Zum Tod von Peggy Parnass
Bella Ciao

Peggy Parnass, die am 12. März in Hamburg gestorben ist, hatte keine Kindheit, um die man sie beneiden müsste. Ein Kindertransport nach Stockholm rettete ihr 1939 das Leben. Nach sechs Jahren in zwölf verschiedenen Pflegefamilien kommt sie zu ihrem Onkel, der als einziger den Holocaust überlebt hatte, nach London. Sie geht nach Stockholm zurück und beginnt als Vierzehnjährige für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten als Sprachlehrerin, Filmkritikerin, Dolmetscherin für die Kriminalpolizei, als Schauspielerin für Film und Fernsehen und als Gerichtsreporterin für die Zeitschrift konkret. Eva Demski erinnert an die engagierte Publizistin.


Weiterlesen →
Erinnerung an Peter Bichsel
Ein Tisch ist ein Tisch

Es eint die Schriftsteller der Schweiz der Zweifel an der vorgefundenen Realität. Ob Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch oder Peter Bichsel, der nun gestorben ist – sie trauen ihren Sinnen nicht. Sie könnten ja auch jemand anderes sein, und der andere ist möglicherweise nicht der, für den man ihn hält. Auch der Blick in die Welt ist durch Skepsis gefiltert. Wir erinnern an Peter Bichsel mit seiner kurzen Erzählung „Ein Tisch ist ein Tisch“, die einen trügerischen Ausweg aus der engen Beziehung von Ding und Namen bereithält.


Weiterlesen →
Gedanken zum Nouruz-Fest
Neuer Tag

Zum Frühlingsanfang um den 20. März wird in vielen Teilen der Welt, vor allem im iranischen Kulturraum, das Nouruz-Fest gefeiert. Das Fest geht auf einen dreitausend Jahre alten Ritus zurück, der das neue Jahr sowie den Frühling einläutet. Wörtlich übersetzt heißt Nouruz „Neuer Tag”. Der Frühlingsbeginn symbolisiert den Triumph des Guten über das Böse und der Freude über den Kummer. Barbara Englert machte sich folgende Gedanken über den Frühling.


Weiterlesen →
Demokratie und Ressentiment
Rechtspositivismus adé

Der Zug ist noch nicht abgefahren, aber die Weichen sind schon gestellt. Die angedachte große Koalition hat sich zwar unvorstellbar viel Stoff in den Tender geladen, wird aber einige Probleme auf der Strecke nicht bewältigen können, ohne Haltesignale zu überfahren. Peter Kern setzt seinen Kommentar über die Chemie unserer Demokratie und die sogenannte Politikwende im Zustand ihres Entstehens fort.


Weiterlesen →
Eine Unterhaltung mit dem Künstler Micha Ullman
Wo man Bücher verbrennt

Wenn die Sonne die Seiten umblättert und die Lücken zwischen den Skulpturen sich zu Buchstaben formen, sind wir bei Micha Ullman. Der Künstler, der 1939 in Tel Aviv geboren wurde, in Jerusalem und London studierte, in Düsseldorf und Haifa lehrte, in Berlin lebte und von 1991 bis 2005 eine Professur für Bildhauerei in Stuttgart innehatte, schuf in Berlin das Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung und in Jerusalem das Buchstabenfeld. Christel Wollmann-Fiedler unterhielt sich mit ihm über seine Herkunft und seine Arbeit.


Weiterlesen →
Jonas Lüschers „Verzauberte Vorbestimmung“
Kleiner Webfehler

Für technische Neuerungen finden sich viele Motive. Es gibt Erfindungen, um Menschen auf den Mond zu schießen, um das Leben erträglicher zu machen oder viel Geld zu verdienen. Es gibt aber auch welche, die unsere Existenz vernichten, unser Leben sinnlos machen. Widerstand gegen solche Innovationen, die sich schließlich durchgesetzt haben, ist aus der Geschichte bekannt und trägt motivisch Jonas Lüschers Roman „Verzauberte Vorbestimmung“. Rolf Schönlau hat ihn gelesen.


Weiterlesen →
Weltfrauentag
Wir sind Wasser

Anlässlich des Internationalen Frauentags wurde im Kaisersaal des Frankfurter Römers die Choreografie „Wir sind Wasser“ von Bárbara Luci Carvalho aufgeführt. Im Zentrum des Stücks stehen die Erfahrungen Schwarzer Frauen auf der Flucht, die Betânia Ramos Schröder in ihrem Text aus einer feministischen Perspektive eindringlich vor Augen führt.


Weiterlesen →
Gendergerechtes Lexikon
Equalpedia

Frauen, queere Personen und andere marginalisierte Gruppen geraten in der digitalen wie in der analogen Welt ins Hintertreffen. So liegen im größten digitalen Lexikon Wikipedia die Beiträge über Frauen und die Anzahl der Autorinnen deutlich unter 20 Prozent. Um den überfälligen Wandel voranzutreiben, schritten Karin Kraus und Sonja Hintermeier zur Tat. Doris Stickler stellt die 2021 von ihnen gegründete Internetplattform Equalpedia vor.


Weiterlesen →
Gedicht von
Julia Mantel

Weiterlesen →
Empfehlung der Redaktion: 8. Tag der Poesie in Darmstadt
Vorübergehen

„Vorübergehen“ – der Titel des Tages der Poesie 2025 – ist sinnbildlich zu verstehen. Die eingeladenen Autor*innen Alexandru Bulucz und Iris Wolff stammen aus Rumänien. Eine Zäsur, die das Vor- und Zurückdenken im eigenen Leben betont. Es ist ein Thema von großer Aktualität, bei dem die aktuellen Kriege eine maßgebliche Rolle spielen. Was nimmt man mit, was bleibt, wenn man „geht“? Was ist „vorübergehend“?


Weiterlesen →

Als Service für die Leserinnen und Leser empfehlen wir eine individuelle Auswahl an bundesweiten Tipps aus Kunst, Literatur, Musik und Bühne.


Kulturtipps ansehen →
Ihre Spende zählt!

Das freie Kulturportal TEXTOR bietet Autorinnen und Autoren sowie relevanten Debatten eine Bühne. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, die Website auf dem neuesten technischen Stand zu halten.

KONTOVERBINDUNG:
Förderkreis Frankfurt e.V. – Kultur & Diskurs
Kulturportal TEXTOR
GLS Bank
IBAN DE57 4306 0967 6025 3827 42

Vielen Dank!
Ihre TEXTOR-Redaktion


Per PayPal spenden →

Über uns →

TEXTOR
Brückenstr. 57
60594 Frankfurt am Main
Deutschland

E-Mail: redaktion@textor.online
Web: textor.online
Facebook
Instagram


Newsletter abmelden