MenuMENU

zurück

Stadelmaier, Philipp

Philipp Stadelmaier ist Filmkritiker und Autor. Studium der Komparatistik in Frankfurt a.M., Promotion in Filmwissenschaft in Frankfurt und Paris. Schreibt seit 2012 für die Süddeutsche Zeitung und andere Medien. Sein Essay Die mittleren Regionen (Verbrecher Verlag) wurde mit dem Clemens Brentano Preis ausgezeichnet. 2019 erschien sein Romandebüt Queen July (Verbrecher), 2023 seine Dissertation zu Serge Daney und Jean-Luc Godard, Die Kommentatoren des Post-Cinema (Transcript).

Philipp Stadelmaier, Foto: privat

Alle Beiträge

Philipp Stadelmaier über den Film „Die Odyssee“ von Christopher Nolan

Der Bart des Odysseus

Wie Christopher Nolans ODYSSEE zeigt, lassen sich antike Mythen in erfolgreiche Blockbuster verwandeln. Philipp Stadelmaier fand sich vor der Leinwand allerdings in einer paradoxen Situation. Der Film habe ihn überwältigt, zugleich aber indifferent gelassen, ihn erobert, ohne irgendetwas in ihm zu berühren. Obgleich auf jede tolle Szene ein schlecht gefilmtes Gemetzel oder pathetischer Spruch erfolgte, kommt er zu dem Schluss: „Ich mochte den Film dennoch.“ Nicht zuletzt, weil er über die „neoreaktionär-rassistischen Anfeindungen“ von Musk, Thiel oder Yarvin einen „beruhigenden Sieg“ errungen hat.

Erinnerung an David Lynch

Having a good time, all the time.

Eine hinter der oberflächlichen Erscheinung verborgene Wahrheit zu suchen, ist Sache der Metaphysik. Der Regisseur David Lynch, der als Meister des Rätselhaften etikettiert wurde, hat aber nichts verborgen, sondern realistisch die Schönheit, die falsche Idylle, das Begehren, die Grausamkeit und das Entsetzliche, den Alltag in seiner ganzen Oberflächlichkeit gezeigt. Der Filmkritiker Philipp Stadelmaier hat zum Tod Lynchs seine persönlichen Erinnerungen an den großen Filmkünstler aufgeschrieben.