Alexandru Bulucz‘ Laudatio auf Ronya Othmann zur Verleihung des Jeanette-Schocken-Preises
Forensik der Zeugenschaft

Wie spricht man von dem, wovon man nicht schweigen kann? Die Laudatio von Alexandru Bulucz liest Ronya Othmanns Werk – den Gedichtband die verbrechen, den Roman Vierundsiebzig und das Reisebuch Rückkehr nach Syrien – als drei Aggregatzustände eines einzigen Verfahrens: einer forensischen Poetik der Zeugenschaft. Vom „Rückwärtslesen“ zerstörter Tempel über die Selbsteinsetzung der Zeugin in das Bezeugte bis zur Reise mit dem Vater durch das postdiktatorische Syrien.


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Volker Breidecker über Joseph Roths Suche nach der verlorenen Kindheit Europas (und der eigenen)
Rote Korallen, weiße Städte

Joseph Roth, der in seinen Romanen die Verfassung des modernen Menschen angesichts der Katastrophen und Verwerfungen seines Jahrhunderts so treffend schilderte wie kein anderer, weitete in seinen Essays, Reportagen und Feuilletons den Blick über die Straßen, Plätze und Winkel des europäischen Ostens wie Westens und zeigt sich (wie Patrick Modiano über ihn schreibt) „durch die verzehnfachte Aufmerksamkeit für die Umwelt, durch den Sinn für Detail und Atmosphäre“ als der „hellsichtigste aller Beobachter!“. Volker Breidecker schreibt über den großen Europäer Roth. 


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Rainer Erd über den Meisterfälscher von Paris – Adolfo Kaminsky
Der Meisterfälscher von Paris

Deutsche Besatzung in Frankreich, das bedeutete Lebensgefahr und die Ungewissheit, wer Freund und wer Feind ist. In dieser Situation für die Résistance tätig zu werden, erfordert nicht nur Mut. Der Chemiker und Fotograf Adolfo Kaminsky, der 1925 im argentinischen Buenos Aires geboren wurde und seit 1932 in Paris lebte, half Flüchtlingen, indem er ihnen in einer Fälscherwerkstatt Ausweispapiere herstellte. Rainer Erd erzählt seine Geschichte.


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Helmut Ortner über „Wann ist die Vergangenheit vergangen“?
„Fragile Demokraten“

Es gibt immer mehr Deutsche, die immer weniger über die eigene Vergangenheit reden möchten. Die AfD will die Erinnerungskultur in Deutschland grundsätzlich verändern. Sie spricht hier von einem „Schuldkult“. Helmut Ortner über die Entsorgung der Erinnerungskultur, die „Gegenwart der Vergangenheit“ – und die Pflicht, sich zu erinnern.


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Walter H. Krämer über „Der Geizige von Molière“ an der Schaubühne Berlin
Desperate Man Blues

Am 9. September 1668 wurde im Palais Royal die Komödie „L’Avare“ (der Geizige) von Molière uraufgeführt, die Geschichte eines Mannes, der sein ganzes Leben nur unter pekuniären Gesichtspunkten begreift. Die Figur ist nicht ganz lebensfremd entworfen und taugt deshalb mit ihren grotesken Entgleisungen für eine Übertragung in jede andere Epoche, also auch in unsere. An der Berliner Schaubühne hat Thomas Ostermeier das Stück mit Lars Eidinger in der Titelrolle inszeniert. Und Walter H. Krämer hat es gesehen.


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Eran Rolniks Antwort an einen Schriftsteller
Der Dichter war schon vor ihm dort

Als Reaktion auf den literarischen Missbrauch des psychologischen Katechismus begannen Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts einige Autorinnen und Autoren Literatur zu veröffentlichen, in der jegliche Psychologie vermieden wurde. Das war der Nouveau Roman, der nun der Geschichte angehört, währenddessen der psychologisierende Roman weiterhin die Regale der Buchhandlungen füllt. Der Psychoanalytiker und Psychiater Eran Rolnik wurde nun um eine diesbezügliche literarische Konsultation gebeten.


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Empfehlung: Ausstellung im Christian Schad Museum, Aschaffenburg
A European Collection. Meisterwerke aus dem Khanenko Museum in Kyjiw

Das Bohdan und Varvara Khanenko Nationalmuseum in Kyjiw beherbergt den bedeutendsten Bestand abendländischer Kunst in der Ukraine und zählt damit zu den wichtigen europäischen Sammlungen ihrer Art. Ab dem 30. April zeigt das Christian Schad Museum in Aschaffenburg eine Sonderausstellung mit 73 Meisterwerken der Vormoderne, die erstmals in Deutschland zu sehen sind.


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Empfehlung: Das 13. Literaturfestival in Hochhäusern der Stadt Frankfurt
LiteraTurm: OST WEST TEXT

Mittlerweile zum dreizehnten Mal veranstaltet die Stadt Frankfurt am Main von Montag, 8. bis Sonntag, 14. Juni das große Literaturfestival literaTurm. Die alle zwei Jahre stattfindende Programmreihe bietet mit einzigartigen Lesungen in Hochhäusern spektakuläre Ein- und Ausblicke. In diesem Jahr widmet sich das Literaturfestival der literarischen Verhandlung der DDR und Ostdeutschlands. Auch knapp vierzig Jahre nach der Wende haben die Ost-West-Debatten nicht an Aktualität verloren. Über fünfzig Autorinnen und Autoren werden in diesem Jahr bei literaTurm zu Gast sein.


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