120 Jahre Samuel Beckett
Die Rückseite der Schwarzdornhecke

120 Jahre nach seiner Geburt erinnert Ria Endres an den irischen Schriftsteller und Nobelpreisträger Samuel Beckett. Er entzog sich zeitlebens jeder Eindeutigkeit in Bezug auf seine biografischen Daten – selbst sein Geburtsdatum bleibt ein Rätsel. Zwischen behüteter Kindheit, düsteren Existenzfragen und literarischer Radikalität entsteht das Porträt eines Autors, der aus innerer Zerrissenheit seine einzigartige Sprachwelt formte.


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Von der Nützlichkeit des Menschen
Der Gipfel der Grausamkeit

Der Zyniker, so lautet die Definition, kennt von allem den Preis, aber nicht den Wert. Die Verachtung alter Menschen stützt sich also auf den fehlenden Mehrwert der Greisinnen und Greise. Einer solchen besinnungslosen Selbstverwertungsgesellschaft fehlt der Mensch. Aber das merkt sie nicht. Thomas Rothschild verdeutlicht anhand einer Szene von Anton Tschechow, dass 1901 ein Bewusstsein für diesen Verlust bestand.


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Elisabeth Lenks „Kritische Schriften“
Grundgewissheiten als Grundirrtümer

„Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt“. Das galt dem Horatio, nicht der Elisabeth Lenk, die mit den Erfahrungen bei den französischen Surrealisten sich genau dem widmete, was eine Gesellschaft über alles Messbare am Leben hält: die Phantasie, die ins Mögliche spielt. Nun sind die Essays der Philosophin, Literaturwissenschaftlerin und Soziologin in einem Buch erschienen, das Andreas Honneth vorstellt.


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Die israelische Todesstrafe ist ein Symptom des Regimewandels
Die Grenze zwischen Strafe und Rache

Jedes Kind weiß, dass in einem Rechtsstaat die Gesetze für alle Menschen gelten. Wenn der Gesetzgeber selbst aber mit einem Gesetz dieses Gleichheitsgebot annulliert, sprechen wir von einem Unrechtsstaat. Besonders schwerwiegend ist dabei – wie wir aus der Geschichte wissen –, wenn das Ziel des Gesetzes eine ethnische Diskriminierung ist. Mit der Einführung der Todesstrafe, schreibt Eran Rolnik, überschreitet der Staat Israel nicht nur eine moralische Grenze, sondern das Recht selbst.


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Zahlt Bill Gates Tantiemen an Philip Glass?
Die Klangwelt von Updates

Den Besitzern von Apple Computern mit dem Betriebssystem macOS entgehen eindrückliche Klangerlebnisse der Minimal Music, denn sie hören Update-Vorgänge nicht. Diejenigen, die mit Microsoft Windows arbeiten, können von ganzen Konzerten dieses Musik-Genres überrascht werden. Andrea Richter hat eines gespannt verfolgt.


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Dana Grigorceas Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn“
Realsozialistische Sommerfrische

Die Liebe ist ein seltsames Spiel, und wo sie hinfällt, ist nicht abzusehen. Man kann sich oft nur wundern, wer sich da mit wem paart. Alle bösen Erwartungen werden zunichte, wenn der Zufall seine Hand im Spiel hat, aber auch die schönen und vor allem die vernünftigen. Die schweizerisch-rumänische Autorin Dana Grigorcea hat mit ihrem Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn“ die Liebe erforscht, und Jamal Tuschick hat ihr dabei zugesehen.


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Geschnittene Bilder von Henri Matisse
Mit der Schere gemalt

Geschnittene Figuren, aufgebracht auf andersfarbigem Hintergrund, springen dem Betrachter besonders auffällig ins Auge. Zur Zeit der Weimarer Klassik und der Jenaer Romantik war der Silhouettenschnitt beliebt und sehr verbreitet. Es gab ja noch keine Fotografie. Erst die expressive Kunstfotografie, zusammen mit der bildnerischen Collage und Montage holte die prägnante Form wieder ins Bild. Der Band mit Scherenschnitten von Henri Matisse zeigt die Verbindung alter Technik mit moderner Formgebung. Martin Lüdke ist davon angetan.


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Epen auf dem Tennisplatz und in Musik und Literatur
Tenniskünste

Beim Tischtennis ist Technik, Reaktionsschnelligkeit und Instinkt gefragt. Tennis auf rotem Sand aber ist nicht nur von der Tagesform abhängig, sondern mit einer Überzahl an Gefühlen belastet, kennt größte Hoffnung und tiefste Verzweiflung. Und jähe Wut lässt schon mal den Tennisschläger in Trümmer gehen. Die körperliche Intensität macht Tennis zum Ringkampf auf Distanz. Doch es setzt sich auch, wie Matthias Buth schreibt, mit musikalischen Spannungsverhältnissen in Vergleich und mit der großen Klanggeste.


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Empfehlung: Römerberggespräche in Frankfurt am Main
Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Vortragende am 18. April sind: Samira Akbarian, Martin Andree, Ali Fathollah-Nejad, Vera King, Felix Lange, Natascha Strobl. Moderation: Hadija Haruna-Oelker, Cécile Schortmann.


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Empfehlung: Dokumentarfilm im Kino
Siri Hustvedt „Dance Around The Self“

Der Dokumentarfilm Siri Hustvedt – Dance Around The Self feierte Weltpremiere in der Sektion Panorama der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Regisseurin Sabine Lidl porträtierte Siris Hustvedts ganz eigene Art zu leben und zu denken und verbindet ihr Schreiben mit den großen Themen des Lebens: Liebe und Abschied – besonders im Zusammenhang mit der tiefen persönlichen und künstlerischen Verbundenheit zu ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Paul Auster.


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