Florian Günthers neuer Gedichtband und seine Literaturzeitschrift „DreckSack“
Der Standhafte

Die Abneigung gegen die etablierte Literatur und das Bewusstsein, zu den wahren und reinen Poètes maudits zu gehören, motivierte Autoren von François Villon über Arthur Rimbaud und Charles Bukowski bis heute. Zweifellos sieht sich Florian Günther in dieser Tradition. Der gelernte Drucker, der sich als Totengräber, Anstreicher, Chauffeur, Paketsortierer, Bauarbeiter, Lager- und Fließbandarbeiter, Buchverkäufer, Pizzafahrer und Grafiker durchschlug, redigiert die Zeitschrift „DreckSack“ und hat einen neuen Gedichtband „Einmal für umsonst“ herausgebracht. Ní Gudix schreibt über beides.


Weiterlesen →
Zum Tod des Komponisten Rolf Riehm
Der Auftrag

Der Komponist Rolf Riehm, der 1937 in Saarbrücken geboren wurde und am 3. Januar 2026 starb, hat sich früh von den ästhetischen Strömungen der Nachkriegsavantgarde abgesetzt und seine eigenen Vorstellungen von avancierter Musik realisiert. Er hat sich als politischen Menschen begriffen, der auf die zeitgenössischen Zumutungen mit Klangbildern von intensiver Zartheit bis zu expressiver Radikalität reagierte. Bernd Leukert erinnert an den ausdrucksstarken Komponisten und Freund.


Weiterlesen →
Charlotte Rampling im Film „Swimming Pool“ von François Ozon
Lauernde Suspense

Der Schauspieler Bernhard Minetti nannte einmal als Motiv für seine Berufswahl den Wunsch nach Selbstentäußerung. Ebenso sehr ist für diese Entscheidung sicher der Wunsch nach Selbstverbergung maßgebend, der die dargestellten Personen mit einem geheimnisvollen Charakter versah. Charlotte Rampling, die gerade 80 Jahre alt geworden ist, ist gerne für Rollen besetzt worden, deren Ausstrahlung auf Suspense beruhten. Marli Feldvoß hat die Künstlerin im Film „Swimming Pool“ gesehen.


Weiterlesen →
Reisen ans Ende der Welt
Die Chinesen sind Heiden

Ibn Battuta (1304-1368/77) war ein berberischer Rechtsgelehrter und Weltreisender, der mit 21 Jahren beschloss, nach Mekka zu pilgern, dann aber weiterzog nach Mesopotamien, Indien und China. Kein Land ist sicherer als China, befand Ibn Battuta. Datenabgleich und Personenüberwachung praktizierten die Chinesen schon im Mittelalter. Aus seinem Reisebericht hat Clair Lüdenbach zwei Auszüge gewählt.


Weiterlesen →
Wiedergesehen (1)
Der Mann, der Liberty Valance erschoss

Man kann nicht behaupten, dass die USA sich einem friedlichen Zusammenschluss souveräner Staaten verdanken. Die kurze Geschichte der nordamerikanischen Großmacht führt ein ständiges Problem mit sich: die unsichere Legitimität. Gespiegelt wird es von einem Filmgenre, dem Western, in dem in immer ähnlicher Konstellation das geschriebene Recht gegen das Recht des Stärkeren durchgesetzt werden muss – wobei das Faustrecht beiden Seiten dient. Selbstverständlich handelt auch „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ davon. Mit der Vorstellung des Films eröffnet Rainer Erd die Reihe „Wiedergesehen“.


Weiterlesen →
Essay zum Missverständnis liberaler Staatlichkeit
Die Verstaatlichung der Werte

Platons idealer Ständestaat beruht auf einer Sklavenhaltergesellschaft und wird autoritär von Philosophenkönigen regiert. Es gibt Zensur, und Wächter kontrollieren die Einhaltung der Moral. Im Gegensatz dazu steht die Vorstellung vom idealen Staat republikanischen Zuschnitts der Jetztzeit. Da ist der Vater Staat, anders, als das Wort nahelegt, kein Erziehungsberechtigter, zumindest, wenn es sich um einen liberalen demokratischen Staat handelt. Niko Alm, der Präsident des österreichischen Zentralrats der Konfessionsfreien, zu den Missverständnissen und Umdeutungen politischer Grundsätze.


Weiterlesen →
Gedicht von
Ingrid Mylo

Weiterlesen →
Ausstellung „Praxis für Kunst und Politik“ in Darmstadt
Sand fürs Getriebe der Demokratie

Die politische Kunst haben wir etwas aus den Augen verloren. Was in den siebziger Jahren noch auf Litfaßsäulen, wie etwa Klaus Staecks „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“, die Öffentlichkeit erreichte, findet heute in Galerien sein Refugium. Die beiden Künstler PH Gruner und EL EGO stellen ihre Objekte in der Darmstädter Farbraum Art Gallery aus, und Emil Dröll hat sie besucht.


Weiterlesen →
Empfehlung: Fabienne Dür: Gelbes Gold und Geisterstück
Langer Tag der Bücher 2026 im Haus am Dom

Am 22. Februar präsentieren sich beim Langen Tag der Bücher zwischen 11 und 19 Uhr insgesamt acht literarische Verlage aus Frankfurt. Um 16 Uhr liest Fabienne Dür aus Gelbes Gold / Geisterstück. Moderation: Christoph Zabel: Kann die Suche nach den perfekten Pommes nicht nur den Magen, sondern auch ein Leben füllen? Die Berliner Theaterautorin Fabienne Dür wirft einen liebevoll-melancholischen Blick auf ihre Figuren – und damit auf uns.


Weiterlesen →
Empfehlung: Diskussion in der Evangelischen Akademie Frankfurt
Achtung! Patriarchat

In vielen Ländern scheint das Patriarchat in Gestalt männlicher Autokraten zurückzukehren: Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp spricht von einem „postpatriarchalen Chaos“, in dem demokratische Grundwerte systematisch ausgehöhlt und sogar bekämpft werden. Die Publizistin Shila Behjat nimmt in ihren Publikationen inbesondere den Iran in den Blick und beschäftigt sich in globaler Perspektive mit der Rolle von Frauen in Revolutionen.


Weiterlesen →

Als Service für die Leserinnen und Leser empfehlen wir eine individuelle Auswahl an bundesweiten Tipps aus Kunst, Literatur, Musik und Bühne.


Kulturtipps ansehen →
Ihre Spende zählt!

Das freie Kulturportal TEXTOR bietet Autorinnen und Autoren sowie relevanten Debatten eine Bühne. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, die Website auf dem neuesten technischen Stand zu halten.

KONTOVERBINDUNG:
Förderkreis Frankfurt e.V. – Kultur & Diskurs
Kulturportal TEXTOR
GLS Bank
IBAN DE57 4306 0967 6025 3827 42

Vielen Dank!
Ihre TEXTOR-Redaktion


Per PayPal spenden →

Über uns →

TEXTOR
Brückenstr. 57
60594 Frankfurt am Main
Deutschland

E-Mail: redaktion@textor.online
Web: textor.online
Facebook
Instagram


Newsletter abmelden