wie in der analogen Welt ins Hintertreffen. So liegen im größten digitalen Lexikon Wikipedia die Beiträge über Frauen und die Anzahl der Autorinnen deutlich unter 20 Prozent. Um den überfälligen Wandel voranzutreiben, schritten Karin Kraus und Sonja Hintermeier zur Tat. Doris Stickler stellt die 2021 von ihnen gegründete Internetplattform Equalpedia vor.

Das KZ-Außenlager in den Frankfurter Adlerwerken

Die schrecklichste Erfahrung seines Lebens

Dass die Nationalsozialisten in den Frankfurter Adlerwerken unter dem Namen Katzbach ein Konzentrationslager betrieben, blieb in der städtischen Wahrnehmung lange außen vor. Gelangten die Vorgänge erstmals Ende der 1980er-Jahre ins Blickfeld der Öffentlichkeit, legte das Fritz Bauer Institut 2021 eine umfassende Forschungsstudie vor. Doris Stickler umreißt den langen Weg zu einem angemessenen Gedenken an das vor 80 Jahren aufgelöste KZ.

Vor 100 Jahren startete das Projekt „Neues Frankfurt“

In Rekordzeit errichtet

Nicht nur das Bauhaus setzte in Sachen Architektur und Design bleibende Zeichen. Das Projekt „Neues Frankfurt“ zählt ebenfalls zur Avantgarde der Klassischen Moderne und erntete mit seinen gestalterischen Vorstößen weltweit Resonanz. Doris Stickler skizziert die Entwicklung des vor 100 Jahren gestarteten Programms, das einer neuen Epoche des Städtebaus Bahn gebrochen hat.

Die Arbeit der beramí berufliche Integration e.V.

Aktiv für eine vielfältige Gesellschaft

Im hiesigen Arbeitsmarkt stoßen Menschen aus anderen Ländern auf allerlei Tücken. Neben unvertrauten Gepflogenheiten erweist sich die Anerkennung von Berufsabschlüssen und Qualifizierungen als große Barriere. Mit Beratungs- und Mentoring-Programmen unterstützt der Verein „beramí“ Zugewanderte, hierzulande beruflich Fuß zu fassen. Doris Stickler stellt das seit 35 Jahren aktive und mehrfach ausgezeichnete Kompetenzzentrum vor.

75 Jahre Frankfurter Kabarett „Die Schmiere“

Harte Arbeit

„Die Schmiere“ taufte Rudolf Rolfs sein 1950 eröffnetes Kabarett, das er als freies, politisch unabhängiges Theater verstand. Subventionen lehnte er stets ab, dafür erhielt die kritische Beobachtung reichlich Raum. Seine Tochter Effi B. Rolfs übernahm 1990 die Leitung und folgt diesen Grundsätzen bis heute. Satire fordere dazu auf, über Dinge nachzudenken, Vorgänge zu durchschauen und Schwächen zu entdecken, fasst sie in einem Gespräch mit Doris Stickler ihre Intention zusammen.  

Der Fotograf Alexander Paul Englert

Die alltägliche Normalität

Als sich die Fotografie in der Gesellschaft durchsetzte, sahen sich die Maler der realistischen Kunst ihrer Kompetenz beraubt. Zu unrecht. Die Lichtbildner ihrerseits versuchten, neben den dokumentarischen auch die kunstmalerischen Möglichkeiten in das neue Medium zu übertragen. Heute durchdringen sich Realismus und Bildgestaltung zumeist. Alexander Paul Englert sieht seine Kunst in der unspektakulären, intuitiven Erfassung der Möglichkeiten, die die Situation anbietet. Doris Stickler porträtiert den Fotografen.